Was aussieht wie ein normaler Editor, kann unter der Haube viel mehr

Writely: Die Web-Revolution kommt als Texteditor

Microsoft Word oder Open Office findet sich auf fast jedem Rechner. Wenn nicht, gibt es immer noch das Word Pad oder zur Not den Editor. Wer bräuchte da also noch ein weiteres Schreibprogramm, wo die meisten Nutzer der großen Textverarbeitungen ohnehin nur einen Teil der Funktionen kennen und einen noch kleineren Teil nutzen?

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Kollaboration gegen den Alptraum
  2. 2Export in alle gängigen Formate
  3. 3AJAX: Kein Scheuermittel
  4. 4Das Ende des Desktops?

Trotzdem entschieden sich die drei Amerikaner Sam Schillace, Steve Newman und Claudia Carpenter Anfang 2004, eine Textverarbeitung zu konzipieren. Es sollte aber nicht irgendeine Textverarbeitung werden: "Wir wollten damit ein Problem lösen", erzält Sam Schillace. "Haben Sie jemals versucht, mit fünf Leuten gleichzeitig per E-Mail an einem Text zu arbeiten?", fragt er. "Das ist nämlich ein Alptraum".

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Kollaboration gegen den Alptraum

Fünf verschiedene Versionen, die dann zusammengesetzt werden müssen, dann wird das Dokument noch einmal herumgeschickt - niemand blicke dann noch durch, sagt Schillace. Deswegen habe man Writely entwickelt: "In Writely können alle gleichzeitig ihren Teil beisteuern und am Text arbeiten", sagt Schillace, "und niemand muss etwas herunterladen oder installieren". Denn ein Browser - Internet Explorer oder Firefox - genügt.

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Writley-Gründer: Sam Schillace, Claudia Carpenter, Steve Newman (von links)

Denn Writely läuft nur im Browser, obwohl das Bildschirm-Layout stark an eine Textverarbeitung erinnert. Es gibt eine Menüzeile über dem Dokument und kleines Tasten für grundlegende Funktionen oder zur Formatierung. Aber Writley ist Web-basiert und spielt seine Vorteile auch aus.

Export in alle gängigen Formate

So können Dokumente per RSS veröffentlicht werden, für andere Nutzer als lesbar oder als bearbeitbar freigeben werden, als einfaches Dokument veröffentlicht werden oder in ein Blog eingetragen werden. Außerdem können sie mit so genannten Tags, also Schlagworten, versehen werden und danach sortiert werden. Wer also viel an gemeinsamen Dokumenten arbeitet, kann auf das Verschicken der Texte per E-Mail verzichten - die gesamte Arbeit kann in Writely erledigt werden.

Die fertigen Texte können dann in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden. Dabei unterstützt Writely die wichtigsten Formate: RTF, Word, OpenOffice, PDF und ZIP. Natürlich lassen sich auch bestehende Dokumente hochladen. Writley kann die Formate TXT, DOC, RTF, ODT und SXW (beide Open Office) lesen, außerdem lassen sich Bilder in den gängigen Formaten bis zwei Megabyte pro Bild hochladen.

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Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Witzig. So eine Software gibt's schon länger für Mac OS X, die heißt "Subethaedit" - lohnt sich, mal reinzuschauen, für den Privatgebrauch ist das Prog umsonst.

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