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13.01.2006
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Was Hollywood uns vorgaukelt

Verkehrte Netzwelt: Die albernsten Computer-Klischees in Film und Fernsehen

Sicherheit

Computer in Filmen - oft genug scheinen die Filmemacher mit der Technik auf Kriegsfuß zu stehen. Statt einer realistischen Darstellung greifen Regisseure und Drehbuchautoren lieber nach einem Ideal des Computers, das jedem PC-Anwender einen Schauer über den Rücken jagt. An dieser Stelle eine kleine Top 15 der wohl albernsten Computer-Klischees in Film- und Fernsehproduktion.

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Es ist schon schauerlich, mit welchen Klischees Computer in Film und Fernsehen zu kämpfen haben. Besonders Hollywood-Produktionen sind oft eine Ansammlung von Computerlügen, die leider oder zum Glück kaum etwas mit der Realität zu tun haben. Da sprechen wildgewordene Superrechner mit Psychopathenstimme und töten Menschen, so wie HAL in "2001 - Odyssee im Weltall", oder es handelt sich um ultrakompatible Supermaschinen, die jeden Anwender träumen lassen, weil sie so weit von der Realität entfernt sind. Auch die Computer-Anwender kommen oft nicht gut weg, aber dazu später.

Platz 15: Nerds und Hacker

Den letzten Platz in der Top 15 der Computer-Klischees belegt definitiv der Computerverrückte. Zottelig, Cola trinkend und Pizza futternd vegetiert er mit seiner Brille, Modell Vietnamkrieg, in einem dunklen Raum mit lauter Bildschirmen vor sich hin, ständig darauf wartend, dass eine wichtige Person von CIA oder FBI anruft, um sich seinen Rat zu holen. Alternativ verbringt er seine Tage damit, sich in Schwierigkeiten zu bringen, indem er sich in irgendwelche Computersysteme von fürchterlich wichtigen Regierungsstellen hackt oder - natürlich rein zufällig - Akten über Vertuschungen, Verbrechen oder Korruption findet.

Die wohl schönste Darstellung dieses Klischees findet sich in der Serie "Akte X", denn wenn Fox Mulder wieder einmal dringend einen Hack benötigt, konsultiert er nicht die IT-Abteilung des FBI, sondern greift auf seine nerdigen Hacker-Freunde zurück, die in einer Art Übertragungswagen so ziemlich jeden Rechner der Welt hacken können, selbst wenn dieser nicht einmal mit dem Internet oder irgendeinem Netzwerk verbunden ist. Dabei werden ständig wichtige Akten zutage gefördert. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Tatsache, dass die Verantwortlichen der Großrechner auf der Stelle bemerken, dass sie gehackt wurden, und nicht nur das: Sie wissen auch von wem und starten sofort eine wilde Verfolgungsjagd, meist unter Einsatz von schwerem Gerät oder Auftragskillern. Wäre das in Wirklichkeit so, gäbe es wohl kaum noch Hacker und Cracker, die den Mut aufbrächten, sich mit ihrem Hobby zu beschäftigen.

Platz 14: Die Computer-Kids

Auf Platz 14 findet sich das Computer-Kid. Anders als der nerdige Erwachsene, der ständig vom Helden zu Hilfe gerufen wird, nutzt das Computer-Kind seine Begabung lieber zum Bau wilder Konstruktionen. Im Kinderfilm "Hatschipuh" von 1987 konstruiert der vorlaute Knabe eine Maschine, mit deren Hilfe er morgens geweckt wird. Das Material: ein C64 und jede Menge Fischertechnik. Dieser Typ Computer-Kind kommt in fast jedem Jugendfilm vor und ist natürlich nicht die ganze Zeit damit beschäftigt, Filesharing-Clients zu installieren und Online-Games zu zocken. Stattdessen konstruiert er - gäbe es diese Jungs in Wirklichkeit, wäre die Welt wohl ein besserer Ort.

