Anleitung: So schützen Sie Ihr Notebook vor Datendieben

5. Sicherung: Tracking-Software

Waren alle Schutzmaßnahmen vergebens und wurde das Notebook trotzdem gestohlen, hilft eine Tracking-Software weiter. Solche Programme sind auf dem Computer installiert, laufen im Hintergrund und informieren einen Server in unregelmäßigen Abständen darüber, welche IP-Adresse der Rechner gerade hat und in der Nähe welcher Internet-Router er sich gerade befindet.

Werbung

Aus diesen Informationen lässt sich möglicherweise der Aufenthaltsort des Notebooks herausfinden. Das Problem der meisten Anbieter von Tracking-Software ist aber, dass die Informationen auf firmeneigene Server heraufgeladen werden - und zwar solange das Programm aktiv ist, auch wenn sich der Laptop noch im eigenen Besitz befindet.

Eine gelungene Alternative ist daher Adeona: Dieses Forschungsprojekt der Universität in Washington - benannt nach der römischen Göttin für sichere Heimkehr - setzt auf quelloffenen Programmcode. Zudem lädt die Adeona-Software die Ortsinformationen des gestohlenen Notebooks verschlüsselt in die Datentabellen des Projektes "OpenDHT" hoch. Nur wer die Software auf dem Laptop installiert hat, kann auch die Daten abrufen.

Adeona
Tracking-Software mit Open-Souce-Hilfe: Adeona.

Nachteil: Die Entwickler betonen, dass die Tracking-Software Adeona nur gegen den durchschnittlichen Dieb wirkungsvoll ist. Profis können Adeona in wenigen Sekunden vom System deinstallieren. Außerdem sendet die Software nur dann Ortsinformationen, wenn eine Internetverbindung besteht. Adeona hilft also lediglich dann weiter, wenn das eigene Notebook unfreiwillig den Besitzer gewechselt hat und regulär weiterbenutzt wird.

6. Sicherung: Regelmäßige Backups

Wenn ein Laptop gestohlen wurde, kommt unter Umständen die Versicherung für den entstandenen Schaden auf. Die auf dem Notebook gespeicherten Daten sind indes unwiederbringlich verloren. Wenn schon ein Fremder die eigenen Informationen besitzt, sollten sich diese wenigstens weiterhin im eigenen Besitz befinden. Dafür hilft nur eins: Regelmäßige Backups von wichtigen Dokumenten auf einem anderen Computer, externen Festplatten oder optischen Medien.

Fazit: Vorsicht auf mehreren Ebenen

Egal wie viele Schutzmethoden verwendet werden: Ein Notebook und die darauf gespeicherten Daten bleiben angreifbar. Hat der Dieb ausreichend Zeit und Wissen, helfen auch die hier vorgestellten Sicherheits-Tipps nicht. Wer jedoch seine Hardware im Auge behält, starke Passwörter sowohl für BIOS als auch Betriebssystem verwendet, wichtige Dateien auf dem Rechner verschlüsselt und als Backup an anderer Stelle sichert, macht es den Kriminellen schwer und mindert den eigenen Frust.

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 7 Beiträge

Zitat: [...] einen Datensave einzurichten. [...] und der Save offen ist Daten safe , nehm ich an?

Aber wirklich :-) Vor allem finde ich es extrem lustig, daß man den IE braucht um das Cert. zu exportieren! Grüße

Wow. Das ist ja einfach... da lob' ich mir aber mein Mac OS X: Systemeinstellungen -> Sicherheit -> FileVault aktivieren. Fertsch ;-)

Habe nochmal nachgeforscht und mitlerweile gibt es einige Seiten, die Infos hierzu vorhalten. Jetzt habe ich auch verstanden, warum ich keine Option zu diesem Thema in Win selber gefunden habe :-)

Hi, Ein Problem mit der Verschlüsselung von Daten mit Boardmitteln von XP ist mir mal aufgefallen. Allerdings kann es sein, daß dieser Umstand mitlerweile behoben ist --was ich aber nicht...

Eigenen Kommentar schreiben