Augen auf beim Aufrüstungs-Kauf

Komplettsystem: Einkaufsberater PC-Hardware

Wer seinen PC aufrüsten will, steht schnell vor der Qual der Wahl: Welchen Prozessor brauche ich, welche Grafikkarte passt zu mir und was sollte mein Mainboard alles drauf haben? Doch auch beim Kauf mindestens ebenso essentieller Hardware wie Arbeitsspeicher, Festplatte, DVD-Laufwerk und Soundkarte gilt es eine Menge zu beachten. Worauf es ankommt, erfahren Sie im netzwelt-Ratgeber.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Prozessor: Einkern, Zweikern, Vierkern
  2. 2Taktfrequenz, L2-Cache, Virenschutz und Stromspartechniken
  3. 3AMD: Athlon FX, 64 X2, 64 und Sempron
  4. 4Sockel A, 754, 939 und AM2
  5. 5Intel: Core 2, Pentium Extreme Edition und Pentium D
  6. 6Pentium 4 und Celeron D
  7. 7Sockel 370, 478 und 775
  8. 8Mainboard: AGP und PCI-Express
  9. 9Chipsatz und Ausstattung machen den Preis
  10. 10Qual der Wahl
  11. ...aufklappen
  12. 11Grafik
  13. 12Arbeitsspeicher: Immer schön im Takt bleiben
  14. 13Timings und Dual Channel
  15. 14Festplatte: Kapazität, Cache und Geschwindigkeit
  16. 15RAID
  17. 16DVD-Laufwerk und -Brenner
  18. 17Soundkarte
  19. 18Die richtige Hardware für Ihre Bedürfnisse

Prozessor: Einkern, Zweikern, Vierkern

Bei der Wahl des passenden Prozessors, auch CPU genannt, wird die grundlegendste Entscheidung beim Bau eines PCs getroffen. Denn dieser bestimmt nicht nur die Leistung des fertigen Systems, sondern zum Teil auch, welche weiteren Komponenten überhaupt eingebaut werden können. Dazu gehören unter anderem das Mainboard und der Arbeitsspeicher. Seit 2005 müssen sich Käufer zusätzlich noch mit dem Begriff "Dual Core" herumschlagen. Dabei handelt es sich um Prozessoren, die im Gegensatz zu den herkömmlichen "Single Core"-Modellen aus zwei CPUs oder "Kernen" bestehen.

Ein solcher "2-in-1-Prozessor" kann parallel ablaufende Vorgänge, zum Beispiel mehrere gleichzeitig aufgerufene Programme, ohne größere Geschwindigkeitseinbußen bewältigen. Noch profitiert aber nicht jede Software von einer CPU mit zwei Kernen, wenn die entsprechenden Optimierungen fehlen. So kann es etwa bei Spielen vorkommen, dass ein günstigerer Ein-Kern-Prozessor mit höherem Takt letztendlich mehr Leistung bringt. Allerdings nutzen immer mehr Games und Programme das zusätzliche Leistungspotenzial eines Mehrkern-Prozessors. Mittlerweile sind sogar schon "Quad Core"-Lösungen mit vier Kernen im Handel erhältlich.


Quad Core: "Echte" Vierkern-Prozessoren fürDesktop-PCs hat derzeit nur Intel zu bieten.
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Taktfrequenz, L2-Cache, Virenschutz und Stromspartechniken

Es wäre zwar am einfachsten zu merken, doch eine höhere Taktfrequenz macht noch keinen flotteren Prozessor. Denn auch der "Bustakt" sowie der so genannte "Level-2-Cache" tragen maßgeblich zur Leistungsausbeute bei. Letzterer besteht aus einem besonders schnellen Zwischenspeicher, der kleinere Datenmengen und Befehle aufnimmt, um Programmen zu mehr Geschwindigkeit zu verhelfen. Je mehr davon bereitsteht, desto besser. In der Regel besitzen langsamere und genügsamere CPUs weniger als 512 Kilobyte L2-Cache.

Verfügt ein Prozessor über ein so genanntes "Non-Executable-Bit" oder "NX-Bit", wird die Ausführung von potenziell gefährlichem oder schädlichem Programmcode verhindert, zum Beispiel bei einem Virus. AMD und Intel statten ihre Prozessoren nach dem Vorbild von Notebook-CPUs zudem mit sinnvollen Stromspartechniken aus - "Cool'n'Quiet" und "Enhanced SpeedStep". Trotz der unterschiedlichen Bezeichnungen ist die Funktionsweise im Grunde gleich: Wird wenig Leistung benötigt, taktet der Prozessor herunter, während er bei anspruchsvolleren Anwendungen wieder voll aufgedreht. Kleinere Zwischenschritte sind ebenfalls möglich.

AMD: Athlon FX, 64 X2, 64 und Sempron

Im Gegensatz zu Mitbewerber Intel macht es AMD den potenziellen Käufern relativ leicht: Der teure "Athlon 64 FX" steht für maximale Leistung, der "Athlon 64 X2" für zwei Kerne und der "Athlon 64" markiert die leistungsfähige Mittelklasse. Daneben liefert der "Sempron" zwar die geringste Geschwindigkeit, aber auch den niedrigsten Preis. Außerdem gilt: je höher die Prozessornummer, desto höher die Leistung. Allerdings verhält sich die Bezeichnung nicht analog zur Taktfrequenz. Ein "Athlon 64 X2 6000+" etwa bringt es auf gerade mal 3.000 Megahertz.

Sockel A, 754, 939 und AM2

Mittlerweile gehören der "Sockel A" und "754" zum alten Eisen und auch das Ende des "Sockel 939" ist bereits absehbar. Doch es spricht natürlich nichts dagegen, einen Prozessor mit einem älteren Sockel gegen einen schnelleren einzutauschen. Beim Kauf eines Einkern-Athlon-64 für den "Sockel 939" sollte man darauf achten, vom Händler eines der neueren Modelle zu erhalten. Da diese im 90-Nanometer-Verfahren gefertigt und mit niedrigerer Spannung betrieben werden, verbrauchen sie weniger Strom und lassen sich besser übertakten. Zudem verfügen sie über den SSE3-Befehlssatz, der bei bestimmten Anwendungen für einen weiteren Leistungsschub sorgen kann - sofern denn unterstützt.

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