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16.01.2006
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Marketing mit Coolness-Faktor

Kommentar: Kann man Apple noch trauen?

Sicherheit

Steve! Steeeeeeve! Hör mal, so geht das aber nicht! Dein komisches Musikprogramm iTunes funkt nach Hause - findest du das nicht unangenehm? Ein wenig peinlich ist das ja schon, oder? Gerade, wenn man sich als Alternative zu Microsoft etablieren möchte. Und wieso sind Intel-Prozessoren auf einmal doch besser als PowerPCs? Also, Herr Jobs, da besteht aber jetzt Erklärungsbedarf. Die netzwelt schreibt deshalb erst einmal eine etwas hämische Meldung. Und erklärt, wie man iTunes den Mund verbietet.

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Privatsphäre im Web ist eine Illusion. Überall lauern Datengeier, die immer mehr Informationen über die Anwender sammeln wollen. Websites, die sich über Cookies merken, welche Surfgewohnheiten man hat, Betriebssystem-Hersteller, deren Software nach Hause funkt, Suchmaschinen, deren Tools sich ohne Internet kaum noch bedienen lassen, Webshops, die ständig "passende Angebote" offerieren und jetzt auch noch die Musik-Maschine Marke Apple.

Mach mir den Spion, Baby!

Ja, genau: Apple telefoniert nach Hause. Die wohl coolste Computermarke der Welt macht das, was der wohl uncoolste Software-Hersteller Microsoft schon seit Jahren tut: Sie telefoniert nach Hause. Genauer gesagt das Musik-Programm iTunes, Freund und Helfer eines jeden iPod-Besitzers. Seit Version 6.0.2 besitzt iTunes den sogenannten "Mini-Store", ein iTunes-Musicstore-Fenster, das permanent geöffnet ist. Sehr geschäftstüchtig von Apple, zumal in diesem Fenster immer Angebote passend zum Musikgeschmack offeriert werden. Möglich wird das, indem iTunes die Musikstücke in der iTunes-Bibliothek ausliest und diese Daten zum iTunes-Store übermittelt.

Das Ganze sieht dann so aus, dass Microso... Verzeihung, die Gewohnheit: Apple im Grunde sehen kann, was der Anwender gerade hört. Startet man einen Song von Madonna, füllt sich der Mini-Store auf wundersame Weise mit Madonna-Titeln. Das klappt bei jedem Künstler, den Apple im Programm hat, andernfalls wird eben allgmeine Werbung für irgendwelche Artikel im Store eingeblendet. Dabei sieht es so aus, als übertrüge iTunes ausschließlich die Künstlernamen - nicht viel, aber immerhin etwas, das ausreicht, um die Fachpresse in Aufruhr zu bringen.

Miniminimini-Store

Es freilich fraglich, ob diese Informationen ausreichen, um den User "auszuspionieren", wie es in manchen Foren heißt. Dennoch: Itunes-Anwender sind verärgert, schon wurden erste Fragen nach einem Downgrade laut, das die iTunes-Version 6.0.1 wieder auf den Rechner bringt. Das allerdings ist eine Panik-Reaktion, denn der funkende Mini-Store lässt sich mit zwei Mausklicks ausschalten: Im Datei-Menü auf "Bearbeiten -> Mini-Store ausblenden" klicken, fertig.

Das Musicstore-Problem scheint aber nur die Spitze des Eisbergs zu sein, der sich bei genauerer Überlegung zum Thema Apple auftut. So hat sich Apple in den vergangenen drei Jahren perfekt als die Alternative zu Microsoft inszeniert. PowerPC statt x86, Mac OS X statt Windows und immer schön gegen das Establishment. Irgendwie hat es Apple sogar hinbekommen, den Musicstore als Ergänzung zum iPod zu etablieren und jeder Anwender, der einen iPod besitzt, darf das Gefühl haben, Teil einer kleinen, coolen Minderheit zu sein. Einer coolen Minderheit von etwas über 70 Prozent der MP3-Player-Besitzer weltweit.


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Anonym, am 16.01.2006 20:26

Ich kann mir nicht helfen, aber ihr seid die erste _Redaktion_ die extrem zu trollen anfängt. Wen außer den für Einkaufsstrategie verantwortlichen Manager bei Apple interessiert das (abschaltbare) Musikverhalten?

Richtig, niemanden.

Es ist nocht nichteinmal das "falsche Instrument" zur Gewinnung von Userdaten. Eine versteckte RAW-Daten-Spionage, wie sie im Media Player zu finden ist, ist damit nicht vergleichbar.


