Lektion des Jahres: Trau deinen Kunden

MP3s als bessere Alternative

Doch Sony BMG hat ein viel größeres Problem als die Verfahren, die sich sicher mit der Zahlung von ein paar Millionen beilegen lassen. Die Firma hat verlernt, wie man mit seinen Kunden umgeht. Sony BMGs Digitalvertriebs-Manager Thomas Hesse erklärte eine Woche nach dem Bekanntwerden des XCP-Skandals: "Die meisten Leute wissen überhaupt nicht, was ein Rootkit ist, warum sollten sie sich also dafür interessieren?"

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Hesses Äußerung ist symptomatisch für eine Firmenpolitik, die Konsumenten bestenfalls für dumm und schlimmstenfalls für Verbrecher hält. Sony BMG traute den Versprechen einer dubiosen britischen Softwareschmiede mehr als ihren eigenen Kunden. Wer Sony BMG-CDs kaufte, wurde deshalb mit virenähnlicher Schadsoftware bestraft. Wer ungefährliche MP3s der Songs haben will, findet sie einzig und allein in Tauschbörsen.

Sony BMGs Vorsatz für 2006 sollte deshalb lauten: Wir trauen unseren Kunden. Sicher, einige werden sich daneben benehmen und die Songs über Tauschbörsen verbreiten. Doch wer dieses Risiko akzeptiert, kann damit gute Geschäfte machen - der MP3-Verkäufer Emusic führt es vor. Und wer seinen Kunden vertraut, bekommt auch keinen Ärger mit Texas.

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Weniger Quelltextklau bei OpenSource-Projekten, wäre auch ein guter Vorsatz. Wir sehen alles. ;) http://hack.fi/~muzzy/sony-drm/

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