Archos AV700: Aufgebohrter Riesen-MP3-Player im Test
Klang
Das Display ist zwar locker groß genug um auch mehrere Stunden betrachtet zu werden, leider aber nicht über jeden Zweifel erhaben. Die einzelnen Bildzeilen ziehen sich wie Streifen durch sämtliche Menüs und bleiben auch bei der Filmwiedergabe sichtbar. 262.000 Farben sind bei weitem genug, allerdings schwächelt die Auflösung mit 480 x 234 Pixel. Dennoch - Filme laufen auf dem AV700 so gut wie auf keinem anderen von uns getesteten Player zuvor.
Auch der maximal mögliche Blickwinkel auf das Display fällt groß genug aus, um auch zwei Personen einen Blick auf die bewegten Bilder zu ermöglichen. Allerdings fehlt für diesen Zweck ein zweiter Kopfhörerausgang. Zwar stattet Archos den Top-Player mit zwei internen Lautsprechern aus, über deren Qualität schweigt der Gentleman sich aber besser aus, und schließt stattdessen ein paar hochwertige Kopfhörer an. Nur kann so der Nachbar leider nichts mehr verstehen.
Eine große Stärke des Testmodells sind die umfangreichen Aufnahmefunktionen welche den AV700 fast zum vollwertigen Videorecorder machen. Hier bekommt die im Paket enthaltene Dockingstation zum Anschluss an den Fernseher ihren ersten Einsatz. Das halbrunde Zusatzgerät wird einmalig über einen der hinteren Ausgänge mit dem Fernseher verkabelt und dient fortan als zweites Zuhause des Players.
Von nun an zeichnet die mobile Multimedia-Maschine Videos mit einer maximalen Auflösung von 680 x 480 im MPEG4-SP-Format auf, zeigt Fotos oder Filme auf der großen Mattscheibe im Wohnzimmer, und lässt sich sogar über die ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung steuern. Ein integrierter Timer erlaubt sogar das Erstellen eines kompletten Aufnahmeplans für den nächsten Monat. So hat man morgens in der Bahn, im Büro oder Garten immer seine Lieblings-Sendungen dabei.
Auch wenn beim AV700 der Fokus klar auf dem bewegten Bild und nicht auf den Klang gerichtet ist, sollte ein über 500 Euro teures Gadget die Ohren nicht vergessen. Über die mitgelieferten Kopfhörer breitet sich allerdings keine audiophile Glückseligkeit aus. An unseren Referenzkopfhörern hingegen klingt der Archos ordentlich. Die Wucht in Tüten klingt anders, aber immerhin lässt sich aus dem rudimentären Equalizer noch ein wenig herauskitzeln. Voreingestellte Presets sucht der Kunde vergebens, kann sich aber an Tiefen-, Höhen- und einem Bass-Boost-Regler austoben.
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