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Polizei will Maut-System zur Verbrecherjagd nutzen Der neue Innenminister hat böse Pläne

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Die deutsche Polizei möchte das bundesweite Maut-System zur Verbrechens- und Terrorbekämpfung einsetzen, das berichtete die Tageszeitung "Bild". Das System soll künftig zur Überwachung der Autobahnen in ganz Deutschland eingesetzt werden. Technisch stellt das kein Problem dar, sind die Terminals doch von vornherein für die Überwachung konzipiert.

Die deutsche Polizei möchte das bundesweite Maut-System zur Verbrechens- und Terrorbekämpfung einsetzen, das berichtete die Tageszeitung "Bild". Das System soll künftig zur Überwachung der Autobahnen in ganz Deutschland eingesetzt werden. Technisch stellt das kein Problem dar, sind die Terminals doch von vornherein für die Überwachung konzipiert.

Was lange währt, wird endlich gut. Nach erheblichen Startproblemen arbeitet das deutsche LKW-Mautsystem inzwischen weitestgehend zuverlässig. Überall in der Republik spannen sich Mautbrücken über Autobahn-Fahrbahnen. Die kleinen Kästchen überprüfen, ob die Maut tatsächlich entrichtet wurde, erlauben allerdings dank eingebauter Videoüberwachung und Positionsmeldung perfekt zur Erstellung von Bewegungsprofilen, zur Geschwindigkeitskontrolle oder eben zur Verbrecherjagd - im Gegensatz zu den Briten müssen deutsche Behörden nicht einmal zusätzliche Hardware installieren.

Mautpflicht und Überwachungs-Wahn

Die Funktionsweise einer Maut-Brücke ist so einfach wie effizient: Nähert sich der Brücke ein Fahrzeug, wird automatisch ein digitales Foto erstellt. Dieses lässt sich natürlich elektronisch auswerten, um zum Beispiel ein Fahrzeug auf der Autobahn zu verfolgen. Aktuell werden die Brücken aber noch nicht entsprechend genutzt, stattdessen unterscheidet der Computer nur, ob Mautpflicht besteht oder nicht. Besteht keine Mautpflicht, werden die Digitalbilder umgehend gelöscht, während mautpflichtige Fahrzeuge zur weiteren Überprüfung gespeichert werden. Rund zwei Drittel aller LKW sollen auf diese Weise erfasst werden.

Es wäre natürlich leicht, die Mautbrücken zu Überwachungszwecken zu missbrauchen. Dazu müssten einfach nur die Daten aller Fahrzeuge an einen Zentralcomputer übermittelt werden, der die Kennzeichen extrahiert und nötigenfalls auch die im Auto sitzenden Personen erkennungstechnisch überprüft. Die Verbrecherjagd könnte auf diese Weise recht komfortabel werden.

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Kommentare zu diesem Artikel

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  • Tweek schrieb Uhr
    Genau das. Die Mautbrücken sind eine Gefahr und die Politik startet mal wieder die Salami-Taktik. Erst LKW-Maut, dann Überwachung, PKW-Maut und weil's so schön war können wir auch gleich Televisoren in jede Wohnung hängen. Nur zur Sicherheit, soll ja keiner glauben, dass er sich dem Schutz des Staates entziehen könnte. Menschen, seid Ihr eigentlich des Wahnsinns?
  • Unregistriert schrieb Uhr
    http://www.ccc.de/updates/2005/schaeublesmaut?language=de
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Autor
Christian Rentrop
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