Anonym, am 16.01.2006 20:29

...um hinzuzufügen:

Als langjähriger Leser eurer News muss ich sagen: Bye, Johnny. Ich suche mir ein Magazin, welches nicht permanent versucht, mir (eigenständig denkendem Windows UND OSX-User) eine Meinung unterzujubeln.

Ihr habt mich wirklich enttäuscht. :(


Peter, am 16.01.2006 20:33

Mich hat die ganze MAC Kiste noch nie so richtig vom Hocker gehauen. Es ist zwar alles alles ganz nett und bunt, aber nicht wirklich profisionell und ausbaufähig, es sei denn man möchte viel Geld ausgeben.
Der Bericht ist zwar frech, was ja auch recht schnuckelig ist, die politischen Vergleiche sind allerdings ein wenig über das Ziel hinaus geschossen und fehl am Platz. Hier geht es schließlich um ein Unternehmen das Rechner und Mp3-Player verkauft, und nicht um ein Regime mit politischen Hintergründen (Irak und DDR).
Also, beim nächstem mal, sollten Sie den Ball etwas flacher Halten Herr Rentrop. Einen schönen Tach noch.


Hans, am 16.01.2006 20:36

jetzt sei doch nicht so traurig...


Neither, am 17.01.2006 07:55

Ja, mein Gott! Netzwelt hat es gewagt einen kritischen Artikel über Apple zu schreiben - so eine Unverschämtheit kann ja nur mit zukünftigem und absolutem Nichtlesen geahndet werden!!!

Am besten noch das Schäufelchen wegschmeißen, sich auf den Boden werfen und ganz laut schreien.
Und nicht vergessen sich dabei noch die Ohren zuzuhalten damit man nicht mehr hört was Mama und Papa sagen...

Kinder, Kinder...


Neither, am 17.01.2006 07:59

Nun, ähnliche Verhaltensweisen wurden anderen Firmen immer extrem übel angekreidet - in fast der gesamten Computer-Presse.
Das ausspähen solcher Kundendaten mag Dich nicht interessieren oder stören - andere wohl schon.

Und doch:
Ich kann keinen wirklichen Unterschied in diesem zum MediaPlayer sehen - beide Arten finde ich schlimm.

PS. Falls der Kommentar von Netwelt "Trollerei" ist - was sind denn dann Deine Beiträge hier?


Neither, am 17.01.2006 08:02

Ein interessanter Kommentar, ehrlich!

Vielleicht stellenweise etwas unnötig harsch, aber gut durchdacht und in einigen Punkten sehr treffend.

Und immer daran denken: Mit Kritik an Apple macht man sich unter eingefleischten Mac-Benutzern nicht gerade Freunde ;-)

...ach und nein: Ich mag Microsoft überhaupt nicht. Apple hingegen finde ich trotz allem genial!


wintermute, am 17.01.2006 08:42

Hi Leute, um Gottes Willen Leute müsst Ihr aus allem gleich eine Religion machen...!? Euer Artikel ist sowas von daneben... ich bin selbst Mac und PC Anwender benutze zuhause nur den Mac.. und jetzt zu der neuen Funktion in iTunes... nun ja der ITMS weiß was ich für Musik höre... au weia... mein Nachbar weiß das auch... zudem wird vom iTunesMusicStore gesagt, daß diese Daten nicht gespeichert werden... zudem was ist denn das für eine Polemik in dem Artikel... wir leben nicht im Irak und auch nicht in der DDR...und ich denke wohl kaum, daß ich dafür erschossen werde wenn ich die falsche Musik höre. Ich finde es ganz gut wenn jetzt Intel Prozessoren in den neuen Mac´s sind... aber letztendlich ist mir das auch so ziemlich egal Hauptsache das System läuft stabil und virenfrei.
Zudem noch die neue Funktion MiniStore in iTunes integriert sehe ich auch als Vorteil an, denn sobald ich einen Song spiele, weiß ich gleich ob von diesem Künstler auch noch andere bzw. neue Alben im ITMS verfügbar sind... und wenn es mich stört kann ich diese Funktion auch abschalten.
Ihr redet hier von Datenschutz und hier muß man sich registrieren um einem Kommentar zu schreiben und persönliche Daten hinterlassen...ist doch ein bißchen Doppelmoral oder was !??


