Kantiger Flash-Player im hochwertigen Gehäuse
MP3-Player im Test: Sportskanone iRiver T10
Michael Knott
Mit einer frischen Zelle spielt der Flash-Player rund 50 Stunden lang ununterbrochen. Erkauft wird die lange Spielzeit durch ein recht hohes, betriebsfertiges Gewicht von knapp 70 Gramm. Dafür behält der Player auch nach einem völligen Stromausfall das Gedächtnis und selbst unterbrochene Stücke werden an gleicher Stelle wieder fortgesetzt.
Über USB-Kabel an den Rechner angeschlossen, wird der iRiver-Player unter Windows XP sofort als externes Laufwerk erkannt. Daten können also einfach per drag and drop den Speicherort wechseln. Wahlweise lässt sich der Inhalt auch mit dem Media Player von Windows synchronisieren. Bei relativ begrenzter Speicherkapazität ist ein manueller Abgleich aber sinnvoller. An Formaten spielt der T10 neben MP3 auch WMA-, ASF- und OGG-Musik ab.
Landen die Lieder auf dem Flashspeicher des Players, übernimmt eventuell Anarchie das Ruder. Wer die Lieder bereits auf der Computerfestplatte in loser Reihenfolge abgespeichert hat, muss sich nicht wundern, wenn diese auf dem T10 in Unterordnern verschwinden. Eine Möglichkeit einzelne Songs oder Interpreten nach dem Alphabet ordnen zu lassen, bietet der Player leider nicht. Die Bedienung an sich ist aber gewohnt unkompliziert. Wiedergabelisten lassen sich leider nur in Zusammenarbeit mit dem Windows Media Player erstellen und verwalten. Einzelne Lieder und Ordner können aber direkt vom internen Speicher des T10 gelöscht werden.
Die grafische Darstellung auf dem Farbdisplay ist zwar recht beengt, in der Praxis aber ausreichend. Alle wichtigen Informationen zu Akkustand, Künstler und Lieder sowie zum jeweiligen Abspielmodus lassen sich von der kleinen Anzeige problemlos ablesen. Auf Wunsch blendet der T10 nach einer gewissen Zeit einen animierten Bildschirmschoner ein. Selbstverständlich zeigt der T10 auch ID3-Tags an.
Angehört
Der Klang des kantigen Sportlers überzeugt auf Anhieb. Wie fast alle iRiver-Modelle liefert auch der T10 einen satten Bass, klare Höhen und geringes Grundrauschen. Bei Bedarf lässt sich der Lautstärke-Pegel so weit in die Höhe treiben, dass der Aufkleber mit dem Warnhinweis ausnahmsweise seine Berechtigung hat. Bei Stufe 40 der digital abgestuften Level steht das Trommelfell kurz vor der Kapitulation. Gesund ist dies auf Dauer natürlich nicht. Zum Glück lässt sich aber auch der untere Bereich der Lautstärke in sehr feinen Abständen einstellen.
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