MIT Media Lab vergibt Zuschlag
Notebook: Quanta baut den 100-Dollar-Laptop
Der vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte, so genannte 100-Dollar-Laptop wird vom taiwanischen Notebook-Hersteller Quanta gefertigt werden. Das gab jetzt der Vorsitzende des MIT Media Lab, Nicholas Negroponte, bekannt. Ein erster Prototyp des Billig-Notebooks war bereits im November auf dem zweiten UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) in Tunis vorgestellt worden.
Design und Ausstattung des Notebooks standen bereits damals endgültig fest: Robust und praktisch soll der Mobilrechner sein und über eine Handkurbel jederzeit mit Strom versorgt werden können. Im Inneren werkeln ein AMD-Geode-Prozessor, Flash-Speicher und ein WLAN-Modul für den Internetzugang; das Betriebssystem kommt von der OpenSource-Größe Linux. Alles, was noch fehlte, war ein Hersteller, der sich bereit erklärt, das Gerät in kürzester Zeit zu günstigen Konditionen in großen Stückzahlen zu fertigen. Nachdem auch dieses Problem jetzt geklärt ist, steht der Produktion des 100-Dollar-Laptops nichts mehr im Wege.
100-Dollar-Laptop kommt im nächsten Jahr
Nicholas Negroponte zeigte sich über das Abkommen mit Quanta erfreut: "Alle Zweifel, dass ein sehr günstiger Laptop für Bildungszwecke in den Entwicklungsländern gebaut werden kann, sind jetzt ausgeräumt." Damit spielte der Chef des MIT Media Lab sowie der eigens für den 100-Dollar-Laptop gegründeten Initiative "One Laptop per Child" (OLPC) auf eine vor kurzem laut gewordene Kritik des Chipherstellers Intel an: Der Chef des Großkonzerns, Craig Barrett, hatte gegenüber der Presse erklärt, dass der 100-Dollar-Laptop wohl eher ein 100-Dollar-Gadget, also reine Spielerei, sei und keine Erfolgsaussichten habe.
Die ersten 100-Dollar-Laptops sollen bereits Ende kommenden Jahres erhältlich sein. Insgesamt sollen zwischen fünf und 15 Millionen Stück der günstigen Geräte an Entwicklungsländer wie China, Indien, Brasilien, Argentinien, Ägypten, Nigeria und Thailand ausgeliefert werden. Finanziert werden die Notebooks dabei von den Regierungen der einzelnen Länder.


Das IT-Hilfsprojekt "One Laptop Per Child" nimmt konkrete Formen an. Im November können Interessenten das günstige Lern-Notebook bestellen. Mit diesem Projekt sollen Kinder in der Dritten Welt die Möglichkeit bekommen, einen eigenen Computer zum Lernen zu erhalten.
Der indische 10-Dollar-PC ist noch nicht fertig, ein passendes Online-Bildungsportal startete die indische Regierung aber bereits. Die Arbeit an dem günstigen Computer geht weiter und der Preis von 10 Dollar bleibt das Ziel.
Um den XO-Laptop, gedacht als Lerncomputer für Kinder, ist es in den letzten Monaten still geworden. Unstimmigkeiten und hohe Kosten hemmten das Projekt. Jetzt haben die Organisatoren eine neue, leistungsfähigere Version des 100-Dollar-Rechners vorgestellt.
One Laptop Per Child ist mit dem "100-Dollar-Laptop" bekannt geworden. Inzwischen arbeitet die gemeinnützige Organisation an einem Tablet, das ebenfalls zu diesem Preis auf den Markt kommen soll.





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