Geek-Beschäftigungstherapie
Nerd-Weihnachten: Linux unterm Baum
Was schenkt man einem Nerd? Eltern minderjähriger Linuxfreaks dürften daran verzweifeln: Von Mädchen will er nichts, Sportgeräte außer der Maus und Musik, abgesehen von Slayer, sind ihm zuwider und obendrein haben Mama und Papa von Sohnemanns Hobby nicht die geringste Ahnung. Abhilfe schafft der Linux-Koffer vom österreichischen Linux-Laden Pinguin.at.
Ein Linux-Koffer? Was kann man sich darunter wohl vorstellen? Im Grunde ist das nicht ganz ernst gemeinte Geschenk für den Linux-Freak überaus nützlich, denn im "vielseitig verwendbaren" Plastikkoffer, der eher an günstige Plastikware aus den Ramschlagern der Werbeindustrie erinnert, finden sich einige unverzichtbare Fetische für den Linux-Freak, darunter Spielsachen, Kleidung, DVDs, Videos und sogar Aufkleber.
Ich packe meinen Koffer...
So befinden sich im Koffer vier DVDs, die prall mit Linux-Distributionen gefüllt sind, genau 30 an der Zahl, darunter Ubuntu, Mandrake, SuSE und Debian. Ist das schon Wahnsinn oder noch Spaß? Die Frage nach dem Sinn stellt sich freilich, denn nur wirklich hartgesottene Mega-Geeks werden alle 30 Distributionen kennenlernen und ausprobieren wollen. Positiver Nebeneffekt für die Eltern kleiner Nerds: Das Kellerkind muss nicht mehr angekettet werden, stattdessen bleibt es freiwillig in seinem Kabuff, um sich mit den verschiedenen Distributionen zu beschäftigen.
Doch auch der kontaktscheueste Nachwuchs-Nerd braucht manchmal körperliche Nähe. Der Linux-Koffer hilft auch hier weiter, ein kleiner Plüsch-Pinguin bedient das Kuschel-Bedürfnis und schaltet zielsicher den Wunsch nach Freund oder Haustier ab. Zudem muss das meist etwas unhygienische Kellerkind dann nicht in den Arm genommen werden, was die Eltern freuen dürfte. Falls es dann doch einmal nötig sein sollte, körperlich zu werden, können wenigstens die fettigen Haare mit der Linux-Mütze aus dem Koffer abgedeckt werden.
Was Spannendes und was zum Spielen. Keine Schokolade
Zusätzlich bedient Pinguin.at den Geek mit einem schicken Tux-PC-Aufkleber und einem Paket aus Linux-Spielen, darunter "Battle for Wesnoth", einem rundenbasierten Strategiespiel im Warcraft-Stil und "Vega Strike", einer Raumschiff-Simulation in der bewährten Machart des Origin-Klassikers "Privateer". Auch sonst bietet das Paket reichlich Software, der Lieferumfang der Distributionen ist üppig, obwohl es sich zum Teil nur um Live-CDs handelt. Zudem gibt es noch zwei Schulungs-Videos.
Mit 49,90 Euro plus Versand ist das Preis-Leistungs-Verhältnis gut, auch wenn die Inhalte des Koffers, abgesehen von Plüschtier, Aufkleber und Koffer selbst frei im Netz verfügbar sind. Dennoch: Der Linux-Koffer entlastet die heimische DSL-Leitung und zaubert selbst dem abgeklärtesten Nerd noch ein Lächeln auf die Lippen. Natürlich eignet sich der Koffer auch hervorragend als Geschenk zu anderen Gelegenheiten. Dann sollte aber schnell zugegriffen werden, handelt es sich doch um ein limitiertes Weihnachtsangebot von Pinguin.at.

DANKE Lange nicht so gelacht! Was es nicht alles gibt...