iTTUSB von ION rettet Vinyl-Schätze in die Zukunft
Digitalisieren leicht gemacht: Erster Plattenspieler mit USB-Anschluss
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Das US-amerikanische Unternehmen ION hat jetzt den weltweit ersten Plattenspieler mit USB-Anschluss vorgestellt. Mit dem iTTUSB will der kalifornische Hersteller von Audio-Equipment das Digitalisieren von Schallplatten vereinfachen und mehr Musikliebhabern die Möglichkeit geben, ihre Vinyl-Schätze in die Zukunft zu retten.
Direktes Digitalisieren ohne großen Aufwand
Der bislang übliche Weg, einen Plattenspieler an den Rechner anzuschließen, führte über die Audioausgänge des Geräts beziehungsweise des daran angeschlossenen Verstärkers in die Audioeingänge der Soundkarte. Mit diesem für viele verwirrenden Kabelsalat ist jetzt endlich Schluss: Für den Anschluss des iTTUSB reicht ein einziges Kabel, das in den USB-Audio-Eingang der Soundkarte gesteckt wird. Eine weitere Installation ist nicht nötig; der Plattenspieler wird direkt als USB-Gerät erkannt und kann sofort eingesetzt werden.
Das Digitalisieren erfolgt dann über die mitgelieferte Audiobearbeitungssoftware "Audacity", die sowohl mit PCs als auch Macs eingesetzt werden kann. Die Aufnahmen können damit als Ogg Vorbis, MP3 oder WAV gespeichert werden. Um anschließend störendes Rauschen oder Knackser herausfiltern zu können, ist zudem eine Testversion von Bias Soundsoap 2 beigelegt.
Nicht nur für den Rechner geeignet
Der iTTUSB selbst ist zudem mit einer Tonhöhenkontrolle (Pitch) ausgestattet und kann um acht Prozent nach unten oder oben geregelt werden. Platten können sowohl mit 33 1/3 als auch 45 Umdrehungen pro Minute abgespielt werden; ein Adapter für Singles wird mitgeliefert. Darüber hinaus verfügt der Plattenspieler auch über ein Line-out und lässt sich somit auch eine normale Stereoanlage anschließen.
Offizielle Informationen zu Verfügbarkeit und Preis des iTTUSB liegen noch nicht vor. Das Gerät wird aber vermutlich zwischen 150 und 200 US-Dollar kosten.
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Gute Idee, aber wahrscheinlich 10 Jahre zu spät. Außerdem find ich den Preis zu hoch.
Und dann kann ich nix anfangen mit : "Für den Anschluss des iTTUSB reicht ein einziges Kabel, das in den USB-Audio-Eingang der Soundkarte gesteckt wird."
Hast Recht. Der Preis ist wirklich zu hoch.
Jeder, der Vinyls hat, besitzt auch einen Plattenspieler samt Vorverstärker. Ich glaube kaum, daß jemand, der seine Schätze archivieren will sich dafür einen Extra-Spieler kauft.
Außerdem fehlt an dem Ding die Geschwindigkeit 78 U/min für die alten Schellack - Schätzchen. (ich habe noch welche)
Zitat:
Naja, ich find' die Idee schon ganz gut, wenn man sich überlegt, dass Schallplatten durch Benutzung nicht gerade besser werden – warum nicht als Wave oder AIFF oder Losless auf die Platte rippen und da anhören?
Übrigens ist es mir ein völliges Rätsel, wie jemand heutzutage noch Schallplatten kaufen kann, das ist doch schlicht veraltete Technik aus dem 19. Jahrhundert?! OK, das Ritual ist schön und vielleicht ist der Klang voller als bei 'ner CD, aber dafür knackt und knistert es und dieses ganze Gedöns mit der Abnehmer-Nadel... *brrrr*
Dabei fällt mir ein: Warum sind all die Freunde der großartigen Analogtechnik "Schallplatte" keine Freunde der eigentlich noch besseren Analogtechnik "Tonband"? Das gibt mir doch sehr zu denken... ist wahrscheinlich so wie sich Fleisch- und Blut-Inszenierungen in der Oper anzuschauen, macht man auch nur, um sich über andere erhaben zu fühlen :-)
Wenn eine Schallplatte "Knackt und knistert" ist sie leicht beschädigt. Eine CD hat dafür die Tonwert-korrektur, springt aber bei zu argen Macken auch.
Dazu kommt: Jeder Techno-DJ legt mit Vinyl (also mit Schallplatten) auf. ;) Die werden schon wissen was sie tun. Und in ner guten Disse hab ich noch nie was knacken hören.
Ja und dann gibst noch Typen wie mich. Die nach Familie gründen, Haus bauen usw. nunendlich wieder mal Zeit finden eine von den Scheiben zu hören, die vor ewiger Zeit in geringen Auflagen über den Ladentisch gingen. Der sich vor ca. 15 JAhren die letzte Scheibe gekauft hat und nun mit entsetzen feststellt: Der Plattenspieler geht nicht mehr. Analyse: Innenleben hat sich im Laufe der Zeit zersetzt. Ersatzteile: (Müdes Lächeln bei Fachhandel und Hersteller).
Für genau mich ist dieser USB Plattenspieler gemacht. Den ich werde meine Plattensammlung (ca. 300) auf CD ziehen, denn die Qualität der schwarzen Scheiben wird durchs lange rumstehen auch nicht besser. Und da ich sowieso einem neuen Plattenspieler brauch!!!!!
Zitat:
Genau dafür dürfte das Teil auch gedacht sein.
Jetzt meine Frage: Funktioniert das?
Ich ein paar Schallplatten geerbt bzw. geschenkt bekommen und mir den USB- Plattenspieler gekauft um die Platten zu digitalisieren. Das Überspielen hatte unter anderen bei der Platte "Peter Schilling - Fehler im System" so gut funktioniert dass andere Personen meinten es würde eine Orginal-CD abgespielt werden.
Außerdem könnte ich auch die alten Schellack-Schallplatten digitalisieren. Die Aufnahme würde mit der Geschwindigkeit 45 erfolgen und könnte danach mit der mitgegebene Software auf die benötigte Geschwindikeit von 78 erhöhen.
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