Platz 13: Interface-Genies und unkaputtbare Notebooks

Der 13. Platz gehört den Computern selbst. Computer sind in den meisten Filmproduktionen hypergeniale, allwissende und hochgradig vernetzte Superrechner ohne Kompatibilitätsprobleme. Egal welchen Stecker oder Datenträger der Held dabei hat, es ist kein Problem, Daten darauf zu speichern. Ganze Datenbanken wandern in Sekundenschnelle auf winzige CD-Rohlinge, Minidisks oder werden via Modem per E-Mail verschickt. Natürlich gibt es nur eine einzige Programmiersprache auf der Welt, mit deren Hilfe sich selbst komplexeste Programme in kürzester Zeit kompilieren und dekompilieren lassen. Gesehen in Actionfilmen jeder Couleur.

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Xelll, am 13.01.2006 21:10

Nicht zu vergessen der Klassiker: Der Versuch Würmer und Viren grafisch darzustellen.....(z.B: Password Swordfish)
naja


Onlineredi, am 14.01.2006 00:34

Zitat:

Platz 6: Das Wunder der Tastenbeschriftung

Egal, wo auf der Welt James Bond sich an einen Rechner setzt, das Gerät wird immer eine englische Benutzerführung samt englischer Tastatur haben


Unsinn! Gerade James Bond bedient sich doch mehrfach weiblicher Hilfe, um ausländische Interfaces zu bedienen. Letztens erst wieder gesehen -> Tastatur mit asiatischen Schriftzeichen in "Die another Day"


F!, am 14.01.2006 00:59

Und hier kommt noch eins und zwar eins der häufigsten Klischees der Frühgeschichte der Computer in Film und Fernsehen (Wird auch heute noch gerne verwendet): Grundsätzlich scheinen Computermonitore besonders in älteren Filmen die Leuchtstärke eines Beamers zu haben, denn der Monitorinhalt kann immer spiegelverkehrt von der Stirn des Benutzers abgelesen werden und zwar in einer super Detailgenauigkeit.


Unregistriert, am 14.01.2006 11:43

hmm, nun lasst doch mal den Autoren und Regisseuren ihre Träume!!!
Eigentlich gehören denen die Milliarden von Herrn Gates. Sie haben die wahre Fantasie.
Denkt doch mal an die Phantasten der Vergangenheit... da Vinci, Verne...
Weit vor ihrer Zeit hatten sie Ideen. Vieles davon wurde Realität. Sie zeigen keine Wege auf... sie setzen Ziele!!!
Sollten wir nicht Filme, Bücher u.a. aus diesem Winkel sehen? Tun wir was damit diese Fiktionen der Realität näher kommen...
*hofft auf ein stets funktionierendes und kompatibles Betriebssystem*
in dem Sinne...
spy ;-)


GreasySpoon, am 14.01.2006 13:16

Zitat:

Und hier kommt noch eins und zwar eins der häufigsten Klischees der Frühgeschichte der Computer in Film und Fernsehen (Wird auch heute noch gerne verwendet): Grundsätzlich scheinen Computermonitore besonders in älteren Filmen die Leuchtstärke eines Beamers zu haben, denn der Monitorinhalt kann immer spiegelverkehrt von der Stirn des Benutzers abgelesen werden und zwar in einer super Detailgenauigkeit.


ja, das ist auch mein favorit!!!


Jan, am 14.01.2006 16:13

Independence Day ist schon immer mein Favorit. Denn bei dem Film stimmt vorn und hinten alles nicht. Der hat bestimmt 200 Logikfehler oder mehr. Aber an den Virus hab ich auch schon oft gedacht. Aber man könnte es doch erklären. Die hatten doch ein kleines Raumschiff dort gehabt schon seit 20 Jahren. Da könnten sie doch die Programmiersprache der Aliens gelernt haben und ein paar Programmierer könnten dann den Virus schreiben. Oder so ähnlich. Komisch nur das die Hauptdarsteller im Film dazu ins Raumschiff fliegen mussten. Denn gefunkt haben ja die Aliens auch und da hätte man auch einfach einen Virus senden können. Aber ich könnt mir noch Tage über den Film gedanken machen. Sinnlos!


