Die beste Hardware-Ausstattung aus 17 Router-Tests
Super-Router selbst gesponnen: Teil 1
Christian Grohmann
Was muss ein Netzwerk-Router können, um wirklich allen Ansprüche der netzwelt-Tester gerecht zu werden? Nach über einem Jahr Erfahrung mit knapp 20 DSL-Testgeräten haben die netzwelt-Redakteure sämtliche Leistungsmerkmale kennen und schätzen gelernt, die der perfekte Router beherrschen muss. All diese Funktionen in ein Gerät zu packen, wäre für die Hardware-Schmieden eine nette Aufgabe für die Zukunft. Netzwelt ist damit schon fertig - zumindest auf dem Papier. In einer kurzen Serie stellen wir einen eigenen Super-Router vor.
Das Konzept unseres Super-Routers nimmt genau wie die bisherigen Testgeräte den SOHO-Markt ins Visier. SOHO steht für "Small Office, Home Office" und stellt die Geräteklasse dar, die vorrangig in kleineren Betrieben und Privathaushalten zum Einsatz kommt. Deshalb verzichtet unser Konzept auf abgehobene Dinge wie Verbindungsmöglichkeiten für mehrere DSL-Leitungen gleichzeitig oder 40 Netzwerkanschlüsse. Und wer an einem genannten Leistungsmerkmal gefallen gefunden hat, findet am Ende eine Liste, an welchem Gerät er dieses bereits heute findet.
Das Kind braucht einen Namen
Manche Produktnamen mögen zwar dem Fachmann einen Hinweis auf den Funktionsumfang eines Gerätes geben, sind aber nicht gerade kundenfreundlich und erst recht nicht gesprächstauglich. "Mein neuer AZ59 FS Air RW / BD465GTI / 4508TeGRSR ist einfach fabelhaft" klingt einfach nur weltfremd, aber ähnliche Namen gibt es wirklich. Unser Router-Konzept erhält deshalb einen einprägsamen und einfachen Namen, der seinem Funktionsumfang gerecht sein soll: netbase 3000 - die ultimative Kommunikationsplattform für Zuhause.
Super-Router
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Der Router an sich
Das Äußere muss natürlich ansprechend sein, ein schickes Gehäuse muss schließlich nicht hinter Möbeln oder im Wandschrank versteckt werden. Das Hinsehen sollte sich allerdings auch in anderer Hinsicht lohnen: Mit genügend Leuchtdioden muss die netbase 3000 sämtliche Betriebsmodi und Netzwerkaktivitäten darstellen können. Dazu gesellt sich ein zusätzliches Display samt Bedienfeld, mit dem die Basiskonfiguration auch ohne PC vorgenommen werden kann und mit dem sich Fehler diagnostizieren lassen.
Um den praktischen Wert noch zu steigern, eignet sich die netbase 3000 für die Wandmontage. Im Betrieb konsumiert sie nicht mehr Energie als die Geräte, die sie ersetzen soll: Telefonanlage und Netzwerk-Router. Im Sparbetrieb benötigt sie nicht mehr als vier Watt. So muss das System beispielsweise über Nacht alle nicht benötigten Dienste in den Standby-Modus versetzen.
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Was bei all diesen Routern fehlt ist auch hier wieder ein Taster, um WLAN mal eben abzuschalten, den Router aber an zu lassen, also kein Powerknopf, sondern "WLAN on/off".
in der tat, ein traumrouter.
das ding waere sofort gekauft! :)
eine frage habe ich aber als qsc kunde.
warum "gibt" es keine netbase3000 sdsl-version bzw keine integrierte sdsl-funktionalitaet?
gibt es da villeicht zu viele standards?
oder zu wenige anbieter?
Tolles Teil!!
Aber man muß unwahrscheinlich aufpassen, wenn man mit wenigen Knöpfen und einem kleinen Display ein Gerät konfigurieren will!
Es passiert ganz schnell, daß die Bedienung nicht mehr wirklich komfortabel ist (nur noch der Entwickler das Ding intuitiv bedienen kann!).
Das beste Beispiel hierfür ist meine Heizung daheim!! Die besitzt etwa 500 Funktionen (bitte nicht auf die genaue Zahl festlegen!!), die alle über 5 Knöpfe (die wiederum nur mit Symolen gekennzeichnet sind) zu steueren sind.
Ich muß obwohl ich sonst kaum Anleitungen verwenden muß jedesmal wieder nachlesen wenn ich nur die Einschalttzeit des Warmwassers am Morgen von 6:20 Uhr auf 6:10 Uhr stellen will :-(
Grüße Grunzer
Hallo zusammen!
Vielen Dank für euer konstruktives Feedback. Hoffe, irgendein nahmhafter Hardware-Hersteller nimmt sich mal meinen Entwürfen an und baut so ein Ding ;)
@ ogiesber: Keine Panik, an den WLAN-on/off-Schalter hab ich gedacht. Die kürzlich getestete Fritz!Box 3070 hat so einen - feine Sache. Hab nur darauf verzichtet, ihn auf die Rückseite zu packen, weil das ja an sich mit dem Bedienfeld an der Vorderseite zu bewältigen sein müsste.
@ heinz: Guter Punkt. Ursprünglich hatte ich ein modular austauschbares Modem vorgesehen, nach einem ähnlichen Prinzip wie die PCMCIA-Steckkarten fürs Notebook. Damit hätte man dann alle aktuellen und zukünftigen Übertragungsarten von Fernsehkabel bis VDSL abdecken können. Gleichzeitig hab ich aber versucht, das Gerät nicht zu aufwändig zu gestalten - und mit eingebautem ADSL-Modem wird nun einmal die größte potenzielle Kundenzahl erreicht. Alle anderen müssen vorerst mit dem vorschaltbaren Modem (Artikel Seite 3) auskommen. Zumindest gibt es eine Möglichkeit.
Aber wenn sich die netbase 3000 gut verkauft, ließe sich bestimmt über eine SDSL-Version nachdenken ;)
@ grunzer: Oh ja... Dazu braucht es noch nicht einmal eine Heizung (bei der ist sowas ja halbwegs nachvollziehbar). Wenn man sich moderne Autoradios anschaut, wo man mit vier Knöpfen zehn verschiedene Menü-Ebenen erreichen soll. Da kommt man auch als Beifahrer schonmal nicht um die Bedienungsanleitung herum, und der Fahrer sollte erst gar nicht daran denken, solche Einstellungen zu ändern.
Ein vernünftiges Autoradio dagegen wäre - sowohl optisch als auch von der Bedienerfreundlichkeit - ein gutes Vorbild für das Bedienfeld der netbase 3000. Aber auch ziemlich aufwändig. Der Intertex IX67 kommt mit drei Tasten aus - das ist für den gebotenen Funktionsumfang ganz brauchbar, allerdings hätte dieser gerne etwas umfangreicher sein können. Hier gilt es also auch, den goldenen Mittelweg zu finden...
Gruß Stealth -- Der zweite Teil folgt am Wochenende.
Hmm SW wäre lt Teil 3 also Linux als OS und darauf IPCOP und ASTERISK oder?
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