Akku lieber tauschen, bevor etwas passiert
Digitalkamera: Nikon ruft Digicam-Akkus zurück
Besitzer von digitalen Spiegelreflex-Kameras von Nikon leben gefährlich: Lithium-Ionen-Akkus des Typs EN-EL3, verwendet in den digitalen SLR-Kameras Nikon D50, D70 und D100, können beim Aufladen überhitzen. Dadurch entsteht Brand- und Explosionsgefahr. Nikon hat für die betroffenen Akkus nun eine Rückruf-Aktion gestartet.
Nikon begründet das Problem mit "Problemen bei der Produktion" bestimmter Akku-Baureihen. Das Problem habe nichts mit dem Konzept des Akkus zu tun, sei also kein Konstruktionsfehler, vielmehr sei das Problem auf einen Produktionsfehler zurück zu führen. Weltweit kam es bereits fünfmal zu Zwischenfällen mit den betroffenen Akkus, die Akkus waren überhitzt und hatten zu schmoren begonnen. Verletzt wurde niemand, auch Schäden, außer am Akku, blieben aus.
Bisher keine schweren Unfälle
Nikon sieht sich dennoch gezwungen, die Akkus umzutauschen. Zu groß die Gefahr, dass die defekten Akkus irgendwann doch schwerere Unfälle verursachen oder die Kameras beschädigen. Vom weiteren Gebrauch der defekten Akkus wird deshalb dringend abgeraten, weniger aus Gefahr für Leib und Seele als vielmehr, weil die Kamera Schaden nehmen könnte. Bei den teuren digitalen Spiegelreflex-Kameras wäre das natürlich schade.
Betroffen sind Akkus vom Typ EN-EL3, deren Chargennummern mit einem A anfangen, allerdings nicht alle. Eine genaue Liste gibt es in der Nikon-Mitteilung zur Rückruf-Aktion. Wo die Chargennummer auf dem Akku zu finden ist, zeigt die Abbildung im Artikel. Wer über einen Akku mit einer der aufgeführten Nummern verfügt, kann den Akku bei Nikon einschicken und erhält einen neuen von Nikon, der den Defekt nicht aufweist. Der Umweg über den Händler ist nicht erwünscht. Alternativ kann Nikon auch telefonisch unter der Nummer 069-9530-7386 nach der weiteren Vorgehensweise befragt werden.
