Kleiner Roboter - große Wirkung?
Verkehrte Netzwelt: Honda Asimo - Terminator, Alpha-Version?
Sicherheit
Groß und furchteinflößend, das ist Arnold Schwarzenegger in den Terminator-Filmen. Der kleine Asimo ist da anders: Asimo ist Hondas Versuch, einen aufrechten, möglichst selbstständigen humanoiden Roboter zu bauen. Einen, der als persönlicher Diener und als Empfangsdame arbeiten kann oder alte Leute im Rollstuhl durch die Gegend schiebt. Asimo zeigt auf beängstigende Weise, wie weit die Technik bereits fortgeschritten ist - droht die elektronische Killermaschine?
Kleiner Diener
Wie eine Killermaschine schaut er nicht aus, der neue Asimo. Mit seinen rund 1,30 Metern Körpergröße ist er so konzipiert, dass er keinen normalen erwachsenen Menschen überragen und dadurch erschrecken kann. Weiß ist seine Hülle, dicke Arme und Beine und ein großer Kopf erfüllen das Kindchenschema voll. In einem Wort: Hondas Asimo sieht sympathisch aus. Weniger wie eine Maschine als vielmehr wie ein Kind im Astronauten-Kostüm.
Ende 2004 hatte Honda die letzte Asimo-Variante vorgestellt; jetzt, Ende 2005, ist es wieder soweit, wieder ist Asimo eine Version weiter, wieder kann er mehr. Und Honda ist stolz auf seine Entwicklung, denn der neue Asimo ist wesentlich alltagstauglicher als alle seine Vorgänger. Er läuft nicht nur endlich schnell genug, um mit einem Menschen mithalten zu können, nein, er verfügt auch über hochentwickelte Hände mit Drucksensoren, die ihm erlauben, harte und weiche Gegenstände auseinander zu halten. Dadurch kann er Hände halten und Tabletts annehmen.
Kaum mehr als ein Baby
Honda möchte den kleinen Roboter künftig als Real-Life-Avartar einsetzen, um Menschen zu bedienen. Erster Einsatzort soll ab Frühjahr 2006 der Büro-Bereich im Honda-Wako-Gebäude in Wako, Japan sein. Dort wird der kleine Roboter auf Herz und Nieren getestet und soll später auch vermietet werden, sofern die Tests denn erfolgreich laufen. Asimo ist kein Vorserien-Produkt, sondern eine Technologie-Studie, mit deren Hilfe Honda die künstliche Intelligenz und die Biomechanik erforscht. Teile von Asimos Hard- und Software fließen allerdings in andere Honda-Produkte ein.
Dabei hätte der kleine Roboter als persönlicher Diener durchaus Potential. Anders als andere Service-Roboter ist er in der Lage, Treppen zu steigen und Menschen bei der Hand zu nehmen. Zudem ist er mit sechs km/h inzwischen überaus flott unterwegs und kann sogar im Kreis rennen. Seine hoch entwickelte Bilderkennung macht es Asimo vergleichsweise leicht, Menschen zu erkennen, auch an der Spracherkennung feilt Honda. Immerhin: Was so leicht gesagt ist, Laufen, Treppen, Menschenerkennung - Dinge, die jedes Kleinkind mit zwei Jahren beherrscht - stellen für aktuelle Computer noch eine gigantische Leistung dar. Trotzdem ist Asimo auf den besten Wege, das Gehen, Sehen und Verstehen zu lernen - ist das der erste Schritt zum kleinen, persönlichen Helferlein?
Links zum Artikel
- ASIMO
- Eurobot 2005: "Bringe Robotern das Kegeln bei"
- Honda-Wako-Gebäude
- Japan: Polizeiroboter im Einsatz
- Robo-Skorpion soll zum Mars fliegen
- Terminator 3.de
Jetzt sind Sie dran.
Kommentieren
nach oben







