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Fritz! ohne Fon: Die Fritz!Box WLAN 3070 im Kurztest
WLAN-Router ohne VoIP-Schnickschnack

von Christian Grohmann Uhr veröffentlicht

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"Gewöhnlich" - normalerweise wünscht sich kaum ein Hersteller, dass ein Produkt aus dem eigenen Hause mit diesem Adjektiv versehen wird. Gemessen an den Leistungsmerkmalen würde aber genau das auf die Fritz!Box WLAN 3070 zutreffen, wären da nicht ein paar nennenswerte Extras.

"Gewöhnlich" - normalerweise wünscht sich kaum ein Hersteller, dass ein Produkt aus dem eigenen Hause mit diesem Adjektiv versehen wird. Gemessen an den Leistungsmerkmalen würde aber genau das auf die Fritz!Box WLAN 3070 zutreffen, wären da nicht ein paar nennenswerte Extras.

Ohne Umwege hat AVM die Fritz!Box-Produktreihe erfolgreich vom einfachen Firewall-Modem hin zur DSL-Telefonanlage entwickelt. Aber fehlt da nicht ein Schritt in der Evolution? Richtig - um den gewöhnlichen Router hat AVM bisher einen Bogen gemacht. Das sollte die im August erschienene Fritz!Box WLAN 3070 ändern.

Viel Feind, viel Ehr’

Mit ihrer Ausstattung steigt die 3070er-Box zweifelsohne in eine Klasse ein, in der es viele starke Konkurrenten gibt. Router mit integriertem ADSL-Modem, vier LAN-Anschlüssen und WLAN gibt es viele. Auch gibt es in dieser Klasse genug Geräte, die genauso stabil und sicher laufen wie die Fritz!Box; mit einfacher Bedienung und Setup-Assistenten wartet mancher Konkurrent ebenfalls auf.

Was die Fritz!Box dennoch von der Konkurrenz unterscheidet, sind die ausgereiften Feinheiten, die sich sämtliche Fritz!Box-Produkte seit Einführung der Firmware-Erweiterungen teilen. So kann der Nutzer das mit dem proprietären AVM-Standard 802.11g++ reichweitenoptimierte Wireless-LAN bereits mit WPA2 verschlüsseln. Mit der Nachtschaltung lässt sich die WLAN-Aktivität zeitlich begrenzen. Hinzu kommt, dass AVM seine WLAN-Geräte als einer der wenigen Hersteller bereits ab Werk zumindest mit WPA-PSK verschlüsselt - andere funken ohne Hemmungen mit jedem.

Print- und Fileserver mit USB

Standardpaket hin oder her: Was die 3070 besonders auszeichnet, sind die USB-Anschlussmöglichkeiten. Da ist zum einen die USB-Schnittstelle vom Typ B, die inzwischen jede Fritz!Box um einen Netzwerk-Anschluss via USB reicher macht. Viel besser noch ist aber der Typ-A-Anschluss, an den sich ohne großen Aufwand Drucker oder Datenträger anschließen lassen - das haben sich schon viele Besitzer der Fritz!Box Fon vergeblich gewünscht. Doch damit nicht genug: Der USB-Anschluss kann mehr als nur als Print- oder Fileserver arbeiten.

USB-Datenaustausch für WLAN

Sehr innovativ ist der mit "Stick&Surf" umschriebene Prozess: Mit den WLAN-fähigen USB-Adaptern von AVM ist die Einrichtung eines Wireless-LAN besonders einfach. Der Stick wird kurz an den USB-Port der Fritz!Box angeschlossen, bis die Info-Leuchte aufhört zu blinken. Dann hat der Stick sämtliche Zugriffsdaten für das WLAN der Box erhalten und seine MAC-Adresse an die Box übermittelt. Der Nutzer muss ihn nur noch an den gewünschten Computer anstecken, und die Adapter bauen eine WLAN-Verbindung auf.

Sie mag noch so schön sein: Die Funktion "Stick&Surf" ist nur für die Einrichtung bestimmt, danach wird kaum jemand regelmäßig von ihr Gebrauch machen. Anders dagegen der WLAN-Taster an der Rückseite der Box. Damit lässt sich das Wireless-LAN nämlich auf Knopfdruck an- und ausschalten. Ist die Box gut erreichbar aufgestellt, ist dieses Verfahren noch einfacher als bei der Fritz!Box Fon-Reihe, wo der entsprechende Befehl über das Telefon eingegeben wird. Da soll einmal jemand behaupten, es seien nicht die einfachen Dinge, die einen glücklich machen können.

Und die Über-Box?

Gleiches Aussehen, gleiche Menüführung - gleiche Fähigkeiten? Wohl eher nicht, denn die Fritz!Box WLAN 3070 setzt sich deutlich von der Fritz!Box Fon-Familie ab, gründet gar eine neue: Die im Oktober erschienene Fritz!Box 2070 ohne WLAN ist der jüngste Nachkömmling. Schade nur, dass AVM bisher nicht alle Zutaten in einen Topf geworfen hat: Eine Telefonanlage mit den Fähigkeiten der Fritz!Box Fon WLAN 7050 inklusive USB-Zubehör-Anschluss stünde sicherlich schnell auf dem Wunschzettel eines jeden FBF-Fans.

Fazit: Einfach aber gut

In der Handhabung ist die Fritz!Box WLAN 3070 allemal anfängertauglich und sehr praktisch. Darüber hinaus bietet sie allerdings kaum Fähigkeiten, die der Konkurrenz überlegen sind. Die Firewall lässt sich Fritz!Box-typisch kaum konfigurieren, stellt jedoch einen sicheren Schutz dar. DSL-Einsteigern wird das sehr recht sein, Profis könnten sich dagegen an einer Firewall stören, die dem Nutzer derart wenige Eingriffsmöglichkeiten bietet. Zu haben sind die Fritz!Boxen 3070 und 2070 für 169 beziehungsweise 119 Euro unverbindlicher Preisempfehlung des Herstellers.

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"Gewöhnlich" - normalerweise wünscht sich kaum ein Hersteller, dass ein Produkt aus dem eigenen Hause mit diesem Adjektiv versehen wird. Gemessen an den Leistungsmerkmalen würde aber genau das auf die Fritz!Box WLAN 3070 zutreffen, wären da nicht ein paar nennenswerte Extras.

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http://www.netzwelt.de/news/73156-fritz-ohne-fon-fritz-box-wlan-3070-kurztest.html
2005-12-10 10:34:00
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Fritz! ohne Fon: Die Fritz!Box WLAN 3070 im Kurztest