Verkehrte Netzwelt: Die albernsten Computer-Klischees in Film und Fernsehen

Platz 8: Macs und PCs

Überhaupt scheinen Macs die bevorzugten Rechner in Hollywood-Produktionen zu sein. So ist das Internet-Café irgendwo im letzten Winkel der Dritten Welt im Film "The Beach" komplett mit iMacs ausgestattet. Auch ganze Staffeln von "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", "Buffy" und "24" sind mit Macs ausgerüstet. Besonders beliebt sind die bunten Knubbel-iMacs, die auch schon in IKEA-Katalogen zu ihren Ehren kamen. Sie sehen so außerirdisch aus, dass sie selbst im Film "Men in Black 2" in einer intergalaktischen Höllenmaschine verwendet werden.

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In amerikanischen Serien sind selbst Krankenhäuser und Großraum-Büros mit Macs ausgestattet, egal ob "Catwoman" oder "Emergency Room", Steve Jobs würde wohl vor Freude weinen, wenn der wirkliche Marktanteil von Macs dem in Film und Fernsehen entspräche. Bill Gates dagegen könnte einpacken. Nicht zu vergessen ist dabei, dass die Guten meist Macs nutzen, während sich Bösewichte mit Windows oder sogar dem unsichtbaren Betriebssystem aus Punkt neun herumärgern müssen. Linux gibt es in Filmproduktionen nicht, bestenfalls Unix-Systeme mit der Oberfläche von Mac OS 9.

Platz 7: Abstürze und die Folgen

Vermutlich ist auch die Verwendung von Macs oder Mac OS der Grund dafür, dass die Rechner nie abstürzen, in Sekundenschnelle hochbooten und jede Eingabe direkt und nach Wunsch des Anwenders abwickeln. Rechner stürzen nur dann ab, wenn es für den weiteren Handlungsverlauf wichtig ist. Dabei gehen immer sämtliche Daten und meist auch die Hardware kaputt, ein Hollywood-Absturz äußert sich nicht als normaler Bluescreen oder eine Kernel-Panik, sondern wirkt wie ein Sturz aus dem 67. Stock, nachdem der Rechner mit Benzin übergossen, angezündet und von ultrastarken Elektromagneten bearbeitet wurde. Der Rechner ist Schrott, wenn er abstürzt. Und meistens fängt er zu allem Überfluss noch an zu brennen. Bill Gates wäre bestimmt kein Multi-Milliardär, wenn dieses seltsame Verhalten den Tatsachen entspräche.

Platz 6: Das Wunder der Tastenbeschriftung

Egal, wo auf der Welt James Bond sich an einen Rechner setzt, das Gerät wird immer eine englische Benutzerführung samt englischer Tastatur haben. Vereinfachtes Chinesisch? Nie gehört. Und wenn die islamistischen Nazi-Kommunisten aus Kasachstan sich ausstatten lassen, greifen sie immer zu modernster Technologie aus Amerika. Internationalisierungen sind ein Graus und wenn der Rechner dann doch einmal nicht in Englisch geführt wird, dann doch mindestens frei von jeder Form von Beschriftung.

Tastenbeschriftungen sind im Ausland eben out, aber was soll's, die verwirren ohnehin nur. Das Gleiche gilt übrigens auch für Großrechner: Die haben Tausende von blinkenden Knöpfen, von denen nicht ein einziger beschriftet ist - die Ingenieure, die diese Höllenmaschinen meist in Bataillonsstärke bedienen, müssen Genies sein, denn der normale Durchschnitts-Anwender scheitert oft schon an der vierten unbeschrifteten Maustaste oder am Menü der Digitalkamera.

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Zitat: Woher willst du das mit dem Windows-Desktop wissen? Schonmal was von LiteStep o.Ä. gehört? ;) Oder hiervon:...

Woher willst du das mit dem Windows-Desktop wissen? Schonmal was von LiteStep o.Ä. gehört? ;)

Leider ist es so, dass viele Leute immer noch(!) an die Hyperkompatibilität glauben. So fragen Kunden gerne, wieso es denn 4 Mannwochen kostet, mal eben zwei Programme zu "koppeln"; gern auch mit dem Hinweis, dass es...

Zitat: Leider basiert er auf einem grundlegenden Logikfehler: Es geht hier um Fiktion, ggf. die Wortdefinition mal nachschlagen. Das war mir durchaus bewusst. Aber ich habe mir...

Hallo, zunächst mal das Lob: Der Artikel ist sehr kurzweilig und unterhaltsam geschrieben. Leider basiert er auf einem grundlegenden Logikfehler: Es geht hier um Fiktion, ggf. die...

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