Die VoIP-Revolution ist in vollem Gange - aber es merkt niemand

2006: Odyssee im VoIP-Raum

Umsturz, wehrt Euch, Tod der Telekom! stand auf den Fahnen der VoIP-Revolution. Während die einen offen die Messer wetzten und die anderen heimlich im Keller Pulverfässchen stapelten, fand die Revolution längst statt und verpuffte unbeachtet in einer dunklen Seitengasse.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1VoIP als Standard-Zugabe zum DSL-Anschluss
  2. 2Nett, aber nicht nötig?
  3. 3Altbekannt: Das Telefon
  4. 4Nichts Neues

Katerstimmung macht sich breit unter den VoIP-Kunden: Billig und besser sollte es werden, das Festnetz überflüssig machen und schnöde DSL-Provider zu Telefonanbietern, wenn es denn erst einmal richtig etabliert sein sollte.

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VoIP als Standard-Zugabe zum DSL-Anschluss

Etabliert hat es sich schnell: Wie eine E-Mail-Adresse vom Provider gehört VoIP bereits zu fast jedem DSL-Anschluss, und zwar ohne gesonderte Grundgebühr. Kein Wunder also, dass 1&1 jüngst die einmillionste VoIP-Rufnummer vergeben konnte. Und auch T-Online kam an VoIP nicht vorbei und macht seinen Kunden ein Angebot - wenn auch kein gutes, denn im Vergleich zu anderen VoIP-Anbietern ist T-Online teuer.

Netzinterne Gespräche sind kostenlos - damit lockten die Provider am Anfang. Und auch Festnetzgespräche sind mit einem Cent pro Minute bei den meisten Anbietern sehr günstig, wie auch die VoIP-Flatrates für Vieltelefonierer. Teuer wird es allerdings oft dann, wenn man in Handynetze oder ins Ausland telefoniert - hier ist sogar T-Com teilweise günstiger und Call-by-Call allemal.

Nett, aber nicht nötig?

So wurde aus der "Alternative zum Telefonanschluss" schnell eine reine Zusatzfunktion zum normalen Telefon. Denn das kann ohnehin nicht einfach so abgemeldet werden, denn T-Com, Arcor und die allermeisten Provider setzen einen Telefonanschluss voraus - sonst gibt es kein DSL. Nur QSC und seit neuestem auch Tiscali bieten reine DSL-Anschlüsse an, allerdings lohnt sich das finanziell nicht.

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