Napster Deutschland: Details zur Musikflatrate
WMA 10: Musik zur Miete - oder kostenlos
Abzuwarten bleibt, welche MP3-Player der Musikdienst selbst in Deutschland anbieten wird. In Amerika offeriert Napster einen kostenlosen Flash-Player mit 256 MByte Speicher, wenn man sich für zwölf Monate an ein Abo bindet. Der Ein-Gbyte-Player ist für 50 US-Dollar Aufpreis erhältlich. Gleichzeitig finden sich bei Napster immer wieder hochwertige MP3-Player von Creative, Dell oder iriver, die in Kombination mit der Napster-Musikflatrate wesentlich günstiger gekauft werden können. Ähnliche Kooperationen wird es demnächst auch in Deutschland geben.
Dass man Musik zeitlich begrenzt mieten kann, verdankt die Musikindustrie dem Softwaregiganten Microsoft. Dessen Kopierschutz- und Rechtemanagement-System "WMA 10" synchronisiert Lizenzinformationen von MP3-Player und Computer und löscht alle Dateien, wenn keine Abogebühren bezahlt werden. Der letzte Schrei unter den Kopierschutzsystemen hat aber zwei wesentliche Nachteile: Zum einen setzt WMA 10 kompatible MP3-Player voraus - und die sind noch in der Minderheit am Markt. Zum anderen lässt sich der Kopierschutz über eine analoge Kopie leicht umgehen - wie jeder Kopierschutz.
Anfang des Jahres kursierten im Internet Anleitungen, wie man "Napster ausrauben kann". Mit der entsprechenden Software kann man das Signal an der Soundkarte abfangen und in MP3 umwandeln. Der Trick war zwar nicht neu und betrifft auch alle Musikdienste, die auf DRM setzen, mit Napster wurde das Thema aber erstmals breit getreten. "Das DRM (Digitale Rechtemanagement) ist intakt. Im Grunde genommen nehmen die Leute von der Soundkarte auf. Das ist nichts Neues und jeder kann das mit legalen Musikdiensten machen", äußerte sich damals eine Napster-Sprecherin. "Wir sind lediglich wegen unserer Bekanntheit im Mittelpunkt. Im Endeffekt werden immer irgendwelche Leute herausfinden, wie man ein System austricksen kann."
Musicload will Abo anbieten
Konkurrenz droht Napster auch durch den T-Online-Musikdienst Musicload, der seine Krone als Marktführer nicht einfach abgeben will. Vor wenigen Tagen bestätigte Musicload auf Anfrage von netzwelt, dass ebenfalls ein Abo-Dienst geplant sei. Dieser ist allerdings nur bedingt mit dem Napster-Angebot vergleichbar. Die Musik kann lediglich angehört werden, auf mobile Endgeräte lässt sie sich nicht übertragen.
Das Abonnement wird das klassische Download-Geschäft des T-Online-Musikdiensts nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen. "Das Musicload-Streaming-Abo gibt dem User die Möglichkeit, im Katalog zu stöbern und neue Musik vor einem Kauf in aller Ruhe Probe zu hören. Zwar können Musicload-Nutzer die Songs, die sie sich im Rahmen des Streaming-Abos anhören, nur online nutzen, aber das Feedback unserer Kunden hat ergeben, dass ein wesentliches Interesse daran besteht, in neue Musik hinein zu hören und diese für sich entdecken zu können", so Christoph Bornefeld-Ettmann von T-Online gegenüber netzwelt.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 6 Beiträge
Ganz ehrlich, das Beispiel passt wirklich überhaupt nicht...
Richtig, find ich auch!!! ganz deiner Meinung! Warum macht man nicht mal ne ECHTE musik-flatrate? Die natürlich bezahlbar sein muss! Als hätten die nicht alle schon genug Geld! So "Superstars" können ihre...
und wenn du ein auto least, dann gehört es dir auch und du fährst damit gegen die wand???? auch wenn das angebot sicher nichts für jeden ist, es ist ein mietangebot, so definiert und deshalb eigentlich auch fair -...
"Einen kompatiblen MP3-Player vorausgesetzt, kann die Musik ! sogar ! unterwegs gehört werden." doll wirklich doll revolution !! gehts noch ???? ;) wenn ich bezahle ist das MEINE Musik und damit an ICH machen was ich...
Hallo, wieß zufällig jemand ob es da sowas wie ne Mindestvertragslaufzeit (fürs Abo) gibt? MFG, Perus