Linux im Fokus

Ubuntu: Linux, benutzerfreundlich und einfach

Linux ist der aufstrebende Stern am Betriebssystem-Himmel. Das freie Betriebssystem wird schon lange im Server-Bereich eingesetzt, um teuren Lizenzgebühren aus dem Weg zu gehen. Langsam aber sicher entwickelt sich das OS mit dem Pinguin auch zur echten Desktop-Alternative. Grund genug, die wichtigsten Distributionen einmal auf der netzwelt vorzustellen. Los geht es mit dem neuesten Stern am Linux-Himmel: Ubuntu-Linux.

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Ubuntu Live-CD
Ubuntu Live-CD

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ubuntu: Linux, menschlich gesehen
  2. 2Setzt auf populäre Pakete
  3. 3Ubuntu? Aber sicher!
  4. 4Live-CD und mehr

Schlank und simpel

Ubuntu wurde von Grund auf als benutzerfreundliches Linux konzipiert. Interessant ist, dass es sich um eine völlig freie Linux-Distribution mit kommerziellem Hintergrund handelt. Anders als bei anderen Distributionen, die oft wie Kraut und Rüben auf die Ergebnisse der Open-Source-Entwicklung zurückgreifen, verfügt Ubuntu über ein effizientes Gesamtkonzept. Gesponsert von dem südafrikanischen Millionär Mark Shuttleworth, soll Ubuntu ein echtes Desktop-Linux sein.

Shuttleworth ist ein durch und durch als exzentrisch zu bezeichnender Millionär. Im Rahmen des Dotcom-Aufschwungs gegen Ende der 1990er-Jahre war er durch eine Firmengründung samt Verkauf reich geworden. So reich, dass er sein Geld für allerlei interessante Projekte ausgeben kann. So war Shuttleworth der zweite Weltraumtourist nach Dennis Tito, fördert Bildungsprojekte und hatte den Plan, Linux endlich auf den Desktop zu bringen. Zu diesem Zweck gründete er die Firma Canonical Ltd., die ihrerseits im Sommer 2005 die Ubuntu-Foundation ins Leben rief. Mit zehn Millionen US-Dollar sollte die Linux-Distribution Ubuntu gefördert werden.

ubuntu


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Ubuntu: Linux, menschlich gesehen

Das Ergebnis ist ein extrem benutzerfreundliches und schlankes Linux. Während andere Distributionen wie SuSE oder Red Hat vor allen Dingen durch Masse glänzen, wurde bei Ubuntu gezielt auf das Wesentliche reduziert. Statt auf sechs CD-ROMs wie die Konkurrenz kommt Ubuntu auf einer einzigen CD frei Haus, wahlweise per Post oder per Download. Die Ubuntu-Foundation kümmert sich um den für den Endanwender kostenfreien Vertrieb des Betriebssystems. Der Name ist übrigens Programm: "Ubuntu" bedeutet in der Sprache der afrikanischen Zulu nicht nur "Menschlichkeit", sondern auch "Gemeinsinn" - Worte, die zusammen ein fast spirituelles Gefühl erwecken und an religiöse Gemeinschaften erinnern.

Ubuntu legt seinen Schwerpunkt voll und ganz auf Benutzerfreundlichkeit. So haben sich die Entwickler bemüht, die Linux-Distribution möglichst einsteigerfreundlich zu konzipieren. Das hat Vor- und Nachteile: Statt wie andere Distributionen möglichst viele Pakete zu integrieren und für jeden Anwendungsbereich wie E-Mail, Browser, GUI oder Bildbearbeitung mindestens zwei Varianten anzubieten, setzt Ubuntu auf jeweils ein einziges System. So wird der Anwender nicht unnötig verwirrt, das System ist rund und nimmt nicht unnötig viele Ressourcen in Anspruch. Der Nachteil ist freilich, dass Linux-Cracks die mangelnden Alternativen nicht gutheißen dürften. Aber das ist das geringste Problem, gibt es doch genug Linux-Distributionen, die die nötige Funktionsvielfalt bereithalten, die Linux-Cracks schätzen. Ubuntu hingegen richtet sich konkret an Umsteiger aus der Mac- und Windows-Welt und ist sowohl für Intel- als auch für PowerPC-Plattformen erhältlich.

Setzt auf populäre Pakete

Doch was konkret enthält Ubuntu? Der Verzicht auf den lahmenden KDE-Desktop zugunsten der schlankeren Gnome-Umgebung sorgt bereits für eine ordentliche Entschlackung, zudem setzt Ubuntu ausschließlich auf bewährte Komponenten wie beispielsweise die Office-Suite Open Office oder den Web-Browser Firefox. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass anders als bei anderen Linux-Distributionen versucht wird, Software zu verwenden, die auch auf anderen Plattformen erfolgreich ist, um dem Anwender den Ein- und Umstieg zu erleichtern.

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