DVD-Festplattenrecorder: So schicken Sie VHS in den Ruhestand
Mit Wissen, Neugierde und Equipment unterm Arm zum Fachhändler
S-Video: Bessere Bildqualität als SCART bietet die S-Video-Schnittstelle. Die Farb- und Helligkeits-Werte werden hierbei getrennt übertragen, was auch ungeschulte Augen erkennen können. S-Video, der Anschluss wird häufig auch als Hosidenbuchse bezeichnet, sorgt zudem für ein deutlich schärferes Bild.
Composite: Erkennbar an der gelben Chinch-Buchse, ist diese Schnittstelle eigentlich nur eine absolute Notlösung. Im Gegensatz zu S-Video teilen sich Farb- und Helligkeits-Informationen ein und denselben Signalweg. Das Ergebnis sind recht unscharfe Bilder.
Komponenten (YUV / YcrCb): Diese Anschlussmöglichkeit bieten immer mehr Geräte. Erkennbar sind sie an einer blauen, einer roten und einer grünen Buchse. Besteht keine Möglichkeit einer digitalen Signalübertragung, sollte diese Möglichkeit die erste Wahl sein. Helligkeit und Farbsignale werden getrennt übertragen. YUV ist quasi die Ursuppe auf der DVD. Erst aus diesen Informationen erzeugt der Videorecorder ein S-Video-, Composite- oder ein anderes Signal. Da keine Umwandlung nötig ist, profitiert die Bildqualität.

Um den neuen Videorecorder optimal in das bestehende Heimkino einbinden zu können, sollte das Wunschgerät zudem über einen optischen oder digitalen Audio-Ausgang verfügen.
Um den für sich optimalen Recorder zu finden ist es wichtig, über die Möglichkeiten der aktuellen Gerätegeneration Bescheid zu wissen. Lässt man die absoluten Hightech-Spielzeuge und die günstigsten Baumarkt-Recorder außen vor, kristallisiert sich die Mittelklasse heraus. Die Preise für diese DVD-Festplattenrecorder liegen zwischen 500 und 1.000 Euro. Bei näherer Betrachtung leisten sie alle mehr oder weniger dasselbe. Und auch bei der Bild- und Tonqualität stellt allenfalls das Messlabor Unterschiede fest.
Der Focus des Käufers sollte daher auf Bedienbarkeit und Ausstattung liegen. Jetzt hilft nur noch ausprobieren. Am besten man spielt im Fachhandel einmal die typischen Anwendungen wie TimeShift, DVDs brennen, EPG oder andere Aufnahmeprogrammierungen durch. Oder man lässt sie sich vom Verkäufer zeigen. Wer später sein Urlaubsvideo über den Videorecorder auf DVD brennen möchte, sollte die Kamera am besten auch gleich an Ort und Stelle anschließen. Nur so vermeidet man späteren Ärger über fehlende Schnittstellen oder miese Menüs.