lego, am 15.01.2006 02:09

Schöner Artikel. aber bei Independence day haben die doch ein "interface"!!!


joerg, am 15.01.2006 09:52

"können Sie das bitte heran zoomen?"
"ja natürlich, 2000x? - Es wird auch nicht pixelig. Ich verspreche es!"


alex, am 15.01.2006 11:11

... und wie sieht es damit aus, dass ich jegliche gewünschte Information über jede Firma oder Person aus dem Internet besorgen läßt. Die "Informanten" sind arbeitslos geworden, der "überraschende Anruf" kurz vor dem Ende, die "nächtelang durchwühlen von Archiven", alles durch simple und schnelle Internetrecherche ersetzt. :-)


Der Großmentor, am 15.01.2006 18:15

Ja, genau! Genau so geil war es ja schon bei "David Haselnuß" in den 80ern bei K.I.T./Nightrider: Je größer die Auflösung wird, desto genauer wird schlagartig das Bild. Lächerlich, peinlich ...


Der Großmentor, am 15.01.2006 18:25

Am schrecklichsten finde ich immer, daß jegliche Betriebssystem- oder Programmoberflächen immer durch die allergeilsten Graphiken darstellt werden. Niemals eine WINDOWS-Maske. Ebenso sieht man niemals einen Windows-Desktop (sowieso: kotz!). Downloads funktionieren über Handy-Netze oder 25K-Modems in Windeseile und der minderbemittelte Held (z.B. Sandra Bullock [?] in "Das Netz") hackt sich ohne weitere Vorkenntnisse durch das Netzwerk der Weltzerstörer. Schade, dass man nie sieht, dass so ein/e Film-Computerheld/in von einer Selbstschußanlage das Hirn perforiert kriegt, bevor die Diskette voll ist ("Mission Impossible" und übleres).


Tweek, am 16.01.2006 11:49

Zitat:

Tastatur mit asiatischen Schriftzeichen in "Die another Day"


Soso... und wer bedient die? Da muss ich wohl nochmal die DVD anschmeissen :-)


Anonym, am 16.01.2006 18:03

sehr sehr nett geschrieben!!


Anonym, am 17.01.2006 10:28

Und falls die Superhacker doch nicht mehr weiterkommen, erzählt ihnen irgendein Insider etwas von einer geheimnisvollen "Backdoor", mit der man durch Eingabe von 2 Kommandos das ganze System im Griff hat.


blauer72, am 17.01.2006 16:36

Toll finde ich auch die Email. Der Bildschirm leuchtet sehr hell die Buchstaben sind Hände gross.

Besonders in den 80er glaubte man der Computer kann wirklich alles


blauer72, am 17.01.2006 16:43

Wer kennt den Film "lisa der helle wahnsinn".


Tweek, am 18.01.2006 10:18

Zitat:

Wer kennt den Film "lisa der helle wahnsinn".


Ist das der, wo die zwei Zahnspangen-Trottel sich mit ihrem C64 eine 80er-Schönheit in die Realität rendern? :-D

Der ist sowas von schlecht...


Anonym, am 18.01.2006 11:29

Ganz vergessen wurden die Geräusche, die die Computer ständig von sich geben. Die Ausgabe einer Datei auf dem Bildschirm erfolgt Zeichen für Zeichen und wird mit dem Sound einer Schreibmaschine unterlegt. Und jeder Tastendruck wird mit einem Piepsen registriert, wobei ein normaler Anwender glatt wahnsinnig werden würde.


Onlineredi, am 18.01.2006 15:27

> Soso... und wer bedient die? Da muss ich wohl nochmal die DVD anschmeissen

Die asiatische Ische, die er dabei hat.


Tweek, am 20.01.2006 10:26

... die China-Tante? Na denn... :-D

"Oinma Äntö stünksaur, büttö!"


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