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Orwell lebt: Apple patentiert den Televisor

Es war einmal eine Anti-Utopie, die ward geschrieben, um Englisch-Schüler überall auf der Welt zu quälen. Der Roman "1984" von George Orwell ist aber besser als sein Ruf, zeichnet er doch den totalen Überwachungsstaat. Ein interessantes Detail ist der "Televisor", eine Art Fernseher mit Überwachungskamera. Apple hat sich jetzt das Patent dafür gesichert.

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Der Televisor im Roman "1984" ist ein Fernseher, der nicht nur empfängt, sondern auch sendet. Diese Überwachungs-Bildschirme sind in jeder Wohnung, an jeder Straßenecke angebracht und strahlen laufend Propaganda aus, während sie die Bürger beobachten. Auf diese Weise kann die Staatsmacht sehen, wenn jemand den Televisor verhängt oder ausschaltet, der Bürger hingegen weiß nicht, ob und wann er gerade beobachtet wird. Eine Horrorvision, die Orwell bereits 1949 zeichnete.

Kleine Kameras einbauen

Apple hat sich nun ein Patent gesichert, das ein Gerät wie den Televisor in greifbare Nähe rückt: Das US-Patent Nummer 20060007222 zeigt eine Möglichkeit auf, zwischen den Pixeln eines Flachbildschirms Kamera-Sensoren zu integrieren. Damit wäre der Bildschirm nicht nur Darstellungs-, sondern auch Aufnahmegerät. Eine praktische oder erschreckende Weiterentwicklung dessen, was Apple mit dem aktuellen iMac bereits begonnen hat.

Angenommen, die Technologie würde eines Tages Realität: Der Vorteil beim Video-Chat wäre enorm, egal ob auf dem UMTS-Handy oder dem PC, dem Video-Telefon oder im Erotik-Chatroom. Denn bisher gab es das Problem, dass man dem Gesprächspartner nicht direkt in die Augen schauen konnte. Entweder richtet sich der Blick auf die Kamera oder eben auf den Bildschirm, war doch die Kamera immer woanders angebracht als das Sichtfeld des Chat-Fensters. So schauen sich Video-Chatter nicht direkt an, sondern aneinander vorbei, bestenfalls ein kurzes Zwinkern war drin, direkter Augenkontakt hingegen nicht.

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Beiträgeinsgesamt 9 Beiträge

Zitat: Das kann man - soweit ich weiß - jetzt schon bei der iSight-Cam unter MacOSX einstellen. Jepp, mit dem Unterschied, dass man nicht in die Kamera schaut wie in einen Spiegel,...

Das Problem gilt doch generell mit Cams. Das fängt ja bei den Handys an und dann in gehobenem Maße bei den neuen TFT's mit "Linse" auf. Es läuft bei allem auf das selbe Prinzip hinaus.

Das kann man - soweit ich weiß - jetzt schon bei der iSight-Cam unter MacOSX einstellen.

Zitat: Ein Vorteil der Monitor-Spiegel wäre sicherlich, dass er das Abbild des Nutzers richtigherum, d.h. nicht spiegelverkehrt anzeigen kann, also so wie er von anderen Menschen auch wirklich...

Ein Vorteil der Monitor-Spiegel wäre sicherlich, dass er das Abbild des Nutzers richtigherum, d.h. nicht spiegelverkehrt anzeigen kann, also so wie er von anderen Menschen auch wirklich gesehen wird...

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