Extreme Rechner für höchste Ansprüche
Gaming-PCs im Vergleichstest: Dell Dimension XPS 600 vs. Tarox Modula Extreme 8000 V2
Benjamin Schnitzler
Im Gegensatz zu Dells Mitbewerber verfügt er noch über ein gutes, altes Diskettenlaufwerk. Darunter befindet sich ein Kartenleser, der allerdings nur mit sechs statt neun verschiedenen Medienformaten umgehen kann. Die vorderen Anschlüsse für USB, Kopfhörer, Mikrofon und FireWire sind seitlich angebracht. Außergewöhnlich ist an dieser Stelle, dass vier statt der sonst üblichen zwei USB-Anschlüsse bereitstehen. Auf der Rückseite verfügt der Modula Extreme 8000 V2 über vier Anschlüsse für USB, zwei für Gigabit-Netzwerke und für PS/2. Hinzu kommen eine parallele Schnittstelle und eine für FireWire sowie die 7.1-Kontakte für digitalen Raumklang.
Innereien
Tarox wirft beim Modula Extreme 8000 mit Markennamen regelrecht um sich: das Mainboard stammt von Asus (A8N SLI Premium), der Arbeitsspeicher von Kingston (HyperX KHX3200/1G), das 535-Watt-Netzteil von Enermax, die zwei Grafikkarten mit Nvidias GeForce 7800 GTX kommen von Gainward und die vier Festplatten mit 7.200 Umdrehungen und acht Megabyte Cache von Seagate (Barracuda 7200.8). Serienmäßig sind zudem eine Wasserkühlung von Innovatek, ein DVD-Laufwerk von LG, ein DVD-Brenner von NEC und eine DVB-T-Karte von Hauppauge nebst Antenne mit von der Partie. Als treibende Kraft dient AMDs Zwei-Kern-Prozessor Athlon X2 4400+ mit 2,2 Gigahertz und einem Megabyte L2-Cache.
Tarox Modula Extreme 8000 V2 im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Da die Festplatten des Tarox-Systems in den kombinierten RAID-Modi 0 und 1 verbunden sind, beläuft sich der verfügbare Speicherplatz nur auf ein halbes statt auf ein ganzes Terabyte. Für die meisten Zwecke dürfte dieser jedoch vollkommen ausreichend sein. Im Gegensatz zum reinen RAID-0-Verbund des Dell Dimension XPS 600 steht hier nicht allein die Geschwindigkeit, sondern auch die Sicherheit im Vordergrund. Denn falls eine Festplatte ausfällt, gehen dabei nicht gleich alle gespeicherten Daten verloren.
Aufbau und Verarbeitung
Schon für das Öffnen des Gehäuses müssen wir den Schraubenzieher gleich vier Mal zur Hand nehmen - kein Vergleich zum Dell-System, bei dem ein kurzer Handgriff genügt. Im Innenraum können lediglich die Festplatten ohne Werkzeug entnommen werden. Hier geht es ähnlich eng zu wie beim amerikanischen Vergleichsmodell. Doch wie bei diesem sind alle Kabel sauber verlegt und stehen der Luftzirkulation nicht im Wege. Die Wasserkühlung ist fachmännisch eingebaut und die Schläuche sind an sensiblen Stellen mit einem Knickschutz versehen.
Hinter der Frontblende ist ein 80-Millimeter-Lüfter, auf dem Doppel-Radiator sind zwei große 120-Millimeter-Rotoren untergebracht. Letztere sind über eine Öffnung in der Seitentür mit der Außenluft verbunden und mit einem Staubfilter versehen. Besonders ins Auge fallen die beiden wuchtigen Grafikkartenkühler, die mittels einer massiven Brücke verbunden sind.
Mit diesen Innereien könnte sich der Modula Extreme durchaus mit einem transparenten Seitenfenster blicken lassen. Ein ähnliches Wasserkühl-System von Gainward und Innovatek, jedoch für zwei Grafikkarten mit Nvidias GeForce 6800 Ultra, wurde bereits im Januar 2005 von netzwelt.de vorgestellt.
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