Filme ins Netz stellen leicht gemacht: Netzwelt testet Videodienste
YouTube, Dailymotion und Co.: Kostenlose Videodienste im Vergleich
Dominik Schöneberg
Inhaltlich sind den Nutzer der Videodienste so gut wie keine Grenzen gesetzt: Egal ob Urlaubs-Video, Konzertmitschnitt oder eine Grimassen-Session vor der Webcam - in den Archiven der Videodienste findet sich alles. Die Betreiber verbieten allerdings den Upload von pornographischem oder urheberrechtlich geschütztem Videomaterial: Als Tauschbörse für die neusten Kinofilme taugen die Dienste also nicht.
Streaming oder Download
Die Wiedergabe der Videos erfolgt als Video-Stream in einem Browserfenster: Um die Videos abspielen zu können, brauchen Internetnutzer deshalb das entsprechende Browser-Plugin oder den erforderlichen Media-Player. Die Anbieter Ourmedia und Blip.tv ermöglichen den Nutzern allerdings auch einen Download der Dateien.
Die Möglichkeit zum Download ist gerade bei langen, qualitativ hochwertigen Filmen nützlich, die man nicht im Browserfenster anschauen möchte. Doch nicht bei allen Diensten können überhaupt Abend füllende Videos hochgeladen werden - der verfügbare Speicherplatz ist eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale der Videodienste.
Ourmedia: Upload ohne Limits
In dieser Hinsicht konkurrenzlos ist Ourmedia: Hier können Internetnutzer Videos in unbeschränkter Größe hochladen. Möglich macht das eine Kooperation mit dem "Internet Archive", das neben Webseiten auch Videos archiviert. Sämtliche Videos, die bei Ourmedia hochgeladen werden, archiviert die gemeinnützige Organisation in der schon jetzt mehr als 100 Terabyte großen Datensammlung.
An zweiter Stelle in Sachen Speicher liegt YouTube: Das Unternehmen bietet Nutzern ebenfalls unbegrenzten Speicherplatz. Jedes einzelne Videos darf aber nicht größer als 100 MB sein. Sehr stark eingeschränkt dagegen ist bei YouTube die Zahl der Dateiformate: Nur Videos mit den Dateiendungen AVI, MOV und MPG können hier hochgeladen werden.
Blip.TV und Ourmedia akzeptieren dagegen jedes Video-Format. Nutzer sollten aber bedenken, dass ein wenig verbreitetes Dateiformat nicht unbedingt sinnvoll ist. Schließlich haben noch längst nicht alle Internetnutzer den passenden Mediaplayer installiert, um jeden Videotyp abspielen zu können.
YouTube: Schlechte Qualität wegen Datei-Konvertierung
Diese Problem umgehen die Macher von Dailymotion und YouTube, indem sie die hochgeladenen Filme konvertieren. Alle Videos werden in das Flashformat umgewandelt, für dessen Wiedergabe Nutzer nur den weit verbreiteten Flash-Player benötigen. Bis die Konvertierung abgeschlossen und das Video somit verfügbar ist, kann allerdings je nach Dateigröße einige Zeit vergehen.
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