Test: World Racing 2
Fast zu schön, um Rennspiel zu sein
Anders als bei den letzten drei "Need for Speed"-Teilen sind die Tuningmöglichkeiten bei "World Racing 2" rein optischer Natur. Neben 25 verschiedenen Felgen stehen 18 Lackierungen sowie eine Vielzahl großflächiger Aufkleber ("Vinyls") zur Verfügung. Dank der günstigen Discounter-Preise gerät der Fahrer bei der Verschönerungsaktion nur selten in Zahlungsnot.
Da die Konzepte von "World Racing 2" und "Need for Speed Most Wanted" zu stark voneinander abweichen, ist nur in sehr wenigen Punkten eine Vergleichbarkeit gegeben, wie etwa bei der Grafik. Diese lässt sich am besten mit dem Blick durch ein beschlagenes Fenster beschreiben: Bei "Need for Speed Most Wanted" ist es geschlossen, bei "World Racing 2" weit geöffnet.
Während die 3D-Welt von "Need for Speed Most Wanted" ständig in diffuses Licht und Bewegungsunschärfe gehüllt ist, herrscht bei "World Racing 2" gestochen scharfe Klarheit. Die detailverliebten Landschaften und Fahrzeuge sowie der Panorama-Blick bis zum Horizont sind fast schon zu schade für ein Rennspiel. Denn aufgrund des Adrenalin-fördernden Geschwindigkeitsgefühls und der harten Gegner bleibt leider kaum Zeit, um sich die Umgebung näher anzusehen.
Doch dafür gibt es zum Glück den "Freie Fahrt"-Modus. Hier kann der Spieler nach Herzenlust die weitläufige Landschaft erkunden und seinen sündhaft teuren Sportwagen auch einmal sprichwörtlich in die Wüste schicken. Denn alles, was zu sehen ist, ist auch befahrbar. Selbst Berge in weiter Ferne lassen sich motorisiert erklimmen. Dass dies mit einem VW Touareg oder einer Mercedes M-Klasse besser funktioniert als mit einem DTM-Boliden, versteht sich natürlich von selbst.
Beim Ausflug ohne Rennstress und Karrieredruck gibt es eigentlich immer etwas Neues zu entdecken: Sei es ein Zeppelin, ein Fallschirmspringer oder ein Hubschrauber am bewölkten Himmel. An den Strandpromenaden tummeln sich beispielsweise kleine Segelboote, Yachten sowie riesige Kriegs- und Kreuzfahrtschiffe. Auf der Strecke "Italien" können sogar die baufälligen Reste von Aquädukten oder eines Kolosseums nach römischem Vorbild bestaunt werden. Die Liste ließe sich nahezu beliebig fortsetzen.
Mit Freude gegen die Wand
Es entspricht zwar nicht dem Sinne des Entwicklers, das Auto mit Vollgas gegen die nächste Wand oder ein solides Hindernis zu steuern, doch das extrem detaillierte Schadensmodell von "World Racing 2" verleitet regelrecht dazu. Bei Kollisionen und Unfällen kann es durchaus passieren, dass sich Stoßfänger, Motorhaube oder Heckspoiler verabschieden. Das sieht nicht nur eindrucksvoll aus, sondern hinterlässt auch einen bleibenden Eindruck auf das Fahrverhalten.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 5 Beiträge
Also ich kenn kein vergleichbares Spiel! Man (Frau) kann es gut umprogrammieren, modden etc. Außerdem kombiniert es Simulationsgefühl mit echter "Raserei"
es ist fedamt cool wie immer
Es ist natürlich Geschmackssache, aber ich finde die Steuerung absolut in Ordnung. Z.B. dass ein Superleicht-Sportwagen mit Motorrad-Triebwerk (Megabusa) deutlich nervöser reagiert als ein Mercedes SL. Für...
Ja das stimmt. World Racing 2 ist für eine jüngere Zielgruppe gedacht, so scheint es mir. Reines Arcadefahrverhalten und seltsame Carphysik lassen schnell Frust aufkommen. Dazu der unnötige Gummiband Effekt der KI...
aufgrund des nicht immer nachvollziehbarem fahrverhaltens kann man nicht wirklich schnell fahren. zu plötzliches ausbrechen stört den spielspaß ungemein. das war in world racing teil 1 wesentlich besser gelöst !