Gaming-PCs im Vergleichstest: Dell Dimension XPS 600 vs. Tarox Modula Extreme 8000 V2
Aufbau und Verarbeitung
Innereien
Der Pentium Extreme Edition 840 markiert das obere Ende von Intels Prozessoren-Palette. Eine schnellere und teurere Desktop-CPU hat der Chiphersteller derzeit nicht im Programm. Zwei Kerne mit jeweils einem Megabyte L2-Cache bei 3,2 Gigahertz Takt und einem Front Side Bus von 800 MHz sprechen eine deutliche Sprache - Einzelpreise in vierstelligen Regionen leider auch. Wer sich im Online-Konfigurator mit dem nächstniedrigeren Herzstück, einem gewöhnlichen Pentium 4 670 mit 3,8 Gigahertz zufriedengibt, spart allein dadurch schon mehr als 500 Euro.
Für massig Platz auf der Platte sorgen zwei Hitachi Deskstar 7K500 mit 500 Gigabyte Kapazität, 7.200 Umdrehungen pro Minute und acht Megabyte Cache. Um den maximalen Datendurchsatz aus den Magnetspeichern herauszuholen, sind sie im geschwindigkeitsoptimierten RAID-0-Modus verschaltet. Der üppige Arbeitsspeicher von zwei Gigabyte basiert auf vier Modulen mit 667 Megahertz, die im Dual-Channel-Betrieb arbeiten. Gegen einen Aufpreis von 103,24 Euro wird der XPS 600 mit einer DVB-T-Karte von AverMedia bestückt.
Der Auftritt des XPS ist bullig und bis auf die beleuchtete Aluminiumblende von eher unaufregender Natur. Die Verarbeitung lässt besonders an der Gehäusefront zu wünschen übrig, deren unterer Teil für unseren Geschmack etwas zu locker sitzt. Weiterhin wirkt die Klappe für die Laufwerke sehr billig und instabil. Die linke Wand lässt sich einfach durch ein halbrundes Scharnier öffnen.
Das Schließen gestaltet sich indes schon schwieriger, da der Mechanismus nicht immer sauber einrastet und oft nur beherztes Türzuschlagen weiterhilft. Doch in diese Verlegenheit dürfte der Privatanwender nur selten kommen, da die "Extreme"-Variante des XPS 600 kaum noch Bedarf und Möglichkeiten zum Aufrüsten hergibt. Die unregelmäßigen Spaltmaße sind zu verschmerzen, werten die insgesamt akzeptable Verarbeitung aber dennoch ab.
An Lüftern wurde beim Dimension XPS 600 nicht gespart. Insgesamt zählen wir ganze acht Stück: Zwei kühlen den Prozessor, zwei die beiden Grafikkarten, einer bläst heiße Luft zur Vorderseite hinaus und ein weiterer versorgt die Erweiterungskarten mit kalter Luft.
Das nun 650 statt 460 Watt starke Netzteil, das wie beim XPS Gen4 unter dem Gehäuse steckt, benötigt zwei zusätzliche Lüfter. Der Innenraum scheint bis auf den Millimeter verplant und fast schon überladen, dafür sind alle Kabel sauber verlegt und die wichtigsten Komponenten per Hand entnehmbar.
Tarox Modula Extreme 8000 V2
Der Kontrahent aus dem nordrhein-westfälischen Lünen ist ein Fels von einem PC, sowohl in Bezug auf sein hohes Gewicht, als auch auf Grund seines robusten Erscheinungsbildes. Die Verarbeitung des TJ06-Gehäuses von Silverstone ist erstklassig und hinterlässt einen viel hochwertigeren Eindruck als das des Dell Dimension XPS 600, obwohl die edle Aluminiumfront ein wenig locker sitzt. Unter dem runden Einschaltknopf aus Metall sorgt eine blaue LED für stimmige Beleuchtung. Die gesamte Vorderseite ist in schickem Silber gehalten und wirkt wie aus einem Guss.

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