Spaß im Großformat
Test: Peter Jackson's King Kong
Der große Gorilla hat seine Duftmarke in den Lichtspielhäusern gesetzt. Im offiziellen Spiel zum Kinokracher machen sich Gamer zum Affen - unter anderem.

Inhaltsverzeichnis
- 1Mal Mensch, mal Affe
- 2Maden am Spieß
- 3Zucker für den Affen, Spaß für den Spieler
Schon als Knirps stand Oscar-Preisträger Peter Jackson auf Action und Special Effects. So sehr, dass er im Alter von acht Jahren Kriegsfilme im heimischen Vorgarten drehte. Dabei gelang sein erster Spezialeffekt: Handgestochene Löcher im Zelluloid simulierten das Mündungsfeuer der MG-Attrappen.
Als Erwachsener darf das ewige Kind Peter Jackson Millionenbudgets verschleudern. Jüngstes Beispiel: "King Kong". Für das Spiel zum - 207 Millionen US-Dollar teuren - Film stand der Regisseur in engem Kontakt mit "Rayman"-Erfinder Michel Ancel, dessen Team aus dem Leinwandspektakel Unterhaltungssoftware machte. Mit Erfolg.
Mal Mensch, mal Affe
Inhaltlich liegen Film und Spiel beieinander. Ein gerissener Filmemacher sticht auf der Suche nach einem sagenumwobenen Eiland in See. Mit an Bord: ein Drehbuchautor, eine kreischfreudige "weiße Frau" sowie eine mehrköpfige Crew. Nach langer Reise ragt in der sturmgepeitschten See eine mysteriöse Insel auf: Skull Island.
Hier beginnt das Abenteuer, das der Spieler meistenteils als Jack Driscoll in wechselnder Begleitung der "King Kong"-Hauptdarsteller erlebt. Zu den Highlights zählen natürlich die Passagen, in denen man den Riesenaffen persönlich über die Insel hetzen darf. Kongs urwüchsige Kraft wird dabei effektvoll in Szene gesetzt, sei es beim Schwingen durch Felsschluchten oder im Kampf gegen Dinosaurier, Flugungeheuer und Riesenschlangen. In New York City zerlegt der Affe später Militäreinheiten und pflückt an der Spitze des Empire State Building die obligaten Flugzeuge vom Himmel.
Durch das berüchtigte Trommeln auf die breite Brust setzt der haarige Gigant zusätzliche Energien frei. Im so genannten Wutmodus, angekurbelt durch das Mausrad, sorgt er für chirurgisch irreparable Kieferbrüche. Kinobesucher durften diesen Kampfkniff bereits auf der Leinwand bestaunen.
Maden am Spieß
Im Gegensatz zu Kong, der in der dritten Person gesteuert wird, erkundet Jack die Insel aus der Egoperspektive. Der Begriff Artenschutz verliert im Angesicht aggressiver Tausendfüßler, Fledermäuse, Krebse und Spinnen rasch an Bedeutung. Fressen und gefressen werden: Nach diesem Motto leben und sterben die Bewohner von Skull Island, wo sich die sich Nahrungskette wie ein blutroter Faden durch das Gameplay zieht. Ein Beispiel: Jack muss einen Pfad passieren, den gefräßige Riesenspinnen blockieren. Um die Viecher abzulenken, spießt er eine Riesenmade auf und wirft das Schaschlik an eine Stelle abseits des besagten Pfads. Mit etwas Glück laufen die Achtbeiner sogar dem nächstgrößeren Fressfeind vor das hungrige Maul.

Der Film ist geil... :-D