Wenn CDs Meldung machen
Sony: CDs wollen nach Haaaaaus telefonieren
Sony BMG ist einer der größten Musikkonzerne der Welt. Entsprechend hoch ist die Zahl namhafter Künstler, die bei Sony arbeiten. Und weil Sony keine Raubkopierer mag, sind die CDs über eine spezielle CD-Player-Software gegen Rechner-Kopien geschützt. Die allerdings macht immer häufiger Probleme und telefoniert obendrein nach Hause.
CD-Player als Kopierschutz
CD rein und schon öffnet die CD-Player-Software von Sony BMG. Sinn der Sache ist die Hoffnung des Musik-Konzerns, damit den Raubkopieren die Stirn zu bieten. Der CD-Player fungiert gleichzeitig als Kopierschutz. Das funktioniert allerdings nur auf Windows-Systemen, gerne weichen die Kopierfreudigen auf Mac und Linux aus, auch die iTunes-Software auf Windows ignoriert gerne mal die CD-Player-Funktion, die auf der CD eingebaut ist, und rippt die Lieder trotzdem.
So gesehen ist die CD-Player-Software also herrlich sinnlos. In den vergangenen Wochen kamen zudem diverse Probleme zum Vorschein. Erst wurden einige Rootkit-Funktionen in der Software entdeckt, die Hackern die Arbeit erleichtern und sich nebenbei noch klammheimlich und tief im System einnisten. Jetzt kam auch noch zutage, dass der CD-Player von Sony BMG nach Hause telefoniert. Sony scheint auf diesem Wege herausfinden zu wollen, wer seine CD gekauft hat - keine feine Sache.
...nach Haaaaaause!
Zu den übertragenen Daten gehören unter anderem IP-Adresse, Album-ID und Uhrzeit. Dadurch wird es Sony möglich, Benutzungsprofile zu erstellen und im Zweifelsfall auch einen Raubkopierer ausfindig zu machen. Das jedenfalls behaupten Datenschützer. Sony wiegelt natürlich ab. Die Funktion diene lediglich der Übertragung von Bannern, ansonsten würde Sony die Daten nicht weiter nutzen. Besonders glaubhaft ist diese Angabe jedoch nicht, denn welchen Zweck hat schon die Erhebung der IP-Adresse für die Auslieferung von Bannern?
Insgesamt also eine überaus fragliche Einrichtung, einmal abgesehen davon, dass alte CD-Player gerne mal Probleme mit den nicht ganz standardkonformen CDs haben. Doch was nimmt man nicht alles in Kauf, um ehrlich seine Musik zu erwerben. Entweder, man muss sich mit DRMs aus diversen Music-Stores herumplagen oder wird mit nicht standardkonformen, kopiergeschützten CDs, die obendrein noch nach Hause telefonieren, genervt. Da soll sich die Musikindustrie nicht wundern, wenn die Kundschaft zu den "freien", also unbeschränkten Dateien in Tauschbörsen abwandert.
Siehe hierzu auch: Sonys CD-Kopierschutz kapert PCs

Welche Band sind das? :-)
Was bin ich froh, dass die Labels meiner Bands so einen Mist nicht machen ;)
Zitat: Das Problem: Der Kopierschutz wurde trotzdem umgangen. Das ist rechtlich noch nicht geklaert. Also mal angenommen, Du wärst eine Ameise und würdest einen Zaun bauen. Einen...
Das Problem: Der Kopierschutz wurde trotzdem umgangen. Das ist rechtlich noch nicht geklaert. Und wie wir alle Wissen hat Recht nichts mit gesundem Menschenverstand zu tun. Am besten ist es immer noch, den...
Zitat: Und woher, bitte schön, soll ich überhaupt wissen, dass die CD kopiergeschützt ist, wenn mein Linux-Rechner von dem Kopierschutz gar nichts merkt? Das ist wohl der...