In nur einem Jahr hat sich der DSL-Markt völlig verändert. Es geht weiter im gleichen Tempo
Jahresrückblick DSL: 2006 noch schneller und billiger?
Innerhalb eines Jahres ist es einem Provider gelungen, den ganzen Markt umzukrempeln: Am 29. März kündigte 1&1 eine DSL-Flatrate für zehn Euro an, in 22 Orten sogar für 6,99 Euro. Diese Preise galten für alle Bandbreiten, und auch sonst gab es keine Einschränkungen. Was die Kunden freute, läutete einen Preiskampf ein, der ruinös zu werden droht.

Inhaltsverzeichnis
- 1Die Flatrate ist der endgültige Tarif
- 2Kein Tummelplatz mehr für Kleinunternehmer
- 3Es ist schnell, aber es wird noch schneller
- 4Es ächzt im Gebälk
- 5Der VoIP-Elan verpufft
- 6So wird 2006
Zehn Euro ist mittlerweile der Standard-Preis für eine DSL-Flatrate, und zwar unabhängig von der Bandbreite des Anschlusses. In ausgewählten Städten gibt es die City-Flatrates; dort beträgt der Standardpreis fünf Euro. Einige Provider sind jedoch erst relativ spät oder recht zaghaft in den Preiskampf eingestiegen; besonders im zweiten Quartal mussten T-Online und Freenet Federn lassen, während 1&1 und Arcor davonzogen.
Die Flatrate ist der endgültige Tarif
Mit den günstigen Flatrates kam auch das Ende der Zeit- und Volumentarife und somit auch das schleichende Ende der kleinen Provider, die traditionell ohnehin kaum Flatrates anboten. Wenn es eine Flatrate für fünf bis zehn Euro gibt - wer will dann noch einen Zwei-Gigabyte-Tarif für drei Euro oder einen Zehn-Stunden Tarif für fünf Euro haben?

Kleine Provider: Keine Flatrates, sondern komplizierte Tarife
Die Flatrate hat sich als endgültiger Tarif durchgesetzt, auch für Leute, die eigentlich gar keine Flatrate bräuchten - so geht dann auch die Kalkulation der Provider auf. Und wenn ein Kunde einmal viel zu viel verbraucht, dann wird er eben hinauskomplimentiert - so geschehen bei 1&1. Dort werden Power-User gerne mit goldenem Handschlag verabschiedet.
Kein Tummelplatz mehr für Kleinunternehmer
Momentan konzentrieren sich die kleinen Provider noch auf die Pfennigfuchser, die mit einem Volumentarif noch etwas Geld herausschlagen möchten. 1&1, AOL und GMX bieten hingegen nur noch Flatrates an. Wiederum andere Provider versuchen ihr Glück mit abenteuerlichen Angeboten: So gibt es bei justDSL eine Flatrate, bei der nur der Upstream bezahlt werden muss; Preise-ABC verkauft eine Ein-Euro-Flatrate - allerdings kostet sie einen Euro pro Tag.

Es sieht leider nicht so aus, als ob sich da etwas grundlegendes tun würde.
und was ist mit den glasfaserusern?? hängen wir weiterhin hinterher???
Ähm, das war nicht 1 und 1 wo so die Flatrate Preise gedrückt haben, sondern erst Arcor und dann 1 und 1. 1 udn 1 hat es nur dann als erstes an die größere Glocke gehängt. MfG Sascha