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Ubuntu: Linux, benutzerfreundlich und einfach
Linux im Fokus

von Christian Rentrop Uhr veröffentlicht

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Linux ist der aufstrebende Stern am Betriebssystem-Himmel. Das freie Betriebssystem wird schon lange im Server-Bereich eingesetzt, um teuren Lizenzgebühren aus dem Weg zu gehen. Langsam aber sicher entwickelt sich das OS mit dem Pinguin auch zur echten Desktop-Alternative. Grund genug, die wichtigsten Distributionen einmal auf der netzwelt vorzustellen. Los geht es mit dem neuesten Stern am Linux-Himmel: Ubuntu-Linux.

Linux ist der aufstrebende Stern am Betriebssystem-Himmel. Das freie Betriebssystem wird schon lange im Server-Bereich eingesetzt, um teuren Lizenzgebühren aus dem Weg zu gehen. Langsam aber sicher entwickelt sich das OS mit dem Pinguin auch zur echten Desktop-Alternative. Grund genug, die wichtigsten Distributionen einmal auf der netzwelt vorzustellen. Los geht es mit dem neuesten Stern am Linux-Himmel: Ubuntu-Linux.

Schlank und simpel

Ubuntu wurde von Grund auf als benutzerfreundliches Linux konzipiert. Interessant ist, dass es sich um eine völlig freie Linux-Distribution mit kommerziellem Hintergrund handelt. Anders als bei anderen Distributionen, die oft wie Kraut und Rüben auf die Ergebnisse der Open-Source-Entwicklung zurückgreifen, verfügt Ubuntu über ein effizientes Gesamtkonzept. Gesponsert von dem südafrikanischen Millionär Mark Shuttleworth, soll Ubuntu ein echtes Desktop-Linux sein.

Shuttleworth ist ein durch und durch als exzentrisch zu bezeichnender Millionär. Im Rahmen des Dotcom-Aufschwungs gegen Ende der 1990er-Jahre war er durch eine Firmengründung samt Verkauf reich geworden. So reich, dass er sein Geld für allerlei interessante Projekte ausgeben kann. So war Shuttleworth der zweite Weltraumtourist nach Dennis Tito, fördert Bildungsprojekte und hatte den Plan, Linux endlich auf den Desktop zu bringen. Zu diesem Zweck gründete er die Firma Canonical Ltd., die ihrerseits im Sommer 2005 die Ubuntu-Foundation ins Leben rief. Mit zehn Millionen US-Dollar sollte die Linux-Distribution Ubuntu gefördert werden.

ubuntu

Ubuntu: Linux, menschlich gesehen

Das Ergebnis ist ein extrem benutzerfreundliches und schlankes Linux. Während andere Distributionen wie SuSE oder Red Hat vor allen Dingen durch Masse glänzen, wurde bei Ubuntu gezielt auf das Wesentliche reduziert. Statt auf sechs CD-ROMs wie die Konkurrenz kommt Ubuntu auf einer einzigen CD frei Haus, wahlweise per Post oder per Download. Die Ubuntu-Foundation kümmert sich um den für den Endanwender kostenfreien Vertrieb des Betriebssystems. Der Name ist übrigens Programm: "Ubuntu" bedeutet in der Sprache der afrikanischen Zulu nicht nur "Menschlichkeit", sondern auch "Gemeinsinn" - Worte, die zusammen ein fast spirituelles Gefühl erwecken und an religiöse Gemeinschaften erinnern.