Neither, am 17.01.2006 10:05

Zur angeblichen Doppelmoral:

Es ist NICHT notwendig sich zu registrieren um hier schreiben zu können.
Abgesehen davon, daß das wohl nichts mit dem Thema Datenschutz zu tun hat.


pixel, am 17.01.2006 12:10

ach, was liest man denn da von der sonst so apple-freundlichen netzwelt-redaktion? ist da jemand aus seinem dornröschen-schlaf erwacht um die echte welt zu sehen?

aber schön geschriebener kommentar, auch wenn die irak- und ddr-anspielungen grenzwertig sind. aber ok, ist nur ein ironischer kommentar. ist ok soweit, kann man machen.

btw: auf den intel-macs kann man auch vista ohne probleme installieren. und wenn es die hacker schaffen, OSX auf windows-rechnern laufen zu lassen, hat jeder die freie wahl zwischen OS und system. das werden schöne zeiten, wenn der user die wahl zwischen gates und jobs hat. der eine ist nicht besser als der andere, aber man kann sich dann das beste von jedem nehmen.


Anonym, am 17.01.2006 16:20

Kann man das "Nach-Hause-telefonieren" nur ausblenden? Denn ausblenden ist nicht gleich auschalten...


Tweek, am 18.01.2006 10:29

Zitat:

Netzwelt hat es gewagt einen kritischen Artikel über Apple zu schreiben - so eine Unverschämtheit kann ja nur mit zukünftigem und absolutem Nichtlesen geahndet werden!!!


Riiiiischtiiiiisch!

Zitat:
Ihr redet hier von Datenschutz und hier muß man sich registrieren um einem Kommentar zu schreiben und persönliche Daten hinterlassen...ist doch ein bißchen Doppelmoral oder was !??


Wenn Du in den News-Diskussionen bleibst, dann brauchst Du Dich nicht registrieren...

Zitat:
auf den intel-macs kann man auch vista ohne probleme installieren.


Nein, tut es nicht, siehe: http://forums.macnn.com/showthread.php?t=281987


Anonym, am 21.01.2006 16:35

Also Punkt 1: Der iZunes ministore übeträgt NUR den Künstlernamen. Und allein mit dieser Iformation kann Apple nichts anfangnen, nicht einmal wenn sie sie speichern WÜRDEN.
Punkt 2: Es reicht EIN Klick um den ministore auszuschalten - rechts unten auf das !"ministore ausblenden"-symbol - und darauf wird beim ersten Start der Software hingewiesen.

Also BITTE nicht aufregen, es hat ja doch keinen Sinn...


Tweek, am 23.01.2006 11:19

Zitat:

Es reicht EIN Klick um den ministore auszuschalten - rechts unten auf das !"ministore ausblenden"-symbol - und darauf wird beim ersten Start der Software hingewiesen.

Bei mir hat der da aber nichts hingewiesen... ;-)

Zitat:
Also BITTE nicht aufregen, es hat ja doch keinen Sinn...

Wieso? Doch, eigentlich schon, wehret den Anfängen oder anders gesagt: Was Apple da mit seinem iTunes treibt, erinnert doch schwer an MS und seine IE-Strategie :-D


locke der boss, am 05.02.2006 10:12

In dem Falle heißt ausblenden schon abschalten. blende ihn aus. das reicht.
für die checker!!: unten rechts ist ein button, mit dem könnt ihr ihn schneller, einfacher ausschalten.

grundsätzlich finde ich es scheisse, dass iTunes nach hause telefoniert.
ABER: Man kann es durch einen buttondruck ausschalten.
Ich aber benutze den ministore gelegentlich, um zu schauen, wie die lieder von meinem neuen album bei anderen leuten ankommen. dann höre ich mir besagte an, und zieh sie auf meinen ipod.
wie auch bei vielen anderen gelegenheiten stört mich hier, dass ich nicht einstellen kann, was ich sehen will, wenn ich den ministore öffne.
aber das ist bei windows auch nicht besser, wenn nicht noch schlimmer.

interessanter artikel, zu irak etc.:da musste halt einer mal seine allgemeinbildung präsentieren. nicht schlimm.
ansonsten lese ich solche artikel immer wieder gern.

noch was: apple ist scheisse, weil sie das firewire ausm ipod rausgenommen
haben
ich hab doch keinen bock wie die ganzen windoof user nur mit usb rumzuspacken.

seid gesegnet, euer checker


Tweek, am 06.02.2006 09:14

Zitat:

noch was: apple ist scheisse, weil sie das firewire ausm ipod rausgenommen
haben
ich hab doch keinen bock wie die ganzen windoof user nur mit usb rumzuspacken.

