Japanische Bloggerin dokumentierte den Mord an ihrer Mutter
Giftmord: Das Blog ist Zeuge
Dass Teenie-Mädchen von Natur aus bösartig sind, ist spätestens seit dem Film "The Hole" kein Geheimnis mehr. Dass Teenie-Mädchen dabei aber auch noch von Natur aus blöde sind, war bisher eher eine Vermutung von männlichen Altersgenossen. Nun hat ein 16 Jahre altes japanisches Teenie-Mädchen den Beweis angetreten: Sie dokumentierte den Mord an ihrer Mutter in ihrem Weblog.
Hobbies japanischer Mädchen
Normalerweise verbringen japanische Schulmädchen ihre Zeit mit dem Lesen von Mangas und dem Verkauf von gebrauchten Schlüpfern. Manchmal allerdings tun sie etwas, von dem wohl viele Teenager hin und wieder träumen: die Mutter vergiften. So mischte die junge Japanerin ihrer Mutter monatelang Thallium ins Essen, ein hochgiftiges Schwermetall, das normalerweise als Rattengift eingesetzt wird. Die Beobachtungen, die sie dabei machte, schrieb sie in ihrem Weblog nieder, lesbar für jeden.
Thallium hat einen typischen Verlauf der Vergiftung, die tödliche Dosis für erwachsene Menschen liegt bei etwa einem Gramm. Es gibt vier Phasen einer Thallium-Vergiftung. In der ersten Phase kommt es zu Durchfällen und Verstopfung, außerdem beginnen die Haare auszufallen. In Phase zwei stellen sich Schmerzen in Armen und Beinen ein, bedingt durch Veränderungen an den Nerven. Phase drei ist durch eine schwere Schädigung des Nervensystems gekennzeichnet, Seh- und Wahrnnehmungsstörungen gesellen sich zu Herzrhytmus- und geistigen Störungen. Danach tritt der Tod aufgrund von Herz- und Atemproblemen ein. Ist die Dosis nicht tödlich, können die Schäden am Nervensystem bleiben. Insgesamt also ein interessantes Thema für das Blog eines durchgedrehten Teenagers.
Fördern Blogs die Gewaltbereitschaft?
Die junge Japanerin führte im Blog über jede Veränderung bei ihrer Mutter Buch. Sie hatte offensichtlich eine sadistische Neigung und soll sich schon vor dem Anschlag auf ihre Mutter mit Tierquälerei befasst haben. Zudem scheint sie sich am Tod der Tiere ergötzt zu haben, fanden Ermittler doch nach der Verhaftung einen Katzenkopf in ihrem Zimmer. Allerdings war sie bis dato eine eher unauffällige, allerdings etwas spleenige Schülerin mit guten Noten. Im Jahrbuch hatte sie allerdings angegeben, dass Graham Young eine wichtige historische Figur sein. Graham Young tötete in den 1960er und 1970er Jahren drei Menschen mit Gift.
Der Fall zeigt, dass Blogeinträge manchmal ernst genommen werden sollten. Allerdings nicht zu ernst, nutzen viele Blogger ihre unabhängige Web-Plattform für zum Teil bösartige Satire. Würde ein vergleichbarer Fall in Deutschland vorkommen, würde wieder die deutsche Vollkasko-Mentalität angesprochen. Mit dem Erfolg, dass Blogs wohl massiv überwacht würden und jeder Blogger, der in irgendeiner Form ankündigt, irgendetwas illegales zu unternehmen, ins Visier der traditionell humorlosen Ermittlungsbehörden geraten. Die Japaner sind da allerdings lockerer, niemand würde die Blogging-Szene als gewalttätig bezeichnen. Hierzulande hingegen würde eine Diskussion entbrennen, ob Blogs die Gewaltbereitschaft fördern, ähnlich wie Computerspiele.

Zitat: analysiert, demonstriert, in Talkshows und Niveauvollen Zetungen wie die mit den vier weißen Buchstaben gepriesen und verachtet... Genau! Und dann gibt's...
...allerdings glaube ich nicht, das soetwas in Deutschland möglich ist, denn nach unzähligen DIN Vorschriften, einigen Formularen und der Brückichtigung verschiedener Interessengruppen würde uns schließlich das...