Nicht nur die Namen ähneln sich, sondern auch die inneren Werte
D-Link: Mit HorstBox gegen Fritz!Box
DSL-Hardware und Technik
DSL-Router hören oft auf kryptische Bezeichungen. D-Link vermeidet das und nennt sein neuestes Modell einfach "HorstBox" anstatt "DVA-G3342SB ADSL VoIP IP-PBX". Gute Idee, jedoch ist der Name vielleicht nicht besonders glücklich gewählt. Er klingt nicht nur ähnlich wie der der Fritz!Box, auch die Leistung der Geräte ähnelt sich. D-Link legt sogar noch eine deutliche Schippe drauf, lässt sich das allerdings auch mit barer Münze bezahlen.
"Die HorstBox wurde komplett in Deutschland für den Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickelt", erzählt Monica Reccius von D-Link. "So hatten wir die Möglichkeit, auch auf den Namen Einfluss zu nehmen." Reccius befürchtet nicht, dass sich der ungewöhnliche Name negativ auswirken könnte, "denn schließlich haben wir nur wegen des Namens schon viel Aufmerksamkeit bekommen".
Ungleiche Brüder: Horst und Fritz
Neben dem Getue um den Namen drohen die inneren Werte des Horsts fast unterzugehen, obwohl sie sich wirklich sehen lassen können: Die HorstBox vereint DSL-Modem mit ADSL2+-Fähigkeit, WLAN 802.11g mit aktueller Sicherheitstechnik, Firewall und vier LAN-Ports und eine Telefonanlage, die mit je acht ISDN- und SIP-Anschlüssen umgehen kann. Außerdem lassen sich zwei analoge Telefone und ein Fax anschließen; an einem USB-2.0-Anschluss finden Drucker oder Festplatte Anschluss.
Die Telefonanlage basiert auf der Open-Source-Lösung Asterisk. Neben VoIP, dessen Daten die HorstBox priorisiert, können Gespräche aber auch über das Festnetz geführt werden, interne Gespräche sind natürlich auch möglich. Die HorstBox soll ab dem Ende des ersten Quartals lieferbar sein und laut Preisempfehlung 450 Euro kosten.
Teurer, aber auch besser?
Damit kostet die HorstBox doppelt so viel wie die Fritz!Box. Allerdings müssen Besitzer der Fritz!Box auch auf einige Funktionen verzichten. Und auch von der Gehäuseanmutung richtet sich D-Link eher an professionellere Anwender. "Wir möchten die HorstBox auch als subventionierte Hardware über die DSL-Provider verkaufen", sagt Reccius, "wir stehen momentan auch in Verhandlungen mit verschiedenen DSL-Providern".
In der Praxis wird Horst zeigen müssen, ob er halten kann, was er auf dem Papier verspricht. Denn der Konkurrent Fritz besticht auch durch seine einfache Bedienbarkeit und Administrierbarkeit. Ein Test auf der netzwelt wird demnächst Klarheit bringen.
Jetzt sind Sie dran.
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