RenderMan für jederman?
Renderman: Animations-Kassenschlager selbstgemacht
Egal, ob Monster AG, The Incredibles, Fish Nemo oder die herzallerliebste Toy Story: Die Animationsfilme der Firma Pixar haben Fans in allen Altersklassen. Nun hat Pixar seine 3D-Postproduction-Software RenderMan als Plugin für das 3D-Tool Maya veröffentlicht. Wer mag und das nötige Kleingeld hat, kann damit selbst Filme in Pixar-Qualität erstellen.
Pixar ist legendär, was die Qualität der gerenderten Filme angeht. Die RenderMan-Engine trägt ihren Teil dazu bei und wurde bisher exklusiv von Pixar selbst genutzt oder an andere Unternehmen lizensiert. Seit 1985 wird sie für Computereffekte in zahlreichen Kassenschlagern eingesetzt, darunter die neue Star Wars-Triologie oder Harry Potter. Nun kann es jeder erwerben. RenderMan hilft bei der Bearbeitung von Oberflächen auf bereits gerenderte Animationsfilme. Die Oberfläche entscheidet genau wie das Motion Capturing darüber, wie glaubwürdig ein animierter Charakter ist. Je besser die Qualität, desto echter schaut der Charakter aus.
Günstig? Nicht wirklich
Wer nun selber in Aktion treten möchte, muss eigentlich nur eine Maya-Vollversion zum günstigen Preis von 7000 Dollar und das Pixar-Plugin, das mit weiteren 995 Dollar zu Buche schlägt, kaufen. Günstig? Natürlich, immerhin können mit dem Programm-Paket Hollywood-Kassenschlager produziert werden. Natürlich ist die Software nicht der einzige Posten, der kostet, denn der Heim-PC kann getrost weggeworfen werden, wenn es darum geht, mit Maya erstellte Filme zu berechnen.
Sinnvoller als ein moderner Pentium-Rechner ist ein ganzes Sammelsurium von Rechnern, zu einem Cluster zusammengeschaltet. Wenn nach der Anschaffung von Maya und RenderMan noch einige Dollar übrig sind, sollte über die Anschaffung von mindestens vier voll ausgestatteten Powermac G5 nachgedacht werden, mehr sind natürlich immer gut, fraglich ist nur, wer für die Ausstattung mit Hardware den Gegenwert einer Eigentumswohnung oder sogar eines kleinen Hauses im Grünen investieren kann und möchte, weshalb sich RenderMan wohl eher für Profis eignet, die das nötige Kleingeld für die passende Hardware haben.
Ausgiebig testen
Wer Maya vor dem Kauf testen möchte, kann zur "Maya Personal Learning Edition" greifen. Diese ist weitestgehend mit der Vollversion identisch, erlaubt aber nur den Export in ein spezielles Format, das sich nicht weiter nutzen lässt. Auch Plugins verweigern mit dem Lernprogramm ihren Dienst. Dennoch: Wer eine Karriere als Render-Profi anvisiert, sollte das Programm einmal genauer unter die Lupe nehmen.