Ubuntu legt seinen Schwerpunkt voll und ganz auf Benutzerfreundlichkeit. So haben sich die Entwickler bemüht, die Linux-Distribution möglichst einsteigerfreundlich zu konzipieren. Das hat Vor- und Nachteile: Statt wie andere Distributionen möglichst viele Pakete zu integrieren und für jeden Anwendungsbereich wie E-Mail, Browser, GUI oder Bildbearbeitung mindestens zwei Varianten anzubieten, setzt Ubuntu auf jeweils ein einziges System. So wird der Anwender nicht unnötig verwirrt, das System ist rund und nimmt nicht unnötig viele Ressourcen in Anspruch. Der Nachteil ist freilich, dass Linux-Cracks die mangelnden Alternativen nicht gutheißen dürften. Aber das ist das geringste Problem, gibt es doch genug Linux-Distributionen, die die nötige Funktionsvielfalt bereithalten, die Linux-Cracks schätzen. Ubuntu hingegen richtet sich konkret an Umsteiger aus der Mac- und Windows-Welt und ist sowohl für Intel- als auch für PowerPC-Plattformen erhältlich.

Setzt auf populäre Pakete

Doch was konkret enthält Ubuntu? Der Verzicht auf den lahmenden KDE-Desktop zugunsten der schlankeren Gnome-Umgebung sorgt bereits für eine ordentliche Entschlackung, zudem setzt Ubuntu ausschließlich auf bewährte Komponenten wie beispielsweise die Office-Suite Open Office oder den Web-Browser Firefox. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass anders als bei anderen Linux-Distributionen versucht wird, Software zu verwenden, die auch auf anderen Plattformen erfolgreich ist, um dem Anwender den Ein- und Umstieg zu erleichtern.

Ebenfalls positiv in Sachen Usability ist die Tatsache, dass die Ubuntu-Entwickler versuchen, den Anwender so selten wie möglich auf die Kommandozeile zu schicken. Bisher hatten viele Linux-Umsteiger vor allen Dingen damit Probleme, zumal die wahre Macht von Linux erst in der Kommandozeile zum Tragen kommt. Ubuntu ist da anders, Click-and-Go heißt die Parole, selbst administrative Aufgaben müssen nicht mehr im Terminal ausgeführt werden - eine Option, die man sich beim wohl hübschesten Unix Mac OS X abgeschaut hat. Allerdings gibt es auch hier eine Schattenseite: Bisher müssen Ubuntu-Nutzer sich bei der Installation des Grafiktreibers noch mit dem X11-Windowserver herumärgern. Das dürfte für Anwender mit ein wenig Erfahrung in Windows oder OS X aber kein Problem darstellen.

Ubuntu? Aber sicher!

Natürlich setzt Ubuntu auch auf Sicherheit. Und auch hier ist die Distribution ihren Kollegen weit überlegen. So können sich Ubuntu-Nutzer darauf verlassen, dass laut Roadmap alle sechs Monate eine neue Version des Systems veröffentlicht wird. In der Zwischenzeit gibt es Sicherheits- und Software-Updates, für 18 Monate pro Major-Release. Erst dann muss ein neues Ubuntu installiert werden. Da die Kernel-Entwicklung bei Linux mit großen Schritten voran geht und auch die Software-Community extrem aktiv ist, sind 18 Monate allerdings auch eine extrem lange Zeit. Windows-Nutzer müssen sich also umstellen, das Betriebssystem wird nicht mehr über Jahre per Service-Packs aktuell gehalten, ab und zu muss eine neue Version installiert werden.

ubuntu

Das Ubuntu-Konzept integriert zudem eine kostenlose Support-Funktion. Weltweit gibt es einen Stab von Entwicklern und Supportern, die technische Hilfestellung geben, wenn Probleme mit Ubuntu auftreten sollten. Auch diese Hilfe wird teils ehrenamtlich, teils von der Ubuntu Foundation finanziert geleistet. Das stellt sicher, dass wirklich jeder seinen Ubuntu-Versuch starten kann, ohne Angst haben zu müssen, mit einem halb installierten System alleingelassen zu werden.

