Taschenkinos: Drei tragbare Lichtspielhäuser im Test

Bild und Ton in der Praxis

Auf vier Rädern möchte Hersteller Yakumo den Traveller auch am liebsten sehen. Das Gerät kommt daher auch ohne integrierten Akku aus und bezieht den notwendigen Strom aus dem Zigarettenanzünder vom PKW. Mit einem zum Lieferumfang gehörenden Netzteil spielt er aber auch zuhause oder im Hotelzimmer die Lieblings-DVD. Dabei ist es fast schon unerheblich welches Format in der Klappe des Players landet - der Traveller spielt nahezu alle Silberlinge ab, die auf dem Markt erhältlich sind. Auch MP3 und DivX sind für ihn glücklicherweise keine Fremdwörter.

Bei den Schnittstellen hat Yakumo wahrlich nicht geknausert. Neben zwei Kopfhöreranschlüssen bietet der Traveller Chinch-Ausgänge für Ton und Bild. Und dank S-Video und einer waschechten Scart-Schnittstelle, sowie einem optischen und koaxialen Audioausgang, taugt der Player durchaus auch als Erst-Gerät im heimischen Wohnzimmer. Die mitgelieferte Infrarotfernbedienung erlaubt dann die bequeme Steuerung vom Sofa aus.

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Die Bildqualität des Yakumo DVD Traveller überzeugt. Auf der Autobahn ist vor allem ein größt möglicher Blickwinkel auf das 4:3-Display wichtig und genau diesen bietet das System. So bekommt auch der Sitzbanknachbar etwas vom Film mit; ein zweites Display ist aber für diesen Zweck trotzdem empfehlenswert. Helligkeit, Kontrast und Farbtiefe lassen sich über einfach zu durchschauende Bildschirmmenüs steuern. Für einige Funktionen wird allerdings die Fernbedienung zwingend benötigt.

Die Stereolautsprecher haben zu wenig Kraft auf der Lunge. Bei Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn haben sie gegen vorbeiziehende LKW und dröhnende Motoren nicht den Hauch einer Chance. Zu allem Unglück sitzen die Flüstertüten auch noch auf der Rückseite des Bildschirms und unterhalten zwar den Sitzbezug, nicht aber den Betrachter des Filmes. Wer nicht nur sehen, sondern auch hören möchte, muss zu optionalen Kopfhörern greifen. Dann geht der Klang in Ordnung, nur in leisen Passagen rauscht es ziemlich heftig.

Bei der Bedienung bereitet der Traveller keine Probleme und verhält sich im Prinzip wie der große Bruder zuhause im Wohnzimmer. Alle Funktionen lassen sich bequem über die Fernbedienung steuern. Wird die DVD-Wiedergabe beim Tankstellen-Stopp unterbrochen, setzt der Film auf Wunsch an gleicher Stelle wieder fort. Das Laufwerk macht lediglich beim Einlesen eines Mediums kurzfristig auf sich aufmerksam. Im laufenden Betrieb verhält es sich angenehm ruhig. Zu Aussetzern bei der Filmwiedergabe kam es trotz vertikaler Anbringung im Auto im Testzeitraum nicht. Per Knopfdruck kann die Anzeige von nativer 4:3-Darstellung auf 16:9 umgeschaltet werden.

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