DVB-H vs. DMB: Über die Zukunft des Handy-TV

Pay-TV auf Handy-Bildschirmen

Die IP-Kompatibilität kommt vor allem den Anbietern zupass: Für sie macht es bei der Aufbereitung ihrer Inhalte dann nämlich keinen Unterschied, ob Daten über eine Datenverbindung per UMTS oder über Rundfunk per DVB-H verbreitet werden. DMB bietet keine solche vom Übertragungsweg unabhängige Plattform.

Doch egal ob DVB-H oder DMB sich letztendlich durchsetzt - die Frage muss erlaubt sein, ob die Konsumenten überhaupt mobil fernsehen wollen. Zumindest laut einer Studie von Goldmedia wird Handy-TV für die Anbieter ein wirtschaftlicher Erfolg: Im Jahr 2010 Einnahmen rechnen die Analysten mit Einnahmen von rund 450 Millionen Euro.

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Haupteinahmequelle ist dabei Pay-TV: "Fernsehen auf dem Handy ist als reines Free-TV Angebot in Deutschland wohl nur schwer refinanzierbar”, sagt Andreas Klein, Autor der Goldmedia-Studie. "Die notwendigen Investitionen in Mobile TV machen ein rein gebühren- bzw. Werbefinanziertes Angebot unwahrscheinlich.”

Doch ob die Deutschen wirklich für mobiles Fernsehen Geld bezahlen werden, steht noch in den Sternen: Laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney und der Cambridge Universität sind derzeit nur elf Prozent der Westeuropäer und sieben Prozent der Nordamerikaner bereit, für Handy-TV auch zu bezahlen.

WM als Marketing-Plattform

"Die Zahlungsbereitschaft in Deutschland und Westeuropa ist im weltweiten Vergleich sehr gering, was angesichts der vielfältigen Free TV-Landschaft in Deutschland auch nicht weiter verwundert", sagt Martin Sonnenschein, Vize-Präsident bei A.T. Kearney. Umso wichtiger ist es daher laut Sonnschein den Rummel um die Fußball-WM zu nutzen. "Ein Ereignis wie die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bietet zweifelsohne eine ideale Plattform, um Mobile TV zu pushen und die Deutschen mit attraktiven Programmangeboten an den neuen Dienst heranzuführen."

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