Tutorial: Speicherkarten löschen, aber sicher!

Zu teuer zum Vernichten

Im Grunde müsste ein großer Teil der Speicherzellen "getötet" werden, um sicherzugehen, dass niemand irgendwelche Daten erhält. Das lässt sich jedoch bestenfalls durch Verbrennen oder durch rohe Gewalt sicher bewerkstelligen. Die "sanftere" Methode hat mit Strom zu tun, durch Kurzschluss lassen sich die Speicherchips recht effizient aus dem Leben pusten. Bei Flash-Speicher gilt - wie wohl bei keinem anderen Speichermedium - Murphys Gesetz. Der Speicher geht immer dann kaputt, wenn man ihn gerade braucht. Soll er hingegen vernichtet werden, ist das ein Ding der Unmöglichkeit.

Werbung

Vernichtung ist natürlich nicht der richtige Weg, wenn das Gerät oder die Speicherkarte noch bei Ebay verkauft werden soll, zumal Flash-Speicher doch vergleichsweise teuer ist. Zerstörte Speicherkarten werden nicht besonders gerne gekauft, insofern wäre es sinnvoll, die Speichermedien restlos zu löschen, ohne ihnen dabei ein Leid zuzufügen. Da die Flash-Speicher meist in altbackenen Dateisystemen wie FAT32 formatiert sind, haben sie gleich zwei Nachteile: Zum einen haben sie im Betrieb nicht die Datensicherheit von modernen Journaling-Dateisystemen wie NTFS oder HFS+. Zum anderen lassen sich die Daten recht einfach wiederherstellen und zurückholen, weil die Formatierung nur per Löschung der Dateizuordnungstabelle erfolgt - kein Problem für Datenretter. Obendrein lassen sich die Karten selten mit einem anderen Dateisystem nutzen.

Trotzdem können auch Speicherkarten, USB-Sticks und der iPod shuffle sicher gelöscht werden, alles, was dazu benötigt wird, ist ein vernünftiges Verhältnis zum Formatierungs-Tool des Betriebssystems. Anders als Festplatten, die ihre Inhalte magnetisch speichern, muss bei Speicherkarten nicht darauf geachtet werden, wie oft die Speicherstellen überschrieben werden, um auch das letzte magnetische Hintergrundrauschen auszumerzen - Experten empfehlen sieben Durchgänge. Speicherkarten müssen aufgrund ihrer Funktionsweise nur einmal mit Nullen überschrieben werden. Dadurch werden die Speicherstellen neu bespielt, die alten Daten sind für immer verloren.

Daten sicher löschen

Mac OS X und Linux bringen entsprechende Tools serienmäßig mit, beide Betriebssysteme erlauben das Formatieren eines Datenträgers bei gleichzeitigem Überschreiben mit Nullen. Windows-Anwender müssen wie so oft in den sauren Apfel beißen und sich mit Drittanbieter-Lösungen weiterhelfen: Die Freeware Eraser leistet in diesem Zusammenhang wertvolle Dienste. Das Tool entfernt Daten restlos von Datenträgern, nicht nur von externen Speichermedien, sondern auch von Festplatten. Auch einzelne Verzeichnisse können vernichtet werden.

Insgesamt ist die Vernichtung von Daten auf Speicherkarten und Sticks kein großes Problem. Tools wie der Eraser erledigen diese Arbeit normalerweise problemlos. Anders als optische und magnetische Datenträger sind die Daten auf Speicherkarten einfach zu vernichten, ohne den Datenträger dafür zerstören zu müssen. Dennoch sollte stets darauf geachtet werden, dass die kompakten Speichermedien nur dann zur Speicherung von wichtigen Inhalten verwendet werden, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Denn Speicherkarten, MP3-Player und USB-Sticks werden gerne einmal schnell von Langfingern eingesackt. In einem solchen Fall hilft auch keine Datenrettung mehr.

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 8 Beiträge

... andererseits sind sie sicher lecker, so warm gemacht, mit ein wenig Salz und Pfeffer...? ;-)

Stimmt nun auch wieder. :keineahn:

*hehehehe* Nur, dass die Dinger dafür doch ein wenig zu schade sind ;-)

Zitat: Ja, sie sind schon sehr robust, unsere Speicherkärtchen :-) Meine Mikrowelle ist stärker!!

Ja, sie sind schon sehr robust, unsere Speicherkärtchen :-)

Eigenen Kommentar schreiben