Adventurespaß made in Germany
Kurztest: Ankh
Mit seinem Adventure-Debüt verbeugt sich das deutsche Entwicklerteam Deck 13 vor den US-Klassikern des Genres. Angesiedelt im alten Ägypten, erinnert "Ankh" an Titel der "Monkey Island"-Reihe.
Diese Verwandtschaft zu LucasArts-Werken ist urheberrechtlich einwandfrei. Es waren ehemalige Mitarbeiter von LucasArts, heute Telltale Games, die den "Ankh"-Programmierern mit Rat und Tat zur Seite standen. Wie genau die Zusammenarbeit ausgehen hat, erklärt Deck 13-Creative Director Jan Klose: "Sie [Telltale Games] haben das Konzept sowie Vorab-Versionen evaluiert und Hinweise gegeben, wo Story, Dialoge und Rätsel noch geändert werden sollten. Zudem haben sie einige Tipps für die englische Version gegeben, die auch in den USA erscheinen soll."
Mumifizierter Partyschreck
Assil heißt der Held des mit ca. acht Stunden Spielzeit relativ kurzen Vergnügens. Im Inneren einer Pyramide lädt er Freunde zu einem privaten Fest. Die gute Laune ist dahin, als sich die hiesige Mumie in ihrer Grabruhe gestört fühlt und Assil mit einem Fluch belegt. Fortan baumelt dem Todgeweihten ein Ankh um den Hals, das altägyptische Symbol des Lebens. Weil Assil den wertvollen Ankh-Anhänger für einen Flaschenöffner hält, wird er zur leichten Beute eines dubiosen Geschäftemachers. Doch es gibt noch mehr Probleme: Assil braucht eine Audienz beim Pharao, will er den Fluch bannen. Leider hat der Göttliche die sehr irdische Angewohnheit, Bittsteller per Falltür in den Kerker zu befördern, was Assil im zweiten von insgesamt fünf Kapiteln prompt zu spüren bekommt.
Für den Spieler bedeutet diese Verkettung von Unglücken Unterhaltung pur - im doppelten Sinne. Dafür sorgt nicht zuletzt die Verpflichtung namhafter Synchronsprecher, darunter die deutschen Stimmen von Ben Stiller, John Cleese oder Renee Zellweger. Ein Multiple-Choice-System kultiviert den Meinungsaustausch mit debilen Meuchelmördern, pensionierten Flaschengeistern und Palastwachen mit Krokodilphobie. Schräge Typen und Situationen gibt es im Spiel wie Kreuzfahrtschiffe auf dem Nil.
Die Leichtigkeit des Verfluchtseins
In einer bunten 3D-Umgebung veranlassen Mausklicks die Charaktere zum Laufen und Interagieren mit Personen oder Gegenständen. Die Charaktere? Richtig, "Ankh" wechselt sporadisch die Rollen, so dass auch Assils Gefährtin Thara unter der Fuchtel des Spielers steht. Nur mit vereinten Kräften kann das gemischte Doppel gewisse Situationen meistern.
Ankh
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Zwar zieht der einsteigerfreundliche Schwierigkeitsgrad mit der Zeit an, gestandenen Knobelexperten sollte "Ankh" jedoch zu keinem Zeitpunkt Probleme bereiten. Häufig ist das Inventarmenü so leer, dass sich die Lösungswege praktisch von selbst erklären.
Fazit: Selten urkomisch, aber durchweg amüsant. Ein beachtliches Debüt.


Allen Schwarzmalern und politischen Betonköpfen zum Trotz, der Spielestandort Deutschland mausert sich. Zu den Aufsteigern der letzten Jahre zählt der Frankfurter Entwickler Deck 13, dessen Debüt "Ankh" den Geist jener Adventures beschwor, denen eine ganze Gamer-Generation nachschmachtet. Mit "Jack Keane" veröffentlichen die Hessen nun ein weiteres Point&Click-Abenteuer im "Monkey Island"-Stil.
Völlig verrußt und nur noch mit einem Nachthemd bekleidet steht Assil eines Abends mit seiner Freundin Thara vor seinem brennenden Haus. Dabei wollte der Ägypter eigentlich mal zur Ruhe kommen. Doch wenn die Götter um die Weltherrschaft kämpfen, hat die Menschheit nichts zu lachen. In Deck 13s Point&Click-Adventure "Ankh: Kampf der Götter" ist diese Zeit angebrochen. Und nur einer kann die Welt retten: Assil und sein "Ankh"-Amulett. Wir haben die PC-Version getestet.
Im nächsten Jahr erwarten den begeisterten Spiele-Fan eine Menge Highlights. Neben der NDS-Portierung von "Ankh" präsentiert Daedalic Entertainment noch drei weitere Titel für den PC. Klimakatastrophen, völlig neue Spielansätze und das Fantasy-Adventure "The Whispered World" wecken die Lust auf neue Abenteuer.




