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11.01.2006
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Das Warten hat ein Ende

Jetzt offiziell: Google Earth für Mac OS X

Christian Rentrop

Der vergangene Dienstagabend war für Mac-Anwender wohl einer der schönsten Tage seit Jahren: Nicht nur, dass Apple-Chef Steve Jobs die ersten beiden Intel-Macs vorstellte, nein: Auch Google sorgte für Freudentränen und gab nun endlich eine offizielle Beta von Google Earth für Mac OS X heraus. Diese ist, anders als die kürzlich von netzwelt getestete inoffizielle Beta, voll funktionsfähig.

Google Earth und Mac OS X - eine Geschichte voller Missverständnisse. Anfangs, als Google Earth im Frühsommer 2005 erschien, hieß es, dass auch eine Mac-Variante folgen würde. Wann diese aber kommen sollte, ließ Google nicht vermelden. Stattdessen warteten die Mac-Anwender ungeduldig darauf, dass sich das Satelliten-Bilder-Tool endlich auf ihren Lieblingsmaschinen öffnen ließ. Anders als sonst in der Mac-Szene üblich, gab es auch keine Alternativen. Kein World Wind, kein Virtual Earth, der Mac-Anwender saß globustechnisch auf dem Trockenen und harrte den Dingen, die da kommen würden. Zwischenzeitlich hieß es gar, dass Google komplett auf eine Mac-Version seines beliebten Tools verzichten wolle.

Große Freude über inoffizelle Ware

Entsprechend groß war die Freude, als Mitte Dezember 2005 ein Link auf einer der einschlägigen Gerüchteseiten auftauchte: Google Earth für Mac OS X sei ab sofort als Beta verfügbar. Der Link zeigte jedoch nicht auf eine Google-Download-Seite, sondern verwies auf zwielichtige Download-Anbieter und Blogs. Google war offensichtlich inoffiziell um eine Pre-Beta erleichtert worden, die Versionsnummer allerdings deutete auf Größeres hin. Leider war diese Version noch nicht volllständig - wohl deshalb zog des Google vor, sich mit Statements zurückzuhalten.

Die Zeiten der unvollständigen Funktionen sind jetzt vorbei. Die Aufregung im Rahmen der MacWorld Expo 2006 in San Francisco wurde von Google dazu genutzt, eine offzielle Beta von Google Earth bereitzustellen. Eine, die endlich auch sämtliche Funktionen der Windows-Version beinhaltet. Denn außer dem Import von Google-Positionsdaten im KMZ-Format und dem Betrachten der Satellitenbilder konnte die inoffiziell kursierende Version nicht wirklich viel. Auf vielen Rechnern stürzte sie obendrein ständig ab.

Offiziell mit vollem Funktionsumfang

Mit der offiziellen Beta schließt die Mac-Version von Google Earth jetzt an die PC-Version an. Die aktuelle Beta läuft wesentlich runder als die inoffizielle Version. Endlich können sich auch Mac-Anwender Google Earth-Bilder ausdrucken und per E-Mail versenden. Auch das Erstellen und Verteilen von Positionsdaten ist nun möglich, womit sich auch Mac-Anwender aktiv an der Google-Earth-Community beteiligen können. Die Mac-User freuen sich wie die Schneekönige, während Linux-Nutzer weiterhin draußen bleiben müssen.

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