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DVB-T immer und überall: Mustek DTV 408 pro
Auch die Anzeige des zweiten Prüflings verfügt über eine Bildschirmdiagonale von 20 Zentimeter. Im Unterschied zum Yakumo erblickt das Auge des Betrachters allerdings ein 16:9-Display. Bei der Verarbeitungsqualität gerät der DTV 408 pro im Vergleich zum Traveller schnell ins Hintertreffen. Das Mustek-Modell hinterlässt einen nicht sehr wertigen Eindruck.
Beim Öffnen des Laufwerk-Deckels etwa möchte man meinen, dass die kleine Feder genügend Kraft in sich trägt um die Abdeckung auf den Mond zu katapulieren. Darunter kommt vergilbtes, hauchdünnes Plastik zum Vorschein. Weitere Mängel in der Verarbeitung finden sich an den Schanieren, bei der Bildschirmeinfassung, sowie am Gehäusedeckel selbst.
Als Ausgleich kann das Mustek-Gerät auch abseits von Zigarettenanzünder und Steckdose unterhalten. Das mitgelieferte Akku-Pack wird für diesen Zweck einfach unter den Player geschoben und auf der Rückseite verbunden. An der Seite finden sich mit zwei Kopfhöreranschlüssen, einem digitalen Audioausgang, sowie einer S-Video-Schnittstelle die wichtigsten Brücken in andere Gerätewelten. Auch der DTV 408 pro ist dank einer Infrarotschnittstelle über die mitgelieferte Fernbedienung steuerbar.
Im DVD-Betrieb macht das recht laute, dafür gegenüber Schlaglöchern unempfindliche Laufwerk negativ auf sich aufmerksam. Ohne Akkupack ist das Gehäuse zudem sehr schlecht ausbalanciert und droht ständig zu kippen. Ein kräftiger Klang aus den Stereolautsprechern entschädigt hierfür nur wenig. Auch ohne Kopfhörer können mehrere Personen dafür dem Geschehen am Bildschirm folgen. Ebenso wie der Yakumo DVD-Traveller untertsützt der Mustek den Dolby-Digital-Standard, was die Nachbarn daheim brennend interessieren dürfte.
Und auch der Blickwinkel auf das 16:9-Display fällt angenehm groß aus. Allerdings hinkt die Bildqualität der des Yakumos gewaltig hinterher. Die Farben wirken allesamt zu kräftig, Standbilder flimmern gewaltig und gerade Linien werden plötzlich zu ellenlangen Treppenstufen. Selbst die Schrift im Setup-Menü ist nur sehr schwer lesbar. Nach spätestens einer Stunde quittieren die Augen die Misshandlung daher mit deutlichem Schmerz.
Das schlagende Argument das der Mustek-Player in die Waagschale wirft ist ein unscheinbares Logo auf dem Gehäusedeckel - "DVB-T inside" deutet auf den weiteren Einsatzzweck als mobiler Fernseher hin. In dem kleinen grauen Kasten steckt nämlich fast alles was man für das Überall-Fernsehen benötigt. Nur die Antenne muss noch angesteckt werden.
In Gebieten die bereits digital versorgt werden dauert es nur wenige Augenblicke bis die ersten Sender gefunden werden. Völlig ohne fummeliges Setup übernimmt der Mustek die Kanalsuche und speichert die verfügbaren Programme in einer Liste ab. Die Empfangsleistung des integrierten Receivers ist trotz der kleinen Stabantenne beachtlich. Auch herkömmliche Set-Top-Boxen fischen nicht mehr Sender vom Himmel. Sehr schnelle Standortwechsel, etwa im Auto, sind mit dem Mustek-Gespann aber nicht machbar.
Der Programmwechsel geht äußerst schnell über die Bühne. Auf Knopfdruck öffnet sich eine Sender-Liste der empfangbaren Programme. Dabei wird die aktuelle Sendung bereits in einem kleinen Vorschau-Fenster angezeigt.
