Pauschale Lizenzen für Podcaster gefordert
Podcasts und Playlists: Mixtapes des 21. Jahrhunderts
Playlists und Podcasts könnten zu wichtigen Bestandteilen des Online-Musikbusiness werden, glaubt Derek Slater. Der Online-Musikexperte hat jetzt gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Gartner Research eine Studie vorgestellt, die im Austausch musikalischer Vorlieben einen wichtigen Motor für das Download-Geschäft sieht.
Im Jahr 2010 werden laut Slater 25 Prozent des Online-Musikgeschäfts direkt durch den Austausch von Musikfans untereinander bestimmt. Schon heute sei das Interesse an solchen Angeboten groß. So gaben ein Viertel der für die Studie befragten Internetnutzer an, dass sie Möglichkeiten zum Tausch von Musik oder Playlists für ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Online-Musikangebots halten. In diesem Zusammenhang wachse auch das Interesse an Podcasts.
In den vergangenen Monaten haben einige Online-Musikangebote damit begonnen, Möglichkeiten zum Tauschen und kollaborativen Filtern von Inhalten einzuführen. So besitzt iTunes mittlerweile ein Playlist Central zum Austausch virtueller Mixtapes. Doch beim Wort Tausch denken viele immer noch automatisch an Kazaa und Co. Slater hält dies für einen Fehler: "Die Aspekte illegaler Downloads haben Rechteinhaber zu lange von den Vorteilen abgelenkt, die das Verbreiten von Inhalten durch einzelne Nutzer haben kann."
Dazu gehört laut Slater auch, die positive Rolle von Musik-Podcastern bei der Geschmacksbildung von Online-Musikfans anzuerkennen. Zur Regelung der bisher noch offenen Lizenz-Fragen schlägt er deshalb eine pauschale Nutzungslizenz für Podcaster vor.

Apple will offenbar in naher Zukunft Werbeeinblendungen in seine iTunes-Software integrieren. Einem Bericht des US-Magazins Adage zufolge soll sich dies vorerst jedoch nur auf Podcasts beschränken.