Live-CD und mehr

Auch die Auslieferung ist ein Geniestreich: Ubuntu gibt es sowohl als installierbare Version als auch als Live-CD. Besonders die letztere Variante hat zwei gigantische Vorteile: Zum einen kann Ubuntu getestet werden, ohne dass man sich direkt in die Tiefen der Betriebssystem-Installation wagen muss. Keine Experimente mit den eigenen Daten, bevor man sich nicht sicher ist. Zum anderen kann eine Ubuntu-Live-CD genau wie das populäre Knoppix als Rettungssystem eingesetzt werden, falls das System abschmiert oder die Installation fehlschlägt. Deshalb heißt die Devise bei Ubuntu - genau wie bei allen anderen Linux-Distributionen übrigens auch: Erst live testen, dann installieren.

Insgesamt ist Ubuntu eine durch und durch runde Linux-Distribution, die jedem Umsteiger nur ans Herz gelegt werden kann. Natürlich ist das System nicht das einzige einsteigerfreundliche Linux, das es gibt. Es gibt allerdings kaum eine Linux-Variante, die sich derart auf Benutzerfreundlichkeit spezialisiert hat. Selbst Unix-Neulinge, ja sogar Computer-Neulinge sollten sich schnell in Ubuntu zurechtfinden. Wobei sich letztere angeblich ohnehin schneller mit Linux anfreunden können als mit Windows, so zumindest die Ansicht vieler Linux-Jünger. Ob das stimmt, kann nun jeder selbst herausfinden, dank Ubuntu.

Kommentare zu diesem Artikel

Linux ist der aufstrebende Stern am Betriebssystem-Himmel. Das freie Betriebssystem wird schon lange im Server-Bereich eingesetzt, um teuren Lizenzgebühren aus dem Weg zu gehen. Langsam aber sicher entwickelt sich das OS mit dem Pinguin auch zur echten Desktop-Alternative. Grund genug, die wichtigsten Distributionen einmal auf der netzwelt vorzustellen. Los geht es mit dem neuesten Stern am Linux-Himmel: Ubuntu-Linux.

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  • Anonym schrieb Uhr
    Re: Re: News - Ubuntu: Linux,...

