Mobiles Fernsehen: Zwei Standards stehen zur Debatte

DVB-H vs. DMB: Über die Zukunft des Handy-TV

Wenn die Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Deutschland stattfindet, wird der Traum Ballack und Co. live beim Kicken zuzuschauen nur für wenige Realität: Statt im Stadion müssen sich viele Fußball-Fans mangels Eintrittskarte die Spiele entweder zu Hause oder in der Kneipe im Fernsehen oder auf einer der vielen Großbildleinwände auf den Plätzen der Republik verfolgen. Wer allerdings auch unterwegs im Zug oder auf der Rückbank im Auto keine WM-Minute verpassen will, muss auf die Einführung von Handy-TV hoffen.

Nokia N92: DVB-H fähiges Handy soll Mitte 2006 erscheinen

Inhaltsverzeichnis

  1. 1DMB und DVB-H im Vergleich
  2. 2DVB-H: Keine Frequenzen verfügbar?
  3. 3IP-Datacast macht DVB-H IP-kompatibel
  4. 4Pay-TV auf Handy-Bildschirmen
  5. 5WM als Marketing-Plattform
  6. 6Handy-TV bei der WM: Auf den letzten Drücker
  7. 7DVB-H für Video, DMB für interaktives Radio

Lange Zeit galt UMTS als Hoffnungsträger bei der Übertragung von Videos auf tragbare Endgeräte. Der Mobilfunkstandard hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die Videos werden über einzelne Datenverbindungen individuell an jeden Nutzer übertragen. Da sich alle Handybesitzer in einer Funkzelle eine begrenzte Bandbreite teilen müssen, ist das Netz bei reger Nutzung schnell überlastet. Gerade deshhalb ist eine Verbreitung per Rundfunk sinnvoller.

Werbung

DMB und DVB-H im Vergleich

Zur Debatte stehen derzeit zwei unterschiedlich Rundfunkstandards, mit denen TV-Inhalte auf Handys oder andere tragbare Empfangsgeräte übertragen werden sollen. Während DMB (Digital Multimedia Broadcasting) auf dem Digitalradio-Standard DAB (Digital Audio Broadcasting) fußt, ist DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handhelds) eine Weiterentwicklung des digitalen Fernsehens DVB-T für mobile Endgeräte.

Auch wenn die Technik der beiden Standards sehr unterschiedlich ist, wird die Bildqualität kaum zu unterscheiden sein: Beide Verfahren bieten eine Auflösung von 360 x 288 und einen Datendurchsatz von rund 400 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Sowohl bei DMB als auch bei DVB-H werden die Daten mit modernen MPEG-4-Codecs komprimiert.

Links zum Thema

Kommentieren