Der komplette netzwelt-Leitfaden zum DSL-Einstieg
Ratgeber: DSL-Einstieg leicht gemacht
Lars Gurow
Die DSL-Provider wollen nicht die Welt mit günstigen Anschlüssen versorgen, sondern in erster Linie Kasse machen. Damit Sie nicht zuviel bezahlen, gibt es den netzwelt-DSL-Einsteiger-Guide. Hier erfahren Sie alles, was sie wissen müssen, um beim DSL-Einstieg alles richtig zu machen.
Denn: Sollte man sich DSL gönnen? Braucht man das wirklich? Und worauf muss man achten? Welche Fallen stellen die Provider, und was muss man wissen, um die Angebote der Provider vergleichen zu können?
Hauptsache billig?
Das entscheidende Argument ist wohl meist der Preis. Anders als bei Modem oder ISDN setzt sich der DSL-Preis aus zwei Teilen zusammen: Dem Grundpreis für den Anschluss und dem Tarif für den Zugang. Anschluss und Tarif sind eigentlich unabhängig voneinander, werden meist aber gebündelt verkauft.
Die Preise für die DSL-Anschlüsse sind bei allen Anbietern ähnlich, nur Anbieter mit Vollanschlüssen wie Arcor oder Stadtnetzbetreiber wie Netcologne kalkulieren anders. Der Umstieg zu einem Vollanschluss-Anbieter will aber gut überlegt sein (siehe Kasten).
Arcor, Alice, Versatel und alle Stadtnetz-Betreiber verkaufen nicht nur DSL, sondern gleich komplette Anschlüsse inklusive Telefon. Zwar sind die Gesamtgrundpreise für Telefon und DSL meist niedriger als bei T-Com oder den Resellern, allerdings erlauben die alternativen Anbieter kein Call-by-Call. Ein solcher Wechsel will also gut überlegt sein und sollte nicht nur wegen eines marginal billigeren DSL-Angebots in Angriff genommen werden.
Die DSL-Anschlüsse gibt es in den Bandbreiten ein, zwei und sechs Megabit (MBit) pro Sekunde. Das bedeutet: Pro Sekunde können lassen sich entweder rund 100, 200 oder 600 Kilobyte herunterladen. Eine Datei mit fünf Megabyte, so groß könnte beispielsweise ein Musikstück sein, wäre also nach 50, 25 oder weniger als 10 Sekunden auf dem Rechner.
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Meine Güte, ihr solltest Kbit und Kbyte auseinanderhalten können!
1MBit kommt im download auf 125 kb/s usw. nicht auf 100.
An eines sollte man denken, wenn man für Voice over IP Telefonie seinen ISDN-Anschluß abbestellen will: Notrufe über VOIP (110,112) sind derzeit nur inTeilen von NRW möglich. Wer also auch kein Handy besitzt, sollte unbedingt auch eien "normalen" Telefonanschluß behalten, da er sonst nicht mal mehr die Feuerwehr rufen kann.
ZitierenDort stand "rund", es ist einfacher den Faktor 10, statt 8,192 zu nehmen, schließlich wollen die Netzweltredakteure auch das etwas unwissentliche Publikum nicht überfordern, außerdem sind die relationsverhältnise richtig umgesetzt worden.
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Zitat:
Stimmt. Wenn Ihr endlich tippen lernt ;-) Zitieren
Zitat:
Das geht eh nicht anders. Telefon muss sein, sonst gibts kein DSL. Zitieren
Zitat:
1MBit kommt im download auf 125 kb/s usw. nicht auf 100.
Rechnerisch richtig, die angegebenen Zahlen entsprechen aber dem, was in der Praxis zu erwarten ist; außerdem handelt es sich dabei um eine Überschlagsrechnung. Zitieren
Zitat:
Bei den meisten Localanbietern oder unabhängigen deutschlandweiten DSL Anbietern wie QSC nicht Zitieren
Zitat:
Eine Überschlagsrechnung, das muss ich mir merken...
Es ist einfach nur falsch.
6MBit sind in den meisten Fällen 6144kbit/s Downstream, was umgerechnet theoretisch 768kbyte/s entspricht - etwas entfernt von 600kbyte/s.
Und "in der Praxis zu erwarten" würde ich auch nicht unterschreiben. Mit einer "2MBit"-Leitung (2048kbit/s) sind auch praktisch mehr als 200kbyte/s möglich, um halbwegs genau zu sein ein Fünftel mehr, also nicht unerheblich.
Man sollte in solchen Artikeln - sollen sie an Glaubwürdigkeit behalten - diese Halbwahrheiten, von denen ein Großteil der Internetnutzer überzeugt ist, nicht weiterverbreiten. Zitieren
Zitat:
Du hast zwar Recht, aber meinst Du nicht, dass es im Web auch genug Leute gibt, die in Foren Haare spalten? :-) Zitieren
Kritik ist wohl gar nicht euer Ding?!
Das ist keine Haarspalterei, sondern ich mache auf Unwahrheiten aufmerksam!
Wo käme man hin, wenn alle Fehler als "Überschlagsrechnung" tituliert und die Entdeckung der selbigen als Haarspalterei beizeichnet werden...
Ich finde, dass das schon in Ordnung ist. Die meisten User kommen nämlich in der Praxis wirklich genau bei diesen Werten raus: 100 kBit/s bei DSL 1000; 200 bei DSL 2000 und 500 bei DSL 6000 (da beträgt der Downstream theoretisch übrigens 6016 kBit/s; das sind 752 kByte/s). An das Maximum kommt wohl kaum einer ran. Das ist höchstens großzügig gerundet, aber keine Unwahrheit.
Schließlich sollte dort anschaulich erklärt werden, wie schnell DSL ist. Den Absatz "DSL 1000 schafft theoretisch 128 kBit/s, aber wegen Leitungsdämfpung, WLAN, schmutzigen Kontakten am Splitter und allgemeiner Internet-Last auf der Vermittlungsstelle liegt das Maximum oft deutlich darunter" habe ich mir gespart -- der Artikel ist ohnehin lang genug.
[QUOTE]Das ist keine Haarspalterei, sondern ich mache auf Unwahrheiten aufmerksam![QUOTE]
Brüll nicht so rum ;-)
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