    Erinnert mich wirklich an Heise :D Wie wäre es, wenn ich sagen würde, wer braucht noch sowas wie solaris 10? Ich habe doch schon Ubuntu! LOL
  • Tweek schrieb Uhr
    Ich denke mal, daß es einem nicht geringen Teil der Konsumenten schlichtweg egal ist, auf welchem BS das MS-Office oder Photoshop läuft. Du unterschätzst die Macht von Moorhuhn und Sven Bømwøllen :-(
  • Hyperlink schrieb Uhr
    Wir werden es in der Zukunft ja sehen, welche Chancen MacOSX auf der Intel-Plattform nutzt um seinen Marktanteil zu erweitern. Ich denke mal, daß es einem nicht geringen Teil der Konsumenten schlichtweg egal ist, auf welchem BS das MS-Office oder Photoshop läuft.
  • Tweek schrieb Uhr
    Man erlaube mir einen kleinen Seitenhieb, aber normalerweise schafft es ein "brauchbares Betriebssystem" sich so gut verkaufen, daß es seinen Unterhalt selbstverdient und dessen Weiterentwicklun nicht aus den Verkäufen des iMac und des iPod finanziert werden muss. Stimmt nicht. Gegen einen Monopolisten wie Microsoft kommt man mit einem neuen System nur schwer an. Das zeigt das Randdasein sämtlicher, zum Teil besserer Betriebssysteme für den PC oder eben auch Mac OS X. Übrigens ist es ja in anderen Bereichen andersrum: Kein Hersteller kommt gegen die Marktmacht des iPod an, obwohl der meist weniger leistet, als seine Mitbewerber. Wenn ein Hersteller einen großen Teil des Marktes beherrscht, haben es Mitbewerber immer schwer, ein neues Produkt zu platzieren. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder, man ist massiv besser und billiger, oder der Monopolist dankt ab.
  • Hyperlink schrieb Uhr
    Stimmt nicht. Wieso kommen alle Leute immer darauf, Apple-Rechner mit den Discounter-Teilen zu vergleichen? Wenn Ihr Vergleiche ranzieht, dann Dell oder IBM. Und siehe da: So teuer ist Apple garnicht... In der Tat, gibt es zu diesem Thema öffentlich zugängliche Untersuchungen wie groß der Marktanteil im gehobenen Preissegment des Marktes von Apple ist. Intressant wären irgendwelche Klassen in 500 oder 1000 Euro-Schritten. Das einzige was ich "im Moment auf dem Schirm habe" ist, daß das Geschäft mit dem OS und Anwendungen sowie der Hardware für Apple teildefizitär in den Quartalsabschlüssen ist, sich aber durch Mischkalkulationen rechnet, die über das komplette Segment hin gemacht werden. Unternehmenserhaltend waren seit 1997 mehrere hundert Millionen Finanzspritzen (nus fortgesetzte kleinere in unbekannter Höhe) seitens Microsoft, die Apple vor dem Konkurs und der Abwicklung retteten. Seitdem retteten der iMac und der Erfolg des iPod die Jahresbilanzen vor der roten Farbe. Wir haben es also MS und Bill Gates zu verdanken, daß wir uns heute überhaupt noch über das Apple OS unterhalten können. Man erlaube mir einen kleinen Seitenhieb, aber normalerweise schafft es ein "brauchbares Betriebssystem" sich so gut verkaufen, daß es seinen Unterhalt selbstverdient und dessen Weiterentwicklun nicht aus den Verkäufen des iMac und des iPod finanziert werden muss. Nichtsdestotrotz leistet dieses Betriebsystem beachtliches, was aber wohl dran liegt, daß es aus einer BSD-Variante (Unix) hervorging, also in nicht geringem Maße auf der Arbeit freier Programmierer aufbaute. Schade, dass diese Umstände nur allzu oft in Vergessenheit geraten und meist allzu oft "dumm dahergeredet wird" und nicht wenige Apple-Fanboys nur allzu schnell welcher Reihe günstiger Umstände und Zufälle Apple seine heutige Existenz verdankt. Selbstverständlich soll auch meinerseits die Arbeit von Steve Jobs gewürdigt werden. Gerade in Hinblick auf nachfolgenden Kommentar sollte man obige Umstände aus genau dieser Zeitperiode nicht unter den Tisch fallen lassen. OS/2 war ohne Frage gut, aber offensichtlich waren die wenigsten Leute dieser