Linux im Fokus

Knoppix: Linux für Schnelleinsteiger

Wenn Windows wieder einmal nervt, schaut mancher PC-Anwender neidisch in Richtung Linux. Stabiler soll es sein, effizienter arbeiten, sicherer im Web. Aber ausprobieren? Lieber nicht. Viele Anwender haben Angst vor Datenverlust und einer Neuinstallation von Windows, falls Linux doch nicht gefällt. Klaus Knopper hat genau dieses Problem erkannt und effizient gelöst: Seine Linux-Distribution "Knoppix" kann von CD genutzt werden und ist ideal für Windows-Nutzer, die Linux unverbindlich ausprobieren möchten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Linux-Test: Früher nichts für Anfänger
  2. 2Installation möglich
  3. 3Knoppix: Jederzeit wieder Junggfrau
  4. 4Langsamer Start
  5. 5Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten

Linux-Test: Früher nichts für Anfänger

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Früher war es schwer, wenn man Linux testen und neben Windows installieren wollte. Das Jonglieren mit Partitionen und Bootmanagern war nicht jedermanns und vor allen Dingen auch nicht des Einsteigers Sache. Inzwischen sind die Installationsroutinen zwar ausgereift und Linux quetscht sich ganz von selbst neben Windows auf die Platte. Doch wirklich optimal ist die Lösung nicht. Denn spätestens, wenn man eines der beiden Betriebssysteme los werden möchte, kann man nicht auf den Partitions-Manager verzichten.

Linux-Willige haben deshalb oft auf Linux verzichtet. Bis Knoppix auftauchte: Die Besonderheit dieser Distribution ist, dass sie vollständig von CD läuft. Das können und konnten andere Linuxe zwar auch, Knoppix war jedoch das erste, das komplett für den Betrieb als Live-CD vorgesehen war. Dabei ist die Hardware-Erkennung von Knoppix bemerkenswert gut, kaum ein Linux auf Live-CD vermochte bis dato solche Leistungen zu erbringen. Sind andere als Live-CD erhältlichen Distributionen wie beispielsweise Ubuntu oder SuSE eher als Test-Versionen konzipiert, handelt es sich bei Knoppix um ein tatsächlich nutzbares Linux. Eins, mit dem man arbeiten kann. Das ideale Linux für den Schnelleinstieg also.

Installation möglich

Natürlich lässt sich Knoppix auch auf der Festplatte installieren. Diese Einsatzmöglichkeit ist aber eher zweitrangig. Wichtig ist die Funktion per Live-CD oder -DVD. Natürlich kommt dabei oft die Frage auf, wie Knoppix das leisten kann, immerhin benötigen Betriebssysteme ja auch beschreibbaren Datenspeicher. Eine CD-ROM hingegen kann nicht beschrieben werden. Um diesen Schwachpunkt zu umgehen, nutzt Linux zwei Wege: Zum einen legt das System eine RAM-Disk an, die dazu dient, das System flexibel zu gestalten. Eine RAM-Disk simuliert einen Datenträger im Arbeitsspeicher. Die zweite Möglichkeit ist die Speicherung der Inhalte direkt auf der Festplatte. Dazu legt Knoppix ein Verzeichnis auf der Festplatte an, ohne sonst etwas zu verändern. Dort werden dann alle Daten gespeichert, die mit Knoppix "erwirtschaftet" werden.

Knoppix-Linux ist trotz der geringen Größe von knapp 700 Megabyte, also dem Inhalt einer CD-ROM, eine vollständige Linux-Distribution. Neben den Standard-Anwendungen - KDE, Firefox, Konquerer, Gimp und Open Office - sind zahlreiche Spiele und Anwendungsprogramme integriert. Knoppix ist sozusagen eine Art Best-Of der Linux-Szene. Um die geringe Datenträger-Größe zu erreichen, wird Knoppix stark komprimiert. Seit Version 4.0 wird die Standard-Ausgabe von Knoppix allerdings auf einer DVD geliefert und umfasst rund 3,5 Gigabyte. Eine "Light"-Variante auf CD-ROM ist aber weiterhin verfügbar.

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