DvDisaster: Datenrettung und ihre Tücken
Keine Chance auf Wiederherstellung
Es zeigt sich allerdings schnell, dass die CD schon jetzt ernsthaft beschädigt worden ist. Der innere Kreis wird von DvDisaster noch ordnungsgemäß eingelesen, doch dann treten die ersten unlesbaren Sektoren auf und das Einlesen wird sehr, sehr langsam. Etwa 10.000 unlesbare Sektoren und eine Stunde später ist der Lesevorgang noch immer nicht abgeschlossen.
Die ersten 60 Megabyte können noch gelesen werden, danach ist Schluss. Kein einziger lesbarer Sektor mehr unter den nächsten 10.000 Sektoren. Nach einer Stunde geben wir die Hoffnung auf und brechen den Vorgang ab. Insgesamt befinden sich 352.952 Sektoren auf dem Datenträger. Hochgerechnet hätte das vollständige Einlesen der CD gute 30 Stunden gedauert.
Am äußeren Rand der CD hätte das Tool bestimmt noch einige tausend gesunde Sektoren gefunden. Insgesamt jedoch nicht genug für eine Wiederherstellung der gesamten Daten durch die Fehlerkorrektur-Datei. Für diese Art der Beschädigung gibt es also keine Heilung. Um der Software dennoch die Chance zu geben sich zu behaupten, startet netzwelt einen weiteren Versuch.
Schere gegen CD: Tiefe Furchen
Lose aufbewahrte CDs nehmen großflächigen Schaden. Viele kleine Kratzer versperren dem Laser die Sicht und es werden gleich mehrere tausend Sektoren zerstört. Aber wichtige Daten werden ja auch nicht lose im Rucksack transportiert. Was, wenn jemand aus Versehen einen tiefen Kratzer in die wichtige CD macht? Kann DvDisaster diesen Schaden richten? Neue CD gebrannt, neue Fehlerkorrektur-Datei erstellt und die Schere benutzt.
Zwei tiefe Furchen hat die Schere auf der CD hinterlassen. Wieder dauert es nicht lange, bis die ersten defekten Sektoren auftauchen, doch die zu beheben ist schließlich der Job der Software. Doch auch mit einzelnen Kratzern hat das Programm so seine Probleme, nach dem ersten kaputten Sektor findet DvDisaster zwar noch intakte Sektoren, aber der Prozess dauert ewig.
Links zum Thema
- DvDisaster
- Tutorial: Zerkratzte CDs reparieren
- Hausratspolice zahlt den Computer, aber nicht die Daten