Meinung. Sonst würde man hier wohl über Sinn und Unsinn von OS/4 XP oder so spekulieren :-) IBM hatte halt nie wirklich ein Händchen für den kleinen Konsumenten, ich vermute "wollte" auch nur wenig mit ihm zu haben. OS/2 visierte von Anfang nicht den Consumer an, sondern konzentrierte sich meines Wissens spätestens nach dem Verlust wichtiger Distributoren in den USA auf das Umfeld vom mittelständiger Unternehmen bis hin zu Großbanken. Bis vor etwa zwei oder drei Jahren hat meine Bank dieses System auch noch eingesetzt. In diesem Umfeld und durch einen Bekannten, der den Bereich der Wirtschaftswissenschaften und Informatik studierte, habe ich es auch kennengelernt. Mittlerweile wird OS/2 Warp Vers. 5 doch als Server sogar weitergeführt, ich habe diesn Weg nicht mehr weiterverfolgt, weil mir alle Händler bei Hardware-Neuanschaffungen im wesentlichen die Bundles mit Windows 2000 und XP so attraktiv gemacht haben (teilweise waren mehrere Prof. oder eine Serverlizenz im Paket inbegriffen), daß ich OS/2 gar nicht mehr in die engere Wahl gezogen habe, weil sie seitens der Händler gar nicht mehr zur Debatte standen. Das steht aber sicher im krassen Gegensatz zu den Zeiten als es OS/2 bei Vobis sogar mal vorinstalliert gab. Wahr ist aber auch, daß man sich mittels REXX (einer betriebsysteminternen Scriptsprache) und einer sehr großen Sharewareszene (leider nur englischsprachig) doch weitreichend versorgen konnte. Mittels eines X11-Servers konnte man "originäres" Linux unter OS/2 fahren. Weiterhin bestand die Möglichkeit Windows 3.1x-Software zu installieren. Mir jedenfalls genügte das OS/2-Betriebssystem bis etwa 1998/1999, danach war es einfach zu mühselig und zeitraubend die vielen "Service Packs" und Patches einzuspielen um es an aktuelle Hardware anzupassen. Zu dem Zeitpunkt hatte es aber bereits seinen Lebenszyklus "überlebt", also die 3 Jahre überstanden, von denen ich ausging. Ich habe es gewissermaßen zusammen mit der in 1996 angeschafften Hardware "entsorgt". Der Kaufpreis meiner Version von 159 DM hat sich gegenüber den damaligen netzwerkfähigen Alternativen gelohnt. Zur Wahl standen damals ~ Warten auf NT ~ Windows 95 ~ Novell Netware ~ Weiterbenutzung von OS/2 3.x auf einer neuen Hardware Ich jedenfalls kann nur gute Erfahrungen berichten, insbesondere die integrierte funktionierende Sprachsteuerung und die "Verknüpfungen, die immer ihr Ziel fanden und den Speicherort der Zieldateien sogar verfolgen konnten" sind mir ni leiber Erinnerung. Darüberhinaus gab eine gut ausgebaute OS/2-Konsole, die im Funktionsumfang für mich genauso komfortabel war, wie ich es unter IBM AIX gewohnt war. Allerdnigs habe ich mit dem IBM Unix nicht genug zu tun gehabt um den Vergleich aus der Eronnerung heraus näher zu beschreiben. In Punkto Vernetzung jedenfalls haben sich damals alle meine Wünsche erfüllt. Auch in Punkto Zuverlässigkeit gabs nichts zu meckern. OS/2 hatte jedenfalls nicht mit den vielen Unzulänglichkeiten und kaum reproduzierbaren Abstürzen von MacOS 7 und 8 zu kämpfen, die auf fehlendes Multitasking fehlende Abgrenzung der Speicherbereiche gegeneinander zu kämpfen. In der Zeit als NT 4.0, OS/2 und das MacOS 7/8.x um Marktanteile kämpften, hatte man mit dem IBM OS keinesfalls eine schlechte Wahl getroffen, im Gegenteil man hatte 1994-1999 in jedem Falle ein zukunftsorientiertes und hochentwickeltem Betriebssystem zu tun. Es wäre geschichtsrevisionistisch diesen Entwicklungsstand nicht anzuerkennen, der sich sicher auch jederzeit mittels der Fachzeitschriften des Heise-verlags oder anderer ernstzunehmender Publikationen aufzeigen ließe. Mit OS/2 konnte man jedenfalls locker die Wartezeit aushalten, bis die ersten wirklich brauchbaren Betriebsysteme von Microsoft (Windows2000) und