Neue, kostengünstige Technologie in San Francisco vorgestellt
3D fürs Wohnzimmer: IBM macht es möglich
Manuela Vereeken
Zweidimensionales Fernsehen könnte bald Schnee von gestern sein: Wie das US-amerikanische Nachrichtenportal CNET News.com berichtet, haben Forscher des Großkonzerns IBM jetzt eine neue Technologie vorgestellt, die hochauflösende 3D-Bilder auf herkömmliche Fernsehbildschirme zaubert. Notwendig sei dafür lediglich die Nachrüstung spezieller Hard- und Software, was laut IBM allerdings nur rund 20 US-Dollar kosten soll.
Allerdings kommt für IBMs 3D-Technik nicht jedes TV-Gerät in Frage: Vonnöten sind hier so genannte Rückprojektionsfernseher, bei denen das Bild von hinten auf einen durchscheinenden Schirm projiziert wird. Im Gegensatz dazu stehen die weit verbreiteten Röhren-Fernseher sowie Bildschirme mit LCD- und Plasmatechnologie.
IMAX fürs Wohnzimmer
Einen 3D-kompatiblen TV-Prototypen präsentierte IBM jetzt auf der Flat Information Displays Conference in San Francisco. Bei dem Gerät handelt es sich um einen 50-Zoll-Flachbildschirm, dessen Projektor dazu in der Lage ist, eingehende 3D-Bildinhalte in zwei Bilder aufzusplitten - eines für das rechte und eines für das linke Auge - und diese jeweils abwechselnd auf den Schirm zu projizieren. Für die Betrachtung des vollständigen 3D-Bildes benötigt der Zuschauer eine spezielle Brille, wie man sie beispielsweise aus den IMAX-Kinos kennt.
Bislang waren für die 3D-Darstellung zwei Projektoren notwendig, die gleichzeitig Bilder auf die Leinwand warfen. IBM hat es allerdings geschafft, das Ganze auf ein Gerät zu reduzieren, sodass dreidimensionales Fernsehen jetzt auch im heimischen Wohnzimmer praktikabel wäre. Einen Namen für die neue Technologie gibt es bislang jedoch noch nicht und auch eine mögliche Marktreife sowie die genauen Spezifikationen bleiben vorerst im Dunkeln. Allerdings soll die benutzte Software mit OpenGL und Direct3D kompatibel sein, sodass auch Videospiele in 3D denkbar wären.
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