Unknackbar? - Kopierschutz bei HD-DVD und Blu ray Disc
Blu-ray: Schnüffelprogramme überwachen Datenstrom
Die AACSLA will den Kopierschutz-Standard AACS, der derzeit in Version 0.9 vorliegt, sogar noch verfeinern: Laut einer Meldung von Heise.de plant AACS in einer späteren Version des Kopierschutzes sogar eine Erweiterung, die es durch Tricks bei der Wiedergabe unmöglich macht, Filme mit einer Kamera von zum Beispiel von der Leinwand abzufilmen.
Nur bei Blu-ray kommt außerdem zusätzlich zu AACS ein weiteres Kopierschutzverfahren namens BD+ zum Einsatz: Dabei handelt es sich um ausführbare Programme, die ständig den Datenstrom überwachen. Sobald das Gerät irgendwelche Manipulationen registriert, bricht es die Wiedergabe ab. Dabei soll auch dieser Kopierschutzmechanismus erneuerbar sein: Findet irgendjemand einen Weg den Kopierschutz zu knacken, können die Kopierschützer einfach das Überwachungsprogramm wie einen Viren-Scanner updaten.
Ebenfalls nur auf BDs wird das so genannte ROM-Mark gebrannt werden. Dabei handelt es sich um eine Art Wasserzeichen, das die illegale Herstellung von BDs im großen Stil verhindern soll: Nur die Maschinen lizensierter Hersteller sollen das ROM-Mark aufbringen können, das nötig ist, damit ein Blu-ray-Player eine Scheibe liest.
Gates kritisiert Blu-ray-Kopierschutz als "anti-consumer"
Soviel Kopierschutz geht sogar Microsoft zu weit: In einem Interview nannte Bill Gates die Blu-ray-Technologie "anti-consumer" - also nicht im Sinne der Verbraucher. Auch aus diesem Grund wird Windows Vista HD-DVD unterstützen. Doch auch deren Kopierschutzmechanismen reichen aus, um PC-Nutzer zu verärgern: Wer einen HD-DVD-Film auf einem PC sehen möchte, wird voraussichtlich nicht nur ein entsprechendes Laufwerk, sondern auch eine neue Grafikarte und ein neues Mainboard kaufen müssen. Mehr zur Wiedergabe von HD-DVDs und BDs auf PCs erfahren netzwelt-Leser in einem weiteren Artikel, der in den kommenden Wochen erscheinen wird.
Während Microsoft ins HD-DVD-Lager wechselte, fand Blu-ray gerade wegen der rigoroseren Kopierschutzmechanismen bei den Hollywood-Studios mehr Unterstützung. Je sicherer das DRM-Gefängnis ihrer Produkte ist, desto lieber ist es offenbar den Filmunternehmen.
DVD-Jon sagt AACS den Kampf an
Ob die Kopierschutzmechanismen allerdings tatsächlich so sicher und unknackbar sind wie es scheint, wird sich zeigen. Jon Lech Johansen jedenfalls hat den Kopierschutzmechanismen der nächsten Generation bereits den Kampf angesagt: Laut seinem Blog hat der Norweger bereits die Domain deaacs.com registriert.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 25 Beiträge
Es geht bereits los: http://www.heise.de/newsticker/meldung/75086
Eigentlich handelt es sich ja hier bei um einen äußerst unfären Kampf. Unterbezahlte zum Teil auch unkreative Programmierer vs. einer Überzahl von Jungen kreatieven und meist auch hoch motivierten "Hackern"....
Jon - all the best for the hack!!!
jo, das denk ich auch. obwohl ich sagen muss, en bissel angst macht mir der AACS rotz schon, knackbar ist er, aber unter welchem aufwand/bedingungen für den normalo user. ich vertrau einfach mal...
2^128 oder 3,4*10^38 mögliche Schlüssel sollen unmöglich sein. da lache ich ja XD dachte man bei wlan füher auch mal lol Zitat: 1:1-Kopien der DVD-Nachfolger werden nach dem...