Ratgeber: Warum ich TROTZDEM einen Mac benutze

"Für den Mac gibt es keine Software!"

Ein Argument, das gerne von selbsternannten Computer-Cracks vorgebracht wird. Das sind diese Jungs, die ihre Heimvideos mit Adobe Premiere schneiden und Photoshop nutzen, um rote Augen auf ihren Handy-Fotos zu korrigieren, natürlich ohne die Software je gekauft zu haben. Ganz Unrecht haben sie allerdings nicht: Tatsächlich gibt es in Tauschbörsen recht wenige Mac-Titel. Aber Software sollte schließlich auch gekauft und nicht kopiert werden und nur, weil die Software nicht so häufig in Tauschbörsen zu finden ist, heißt das noch lange nicht, dass es wenige Titel gibt.

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Beim Software-Argument kann ein Mac-Anwender nur laut Husten und auf Software-Seiten wie Versiontracker oder Macupdate verweisen. Die einfache Portierung von Open-Source-Software auf Unix-Basis in Richtung Mac sorgt für eine ständig wachsende Software-Grundlage, von der Briefmarken-Verwaltung über die wissenschaftliche Software bis hin zum Profi-Schnittprogramm gibt es nichts, was es nicht gibt. Außerdem sind die Free- und Shareware-Entwickler der Mac-Szene besonders aktiv. Es gibt nach Apple-Angaben bereits mehr als 10.000 Software-Titel für Mac OS X, Tendenz steigend. Und dann gibt es natürlich noch die Software-Lösungen von Apple, die von Consumer bis Profi jeden Geschmack bedienen. Im Gegensatz zu Windows muss nach dem Ausprobieren von Software auch nicht damit gerechnet werden, dass der Rechner danach instabil läuft. Grund dafür ist das Unix-Betriebssystem, das weitestgehend auf Installationsroutinen und vor allem auf eine anfällige Registry verzichtet.

"Mac OS X ist zu verspielt und langsam!"

Bis zu einem gewissen Grad mag diese Annahme richtig sein. Mac OS X ist ein Ressourcen-Fresser, aber welches moderne Betriebssystem ist das nicht? Egal, ob Windows mit aktivierten Effekten, Linux mit KDE oder eben Mac OS X: Der Trend geht zu schicken optischen Effekten und einer völlig überfrachteten GUI. Der Vorteil von Mac OS X ist, dass die Oberfläche dank einheitlicher Systeme und intelligenter Programmierung möglichst effizient mit den Ressourcen des Rechners umgeht, während Windows und Linux auf den uneinheitlichen PC-Systemen solche Effekte rein über den Prozessor abwickeln, um höchste Kompatibilität zu gewährleisten.

Allerdings hat OS X im Gegensatz zur Konkurrenz den Nachteil, dass sich die Spielereien nur geringfügig einschränken lassen: Während Windows und Linux problemlos auf den "Graue-Maus-Look" der 90er zurückgefahren werden können, müssen Mac-Anwender eben mit Quietschi-Bunti leben. Wer das überhaupt nicht aushält, kann aber zur Unix-Kommandozeile wechseln und Mac OS X nutzen wie anno Tobak das Unix-Terminal in der Uni. Übrigens eignet sich die Kommandozeile auch vortrefflich für die Nutzung von System-Tools, die nicht in der grafischen Oberfläche integriert wurden.

"Mac OS X nimmt dem Anwender die Möglichkeit, selbst einzugreifen"

Diese Fehlansicht basiert auf der oberflächlichen Ansicht, dass OS X den Benutzer nur wenig Möglichkeiten gibt, ins System einzugreifen. Ursprünglich wurde dieses Gerücht wohl von Zeitgenossen gestreut, die beim Wechsel von Classic auf OS X nicht mit Unix zurande gekommen sind. Denn Unix ist nicht nur ein mächtiges System, nein, es lässt dem Anwender auch wirklich alle Möglichkeiten, noch im letzten Winkel herumzufeilen. Allerdings kennt Apple seine verspielten Pappenheimer und hat sich erlaubt, gefährliche Funktionen erst einmal für den Zugriff des Nutzers zu sperren. Es geht um die Betriebssicherheit des Systems, weshalb der Root-User deaktiviert ist, der die volle Macht über das System ausüben kann, mehr noch als jeder Admin - das höchste der Gefühle, was Apple ab Werk seinen Kunden eingesteht.

Natürlich sind es die Technikfreaks und Spielkinder, die durch ein unbedachtes Herumfuhrwerken im System dafür sorgen, dass Instabilitäten auftreten oder das Betriebssystem komplett den Geist aufgibt. So gibt es unter Windows die Helden, die für alles ständig mit Administrator-Rechten unterwegs sind, Unix-Systeme wie OS X und Linux sind durch den Super-User Root bedroht. Deshalb ist der in OS X ausgeschaltet, kann aber mit wenigen Mausklicks wieder aktiviert werden. Dafür muss nur das Dienstprogramm "Netinfo-Manager" gestartet werden und im Menüpunkt "Sicherheit" "Root-Benutzer aktivieren" gewählt werden, schon hat der Anwender die volle Macht über das System. Aber Vorsicht: Die unbedachte Benutzung von Root kann das System zerschießen!

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 38 Beiträge

Also - ich weiss jetzt nicht, wie alt die ganzen Kommentare hier sind und wie tot dieser Threat ist - ich schreibe diese Zeilen im Juli 2011 :) Ich habe einen langen PC-Leidensweg hinter mir - vor allem...

Also hört mal, mein Window 7 System läuft so perfekt wie ein Computer nur laufen kann. Er startet innerhalb von 23 Sekunden, Absturz?!? was ist das eigentlich? innerhalb von einem halben Jahr noch nie abgestürzt....

Ich lese immer nur: ja, stimmt! Aber..... Komisch das Apple auf Intel umgestiegen ist... Alles nur Individualismus....

Inhaltlich ist er schon super geschrieben, aber der Ausdruck kommt sehr oft arrogant rüber. Das stößt mir säuerlich auf und macht mich echt wütend. Gerade weil mich der Artikel an einen Kerl erinnert der so ein...

Zitat: Tja, das ist ganz einfach: -Ich zocke fast nur (Mac ungeeignet) Muss ich dir Recht geben. Das stimmt... Zitat: -Ich will reine...

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