Überleitungen und Trailer mit GE entwerfen
How to: Kameraflüge aus Google Earth aufzeichnen
Sascha Hottes
Systemanforderungen steigen enorm
Viel Ram und eine gute Grafikkarte gehören zu den wichtigsten Komponenten für die Aufzeichnung aus dem Online-Globus. Kameraflüge, die ohne Aufzeichnungstool noch flüssig liefen, können bei der Aufnahme deutlich ruckeln. Auf dem Testrechner der Redaktion, der mit guten zwei Gigahertz läuft und über 256 Megabyte RAM verfügt, war die Aufzeichnung nur noch bedingt möglich.
Doch mit ein paar Kniffen zeichnet auch ein etwas schwächlicher Rechner ganz ansehnlich Videos auf. Erstes Mittel ist eine geringere Auflösung. Wählen Sie einen kleineren Ausschnitt aus der Mitte des Google-Fensters. Am Rand des GE-Fensters sollten Sie in jedem Fall einen Rand von etwa zwei Zentimetern lassen, da das Bild dort meist sowieso unscharf ist.
Eine weitere Möglichkeit, den Programmspeed etwas hochzuschrauben, bieten die Optionen. Dort können nicht nur die Grafikdetails von 32- auf 16-bit heruntergesetzt werden, auch die Auflösung kann halbiert werden. Das wirkt sich wider Erwarten nur kaum auf die Bildschärfe von GE aus. Darüber hinaus können einige Rendereffekte ausgeschaltet werden, der Kompass oder die Atmosphäre zum Beispiel.
Nachbearbeitung und Konvertierung
Drei Minuten Film belegen circa 100 Megabyte. Doch daran lässt sich noch etwas ändern. Mit einem kleinen Tool wie dem Alive Video Converter können die Dateien deutlich verkleinert werden. Eine Kompression um den Faktor drei ist problemlos erreichbar. Falls der Anfang des Clips nicht ganz getroffen wurde, können Sie mit einem Schnittprogramm kleine Veränderungen vornehmen, zum Beispiel mit Avid Free DV. Das sollte allerdings vor der Konvertierung geschehen, da nachher nur noch bedingt geschnitten werden kann.
Kein GE-Film wird jemals einen Oscar erhalten, so viel ist wohl sicher. Doch mit ein bisschen Mühe und Training können Sie damit durchaus ansehnliche Clips erstellen. Als Überleitungen zwischen zwei Clips aus dem Urlaub gibt es nichts Moderneres als ein Video aus Google Earth.
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