Apple (MacOSX) erschienen. Aus der heutigen Rückschau hat man natürlich "gut reden" und kann vieles verklären. Ich hingegen kann mich noch genau erinnern als ich die Anschaffung einer ISDN-Karte für den Apple MAC anstand. Für Windows 210 DM für den Mac etwa 1500, sowas würde ich nur ungern verklärt hören. Auch heute sind die Kosten nahezu für ein OS irrelevant, wenn ich nur ausreichend viel für Hardware ausgibt bekommt man wunschgemäß das BS der Wahl als kostenlose Dreingabe. Bei Apple und Dell mag das anders sein, allerdings hatte ich bisher nur wenig mit beiden zu tun. EDIT Übrigens ist in NT (Vorgänger von XP) nicht unwesentlich OS/2-Knowhow eingeflossen. Microsoft und IBM waren bis etwa 1994 Kooperationspartner um ein 32-OS auf den Markt zu bringen.
  • Tweek schrieb Uhr
    Der Prestigefaktor war auch eher auf den MAC und Apple OSX bezogen. Hardware als auch Software sind teuer. Stimmt nicht. Wieso kommen alle Leute immer darauf, Apple-Rechner mit den Discounter-Teilen zu vergleichen? Wenn Ihr Vergleiche ranzieht, dann Dell oder IBM. Und siehe da: So teuer ist Apple garnicht... OS/2 war ohne Frage gut, aber offensichtlich waren die wenigsten Leute dieser Meinung. Sonst würde man hier wohl über Sinn und Unsinn von OS/4 XP oder so spekulieren :-)
  • Hyperlink schrieb Uhr
    Der Prestigefaktor war auch eher auf den MAC und Apple OSX bezogen. Hardware als auch Software sind teuer. Bei OS/2 hat mich der fehlende Support nicht gestört, für Windows haben die meisten ja auch keinen regulären Support (Stichwort OEM). Problematisch war, daß für Windows 95 mehr Software existierte, weshalb ich 1999 auch OS/2 aufgabe, weil nur noch Star Office 4 verfügbar war und das Lotus Office immer noch nicht verfügbar war. Ansonsten kann ich mich über OS/2 nicht beklagen, es hat seinen Dienst immer zuverlässig erfüllt und die von mir gekaufte Hardware wurde immer unterstützt.
  • King W. schrieb Uhr
    Das einzige was ich immer wieder feststelle ist, das sich für jedes populäre Betreibsystem genügend Nutzer melden, die mit dem was sie haben zufrieden sind. Das ist durchaus richtig. Denn gäbe es ein Betriebssystem mit dem kaum ein oder gar kein Nutzer zufrieden ist, so würde sich dieses Betriebssystem kaum im Markt halten. IBM's OS/2 ist das beste Beispiel dafür. Das Betriebssystem an sich war ja nicht schlecht, der Support dafür umso grausamer. Keine Treiber, kaum Anwendungssoftware. Und teuer war es auch. Und es war reine Glückssache, bei Problemen jemanden von der IBM zu finden, der sich damit auskennt. Meiner Meinung nach sollte man bei der Wahl eines Betriebssystems sich erst einmal darüber im Klaren sein, was mit dem Computer gemacht werden soll, dann sich Gedanken über die passende Anwendersoftware machen und - zuletzt - das Betriebssystem passend dazu aussuchen. Genau diese Vorgehensweise ist in anderen Bereichen längst üblich: Wenn man sich z.B. einen Fotoapparat zulegen will, so überlegt man sich doch auch vorher was man aufnehmen möchte und entscheidet danach. Es wäre zumindest nicht klug, einen Apparat zu kaufen, um dann hinterher festzustellen, daß er z.B. keine Nahaufnahmen bewältigt. Jedenfalls dann nicht, wenn man Gänseblümchen fotografieren will. Der Aspekt "Prestige" spielt aber wohl nicht so eine entscheidende Rolle. Linux steht, wenn ich die verschiedenen Beiträge in diesem Thread richtig interpretiere, für erfahrene Benutzer, die wissen, was sie tun. Windows hat hingegen wohl eher das Image: CD rein, Knopf drücken und los gehts. Also, meiner Meinung nach ist der Prestigefaktor doch etwas, was eher für Linux als für Windows spricht. Dafür ist Windows teurer. Aber Portemonnaie auf ist für viele Leute einfacher, als Gehirn einschalten. Aber ist es auch pestigeträchtiger? Ich