Mit DvDisaster Daten von CDs und DVDs wiederherstellen
DvDisaster: Datenrettung und ihre Tücken
Fabian Parusel
Sie sorgen sich um Ihre Daten? Besonders um die Daten auf CDs und DVDs? Es gibt da ein kostenloses Programm im Netz, das sorgt für Sicherheit bei Ihren Silberlingen. Es nennt sich DvDisaster und legt eine Sicherungsdatei an, mit der auch eine verkratzte CD oder DVD wiederhergestellt werden kann.
- Inhaltsverzeichnis
- Datenträger auf Lesefehler testen
- Wie werden die Daten gesichert?
- Die erste Belastungsprobe
- Belastungsprobe zwei
- Keine Chance auf Wiederherstellung
- Schere gegen CD: Tiefe Furchen
- DvDisaster als letzte Rettung?
- CDs sicher aufbewahren
- Fazit
Das Programm läuft unter einer Open-Source-Lizenz und somit darf auch der Quellcode eingesehen und bearbeitet werden. Auf der offiziellen Homepage gibt es den Link zum Download und andere nützliche Informationen zum Programm. Veröffentlicht wurde die Anwendung auf der Berlios Entwickler-Homepage.
Datenträger auf Lesefehler testen
Für diesen Test haben wir eine CD vorbereitet. Darauf liegen einige Dateien verschiedener Art und unterschiedlicher Größe. Große Dateien sind anfälliger für Verluste, da sie viel mehr Sektoren einer CD belegen. Zunächst haben wir die frisch gebrannte CD mit der Software überprüft. Alles in Ordnung.
Das Programm hat bei unserer CD lediglich angemerkt, dass die letzten zwei Sektoren der CD leer seien. Das liegt daran, dass die CD mit Track-at-once gebrannt wurde, und ist nicht weiter wichtig. Solange alle Quadrate auf der CD grün sind, kann die CD ohne weiteres gelesen werden.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Software, Brennsoftware, Sicherheit, Datenrettung
-
Backup-Strategien: Wo Daten sicher lagern
Der Windows-Effekt: Gestern lief alles, heute geht nichts mehr -
Freeware der Woche: Recuva
Gelöschte Daten wiederherstellen -
PhotoRescue: Fotos von der Speicherkarte retten
Gelöschte und verlorene Bilder wiederherstellen
Links zum Artikel
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
Danke für den Test. Sowas macht man ja zuhause nicht unbedingt, sondern wundert sich erst dann, wenn es nicht funktioniert.
Alles in allem scheint es jedoch selbst dann ein recht unsinniges Tool zu sein, wenn es funktionieren würde. Bei einer 100 MB großen Datei für die Wiederherstellung, lohnt es sich eher, die CD als Backup nochmal zu brennen und gut wegzupacken. Zumal CD-Rohlinge kaum noch etwas kosten. Und da auch dieser Test zeigte, daß kleinere Kratzer der CD als Medium mittlerweile kaum noch etwas ausmachen, sollte das eigentlich reichen. Wichtige Daten sichert man sowieso anders.
seh ich genauso... wichtige daten gehören mehrfach gesichert, das sollte angesichts der preise für cds oder dvds kein problem mehr darstellen...
Der Artikel hat mich, ehrlich gesagt, ziemlich negativ überrascht. Das soll professioneller Journalismus sein? Selbst der Computerbild hätte ich so etwas nicht zugetraut...
Was bitte ist die "Berlios Entwickler-Gruppe"? Berlios nennt sich selbst "Open-Source-Mediator" und ist lediglich eine Plattform, auf der Entwickler ihre Projekte veröffentlichen können, ähnlich wie z.B. Sourceforge. Der Entwickler von DvDisaster ist Carsten Gnörlich, der mit Berlios selbst offenbar wenig zu tun hat, wie eine 2-Minuten-Recherche ergeben hat. Hier entsteht allerdings der Eindruck, dass Berlios für das Projekt verantwortlich ist.
Noch viel schlimmer finde ich allerdings die Testmethoden. Da werden CDs zerkratzt und wieder ausgelesen, anschließend wirft man dem Programm im Fazit vor: "In der Praxis funktioniert DvDisaster allerdings nicht sonderlich gut. Sobald Lesefehler auftreten, dauert es eine Ewigkeit ein Abbild der CD zu erstellen."
Nein, sowas! Eine zerkratzte CD lässt sich nicht mit voller Geschwindigkeit auslesen! Hmm, woran mag das liegen? Eventuell am Laufwerk, das bei seinen eigenen Korrekturversuchen die Umdrehungszahl drosselt?
Scheinbar ist dem Autor auch unbekannt, dass die Fehlerkorrektur von Laufwerken von Modell zu Modell und von Hersteller zu Hersteller gravierende Unterschiede aufweist. Was Laufwerk A noch problemlos frisst, erkennt Laufwerk B nicht mal mehr als beschriebenes Medium. Im Artikel fehlt jeglicher Hinweis auf die verwendeten Laufwerke, falls es überhaupt mehr als eines war...
Wenn das Auslesen schon auf dieser Ebene scheitert, kann selbst die beste Software nichts mehr retten.
Ich empfehle hierzu auch einen etwas fundierteren Artikel:
http://www.heise.de/ct/05/16/078/
Dem kann ich mich nur anschließen. Dieser sogenannte "Testbericht" ist einfach nur peinlich für seine Autoren.
"Dass CDs eine etwas härtere Gangart durchaus verkraften, weiß jeder, der seine Musiksammlung lose in der Mittelkonsole des Autos lagert" -- wenn dies die Gangart ist (und das ist sie offensichtlich beim Otto-Normal-BILD-Leser, der sein Hirn lieber in der Mittelkonsole des Autos lagert), die durch diese kleine Software-Perle wieder ausgebügelt werden soll, dann sind hier offensichtlich Perlen vor die Säue geworfen.
"Wenn das Programm ohne die Fehlerkorrektur-Datei auskommen würde, wäre es optimal als letzte Rettung." -- Ähm, hallo? Sollte dvdisaster (übrigens die korrekte Schreibweise des Namens) denn einen Voodoo-Zauber stattdessen verwenden?
Naja, eigentlich läßt man die Qualität des Artikels doch besser umkommentiert. lasse
ist doch ein gutes Proggy, um halt zu Prüfen, was so'ne CD/DVD noch taugt und ja auch schnell/klein (man brucht nich NERO anschmissen)
Hmm, ich hab selber das Programm getestet und sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Fehlerkorrektur ist gut an das Medium angepasst und macht eine CD je nach sichtweise sogar deutlich sicherer als wenn man alles doppelt brennt:
Damit bei einer doppelten Sicherung Daten unrettbar verloren sind müssen insgesamt nur zwei Sektoren ausfallen (bei beiden CDs je einer an der gleichen Stelle). Mit dvdisaster, je nach Einstellung, müssen mehrere Dutzend Sektoren unlesbar sein damit Daten wirklich verloren sind.
Außerdem muss eine beschädigte Disk mit dem Programm nicht sequenziell gelesen werden, denn es gibt einen Lesemodus be dem versucht wird, so schnell wie möglich genug lesbare Sektoren zu finden.
DvDisaster: Datenrettung und ihre Tücken von netzwelt.de steht unter einer Creative Commons-Lizenz. Sie dürfen die Texte für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen, bei Angabe und Verlinkung der Quelle "netzwelt.de".
Klicken Sie hier für weitere Informationen
nach oben