Ich befürchte, da wird Dir nichts anderes übrig bleiben. Zumal auch noch viel anderes Zubehör mit dem video nicht mehr will. Ich für meinen Teil werd' deshalb auch schön bei meinem 4G color bleiben :-)


enttäuschter leser, am 13.02.2006 19:40

wer die proprietären wma und wmv nutzt, kann sich wohl kaum über mangelnde unterstützung seitens des direkten konkurrenten oder protected aac beschweren... gegen lockeres DRM, wie apple es praktiziert, hab' ich nichts einzuwenden...
abgesehen davon muss man sich nicht mit geschützten aac dateien herumschlagen, wenn man nicht im "ach so schrecklichen" iTMS einkauft.
aac ist nunmal dem veralteten mp3 überlegen, aber wieso bieten noch nicht alle portable musikspieler die möglichkeit meine aacs abzuspielen ?

hmmm, am besten ich schreibe auf die schnelle einen trollenden artikel und stelle user des betreffenden herstellers pauschal als dumme mitläufer und trendhinterherhechler dar...

die itunes 6.0.2. panne beweist mal wieder das man wegen jeder kleinigkeit, von den neidern auf die fresse kriegt...natürlich auch zu recht von den eigenen "anhängern", die im gegensatz zum im artikel erweckten eindruck ganz und gar nicht damit einverstanden waren und/oder sich "jeden schei** andrehen lassen"

dass ein softwarehersteller dieser größe seine eigenen formate und dienste (iTMS) in seine applikationen einbettet, ist gang und gebe und mehr als nur verständlich, die negative hervorhebung im kommentar einfach nur lächerlich...

zum thema "PPC gegen intel chip" und "lügen-steve":
die argumentation des autors ist schlüssig, wenn:
- pentium I, II, III und IV als auch pentium M die gleichen baulichen charakteristiken in sich vereinen (tip: dem ist nicht so...)
- IBM es geschafft hätte rechtzeitig einen G5 in portable macs zu bringen
- die Yonahs nicht stromsparender/ ökonomischer wären als vergleichbare IBM prozessoren (Performance per Watt Yonah vs. G5)
- der autor nicht tasachen wie bspw. getätigte aussagen von jobs vereinfachend und somit verfälschend darstellen würde

anyways:
dass jobs kein heiland ist, werde ich jetzt mal heulend und völlig überrascht zur kenntnis nehmen, dennoch werde ich nachwievor sehr viel freude an meinem absolut untermotorisiertem iMac G5 mit aufgeblasenem (und vorallem mit fiesen dot.mac funktionen vollgestopften) OS X haben.
der OS-WAR wird durch solche "kommentare" jedenfalls schön weiter am leben erhalten, da sich, zumindest in diesem fall, ein großteil der apple user (völlig zu recht) angegriffen fühlen dürften...
danke netzwelt.

ihr seid echt cool.


Tweek, am 02.03.2006 11:29

Zitat:

dass jobs kein heiland ist, werde ich jetzt mal heulend und völlig überrascht zur kenntnis nehmen, dennoch werde ich nachwievor sehr viel freude an meinem absolut untermotorisiertem iMac G5 mit aufgeblasenem (und vorallem mit fiesen dot.mac funktionen vollgestopften) OS X haben.

Dann mal viel Spaß :-)
Zitat:
danke netzwelt.

ihr seid echt cool.

Bittebitte :-) Keine Ursache!


skuld, am 04.12.2006 01:13

Ich hab mich sowieso schon lange gefragt wie das angehen kann: ich kauf mir einen PC oder Mp3player oder was auch immer und werde zum Dank dafür ausspioniert werd gezielt mit Werbung zugemüllt Briefkasten und/oder Emailpostfach ist voll etc pp.
Das irgendwelche geldgeilen Werbe und Marketingfirmen über meine Hobbies etc pp Bescheid wissen. Also wenn ich etwas legal erwerbe und natürlich teuer erkauft hab, dann will ich von Werbung usw. net mehr belästigt werden und schon gar nicht mich aussspionieren lassen.

Und bin ausserdem auch noch Betatester für eine Software die ich zuerst mal für teuer Geld kaufen muss damit ich sie benutzen darf....aber dennoch muss ich mit Leben das sie meine Daten willkürlich benutzen, oder mir Viren und Malware zuschanzen, bzw. ich eigentlich nur Beta Tester oder generell nur der Tester bin, mit dem man dann machen kann was man will oder wie? ....also da iss echt was faul.

Und nur weil MS das macht heißt das noch lange nicht das die anderen Firmen das nicht machen dürfen, es macht garantiert jede Firma, JEDE! Sonst würden die ja nix verdienen!

:guns: :guns:


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