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20.02.2007
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Augen auf beim Aufrüstungs-Kauf

Einkaufsberater PC-Hardware

Benjamin Schnitzler

Mainboard: AGP und PCI-Express

Erst nach der Wahl des Prozessors stellt sich die Frage nach dem richtigen Mainboard. Bei einer Neuanschaffung von Hauptplatine und Grafikkarte empfiehlt es sich, gleich auf den "PCI Express" umzusteigen. Denn dabei handelt es sich um den neuesten Standard für Grafik- und Erweiterungskarten, der früher oder später die noch weit verbreitete "AGP"- und "PCI"-Schnittstelle ablösen wird. Bei den Mainboards beschränken wir uns deshalb auf Chipsätze für die aktuellere Technologie.

Da Erweiterungskarten ganz im Gegensatz zu Grafikkarten für PCI Express zurzeit noch spärlich gesät sind, verfügen die meisten Mainboards noch über die altbewährten PCI-Anschlüsse. Die Anbindung von Grafikkarten via PCI Express erfolgt mit 16-facher Geschwindigkeit, sprich "PCI Express x16". Für zwei Grafikkarten ausgelegte Mainboards verfügen also auch über die entsprechende Anzahl von Schnittstellen.

Chipsatz und Ausstattung machen den Preis

Der Preis eines Mainboards hängt nicht bloß vom verwendeten Chipsatz ab, sondern auch davon, wie gut es ausgestattet ist. Zusätzliche Komponenten wie ein zweiter Netzwerkanschluss oder eine Wireless-LAN-Karte bedeuten auch zusätzliche Kosten. Eine integrierte Soundkarte gehört mittlerweile schon zum guten Ton, erreicht aber nicht die Qualität einer guten Erweiterungskarte. Es sei denn, das Klangsignal wird direkt über einen digitalen Ausgang zur Hi-Fi-Anlage durchgeschleift. Integrierte Grafikchips sind im Grunde nur für diejenigen interessant, die ihren PC vornehmlich zum Schreiben oder zur gelegentlichen Video-Wiedergabe nutzen, da anspruchsvolle Spiele sie überfordern.



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Für ein High-End-Mainboard für Gamer
gehen schnell 200 Euro über den Ladentisch.

In der Regel sind die leistungsfähigsten Mainboard-Chipsätze leider auch die teuersten. Wer bereits viel Geld in einen schnellen Prozessor sowie eine flotte Grafikkarte investiert hat, sollte auch an der Grundlage nicht sparen. Denn eine langsame Hauptplatine kann sich wie eine angezogene Handbremse auf das gesamte System auswirken. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kühlung des Mainboards. Oftmals übernimmt diese ein kleiner, übermäßig lauter Lüfter, der den Geräuschpegel unnötig in die Höhe treibt. Nach Möglichkeit sollten man sich nach einem Modell mit einer passiven Kühlung ohne mechanische Krachmacher umsehen.

Qual der Wahl

Während in puncto Prozessoren-Hersteller meist ein einfaches "Entweder-Oder" ausreicht, sieht sich der Mainboard-Käufer mit einer weitaus größeren Auswahl von Platinen- und Chipsatz-Produzenten konfrontiert. Zu den bekanntesten gehören Nvidia, Intel, Via, Ati und Sis. Unter Spielern hat sich mittlerweile der nForce von Nvidia etabliert, der auch zwei "SLI"-Grafikkarten unterstützt. Das konkurrenzfähige Gegenstück von Ati, der Xpress, kann in der "Crossfire"-Variante ebenfalls zwei Grafikkarten verkuppeln. Bestimmte Intel-Chipsätze wie der 975X und P965 pflegen ebenfalls den Umgang mit der Ati-Technik.


Bei der dreidimensionalen Aufgabenverteilung legen
sich die neuesten Grafikkarten nicht mehr fest.

Grafik

In unserem ausführlichen Einkaufsberater gehen wir näher auf das aktuelle Grafikkarten-Angebot ein. Grob lassen sie sich in die Kategorien "High-End", "Mittelklasse", "Mainstream" und "Low-End" einteilen. Preis, Stromverbrauch und Leistung verhalten sich meist analog zu dieser absteigenden Reihenfolge. Noch reicht die Anbindung per AGP 8x selbst für sehr schnelle 3D-Boliden aus, doch das könnte sich aufgrund der rasanten Entwicklung auf dem Grafikkartensektor in Zukunft schnell ändern. Ähnlich den PC-Prozessoren ist die Geschwindigkeit nicht bloß von den Taktfrequenzen abhängig, sondern auch von anderen Faktoren.

Zu den wichtigsten zählt die Menge von "Pixel-Pipelines" und "Vertex-Shadern". Die neuesten Geforce-8800-Chips von Nvidia sowie Atis kommende Radeon-X2000-Serie verzichten hingegen auf eine strikte Trennung von Pipelines und Shadern. Stattdessen setzen sie auf eine größere Anzahl voneinander unabhängiger Grafikeinheiten, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Künftige Spiele profitieren zudem von der "DirectX-10"-Unterstützung, die Microsoft derzeit jedoch nur exklusiv für Windows Vista vorsieht.


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