glaube nicht. Die Zufriedenheit mit einer Sache, z.B. Betriebssystem, beruht aber auch darauf, daß der Anwender sich dafür entschieden hat und nicht gern zugeben möchte, daß seine Entscheidung falsch, oder zumindest problematisch gewesen ist. Dieses Phänomen kann man am deutlichsten beim TÜV beobachten. Viele Fahrer empfinden es als Angriff auf ihre Person, wenn die Karre die HU nicht besteht. Schließlich haben sie sich das Auto gekauft und bewußt dafür entschieden. Noch ein Punkt ist vielleicht die Unkenntnis der Materie. Viele User kennen einfach gar nichts anderes, als ihr Windows. Das war schon auf dem Rechner, als sie ihn gekauft haben, und es funktioniert ja auch. Linux? Ja, schon mal gehört, aber noch nie gesehen. Die Zufriedenheit ist also durchaus eine ziemlich relative Angelegenheit und nur in den seltesten Fällen durch fundiertes Fachwissen manifestiert. Und genau deshalb halte ich einen Streit über "das beste" Betriebssystem für ziemlich müßig. Das beste Betriebssystem gibt es ebenso wenig, wie das beste Auto - oder die beste Farbe desselben.
  • Hyperlink schrieb Uhr
    Mich erinnert es eher an die Frage ob "Warum fahren rote Autos schneller als grün lackierte" In den Diskussionen um Betriebsysteme werden oft technische Eigenschaften verglichen. Bei Kaufentscheidungen und bei Diskussionen um Betriebsysteme selbst spielen aber noch weitere Dinge eine Rolle: - Sympathiefaktoren - Beeinflussbarkeit durch Werbung/Marketing - das Empfinden darüber, welcher Statusgruppe man zugehört - repräsentativer "Wert" des Produktes selber Beispiel: Da die Produkte von Apple im Marketing und in der Preisgestaltung eher "mittelschichtsorientiert" beworben werden, glauben manche sie gehörten zu eben dieser Schicht, wenn sie sich deren Produkte leisten, man "gönne sich ja sonst nichts. Das Auftreten "millitanter" Fanboys ist dann eben auch entsprechend, denn es geht auch darum die vermeintliche "Schichtzugehörigkeit" und die eigene Rollen zu verteidigen. Wie man im wahren Leben wirklich postioniert ist, spielt für solche Identifikationen der Marken-, Produkt- und Verkaufspsychologie eigenlich kaum eine Rolle. Kann man eigentlich Artikelserien, die sich mit Betriebsystem-Vergleichen beschäftigen, überhaupt ernst nehmen, die den Aspekt "Werbekosten pro verkaufter Einheit" nicht näher beleuchten? Image ist zwar heutzutage alles, anderseits gibt's genügend Leute, die durch Zufälle zu ihren Betriebsystem gekommen sind. Das einzige was ich immer wieder feststelle ist, das sich für jedes populäre Betreibsystem genügend Nutzer melden, die mit dem was sie haben zufrieden sind.
  • King W. schrieb Uhr
    Doch! Weil manche Systeme es eben gut hinbekommen und manche... naja, weniger gut ;-) Vielleicht. Könnte es aber nicht auch so sein, daß manche User es gut und manche weniger gut hinbekommen, mit einem bestimmten Betriebssystem, mit einem anderen aber viel besser? Das erinnert mich an den alten Streit: Welches Auto ist besser Mercedes oder BMW? Und neben mir wohnt doch tatsächlich so ein älterer Herr, der fährt Volvo. Und kommt wirklich auch dort an, wo er hinwill. :hmmm:

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Linux ist der aufstrebende Stern am Betriebssystem-Himmel. Das freie Betriebssystem wird schon lange im Server-Bereich eingesetzt, um teuren Lizenzgebühren aus dem Weg zu gehen. Langsam aber sicher entwickelt sich das OS mit dem Pinguin auch zur echten Desktop-Alternative. Grund genug, die wichtigsten Distributionen einmal auf der netzwelt vorzustellen. Los geht es mit dem neuesten Stern am Linux-Himmel: Ubuntu-Linux.
http://www.netzwelt.de/news/73340-ubuntu-linux-benutzerfreundlich-einfach.html
2006-01-06 15:18:00
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