Test: Quake 4

Bebende Rechner

Wehwehchen werden von Sanitätern und Medipacks kuriert. Nachdem der Held eine Zwangsumwandlung zum Halb-Strogg über sich ergehen lassen musste, macht er außerdem von außerirdischen Heilstationen Gebrauch. Von Kanes neuem Look lassen sich dessen Kameraden übrigens nicht irritieren. Sie stehen ihm auch nach seiner - aus der deutschen Fassung entfernten - OP zur Seite.

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Obwohl auch Stroggos keine taschenlampenfreie Zone ist: Ein bisschen spielt sich "Quake 4" so, als habe jemand in "Doom 3" den Lichtschalter entdeckt. Das ist auch gut so, andernfalls bliebe die wunderbar bizarre Architektur der Strogg im Dunkeln verborgen. Mit Titeln aus dem "Star Wars"- bzw. "Star Trek"-Universum bewies Raven Software wiederholt ein Händchen für SiFi-Stoffe. In "Quake 4" drückt sich diese Erfahrung an allen Ecken und Enden aus.

Lichtdurchtränkter Nebel, von der Decke baumelnde Schleimfäden oder pulsierende und mit Rohrleitungen verbundene Riesenorgane sorgen für extraterrestrisches Ekelflair. Besonders im letzten Drittel des Spiels drehen die Programmierer effektmäßig richtig auf, wenn fast überall Brände schwelen und die Luft vor Hitze flirrt. Beeindruckend sind auch die aufwändig animierten Apparaturen, zum Beispiel Brücken, die sich Stück für Stück zusammensetzen. Die Zeche für die Grafikpracht zahlen Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte. Wessen PC bereits mit "Doom 3" überfordert war, der hat mit "Quake 4" ein noch größeres Problem.

Hinter der Fassade aus edler Optik und tollem Sound werkelt eine Spielmechanik, wie sie vertrauter nicht sein könnte. "Quake 4" ist ein technischer Hochkaräter ohne neue Ideen. Nichts anderes sollte man von der groben Alienhatz erwarten, dann ist Unterhaltung garantiert. Was das Spiel trotz einfältiger Missionsvorgaben recht glaubhaft vermittelt, ist das Gefühl, in einen furchtbaren Krieg verwickelt zu sein. Ständig triftt man auf angespannte Kameraden, fängt dramatische Funksprüche ein oder beobachtet durch Panzerglas den Kampf zwischen Monster und Mensch. Nach der nicht allzu langen Solokampagne - Profis sind an einem Tag durch - wartet der Netzwerkmodus. Auf einer Handvoll Karten sollen bis zu 16 Spieler die aus "Quake 3" bekannte Mehrspieleraction erleben, was wegen des geringeren Tempos und fehlender Bots nur bedingt funktioniert. Die deutsche Fassung ist zum ungeschnittenen Original nicht kompatibel.

Quake 4

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Steckbrief
Sound 10 von 10 % 87 %
Grafik 15 von 15%
Spielspaß 15 von 15%
Multiplayer 8 von 10%
Bedienung 9 von 10%
Preis/Leistung 14 von 15%
Hardwareanforderung 9 von 15%
Langzeitspielspaß 7 von 10%